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Stadtentwicklung in Friedberg

14.02.2018

Hier wird gebaut – und hier nicht

Die Ausweisung neuer Baugebiete ist durch einen neuen Paragrafen einfach geworden.

Wohnraum ist in Friedberg Mangelware. Der Planungsausschuss gibt den Startschuss für neue Projekte. Einfach ist es allerdings nicht immer.

Viele Menschen suchen in Friedberg eine Wohnung oder ein Haus. Trotzdem stagniert die Einwohnerzahl. Denn die Stadt tut sich nicht immer leicht, Baugebiete auszuweisen. Hoffnung machte der neue Paragraf 13b des Baugesetzbuches. Er erleichtert die Bauleitplanung, unter anderem was den Umweltaspekt anbelangt (siehe Infokasten). Der Planungs- und Umweltausschuss diskutierte nun mehrere kleinere Baugebiete, teilweise unter dem Aspekt der gesetzlichen Neuerung. Die Ergebnisse:

Wulfertshausen/Unterzeller Straße

Über 20 Einfamlien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sollen nördlich und südlich der Unterzeller Straße in Wulfertshausen errichtet werden. Der Ausschuss stimmte dem Bebauungsplanentwurf für das Areal am östlichen Ortsausgang zu. Das Verfahren läuft zwar nach dem neuen Paragrafen 13b, doch laut Baureferent Carlo Haupt gibt es eine Besonderheit. Wegen der vielen Hecken sind Ersatzpflanzungen nötig; ein Teil muss auch erhalten werden. Wegen des Heckenschutzes gehen laut Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) Wohneinheiten verloren. „Flächensparendes Bauen und Naturschutz kollidieren hier“, erklärte er.

Derching

Die Stadträte befürworteten die Aufstellung eines Bebauungsplans am nördlichen Ortsende Richtung Bergen (nördlich Forststraße/östlich Bürgermeister-Schlickenrieder-Straße). Die Verwaltung soll mit den Grundstückseigentümern verhandeln. Das Thema war allerdings umstritten. Eichmann sah es als positiv, dass das Areal an bestehende Bebauung angrenzt. Claudia Eser-Schubert (Grüne) und Hubert Nießner (ÖDP) waren dagegen, weil es kein Lückenschluss sei.

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Stätzling-Nordost

Das Baugebiet Stätzling Nordost soll Richtung Norden ausgeweitet werden. Der Ausschuss befürwortete das mehrheitlich und gab der Verwaltung den Auftrag, mit Grundstückseigentümern über das Thema zu verhandeln. Auch hier käme Paragraf 13b zum Tragen.

Stätzling/St. Anton-Straße

Es liegt ein Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans für Flächen an der St. Anton-Straße im Bereich der Straße Am Streugraben vor. Der Planungsausschuss sprach sich allerdings einstimmig dagegen aus. Er folgte damit der Vorlage der Verwaltung, die vor allem Bedenken wegen der nahen Sportanlage des FC Stätzling hat. Dort habe es bereits Probleme mit Nachbarn gegeben, die zu zeitlichen Einschränkungen bei der Nutzung führten. Außerdem solle die Grünfläche zwischen der vom Verkehr belasteten St. Anton-Straße und den Häusern erhalten bleiben.

Friedberg/Afrastraße

Der Bereich „Südöstliche Verlängerung der Afrastraße“ (in etwa das Feld gegenüber dem Fischereiverein) soll aufgeplant werden. Auch hier gilt das vereinfachte Verfahren. Mit etwas Sorge diskutiert wurde im Ausschuss der Bestandschutz der Benno-Mühle, die bestimmte Lärmkontingente hat. Laut Bürgermeister Eichmann wird dieses Thema im Bebauungsplanverfahren aber berücksichtigt.

Friedberg/Am Stefananger

 Der Bebauungsplan Nr. 13 für diverse Grundstücke Am Stefananger in Friedberg-Süd (zwischen Kirche St. Stefan und Luitpoldstraße) wurde geändert. Hier können nun Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen.

Wulfertshausen/Am Hochbergfeld

 Der Eigentümer des Grundstücks im Spitz zwischen Kulturstraße und Moosstraße will den Bebauungsplan „Am Hochbergfeld“ ändern lassen. Dort stehen bislang eine große Villa, die SPD-Stadtrat Roland Fuchs als „Prachtpalast“ titulierte, und ein Einfamilienhaus. Der Besitzer plant nun die Aufteilung des restlichen Areals in drei Grundstücke. Die Stadt Friedberg will das Landratsamt zu dem Thema anhören, vor allem wegen der notwendigen Schallschutzmaßnahmen wegen der Tennisplätze des SV Wulfertshausen gegenüber. Manfred Losinger (CSU) betonte, man müsse auf jeden Fall die Tennisplätze schützen. Die Frage ist, ob dazu eine Schallschutzwand notwendig ist.

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