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Landesausstellung

18.01.2020

In Friedberg wird Geschichte erlebbar

In gut 100 Tagen wird die Ausstellung "Stadt befreit" im Friedberger Schloss eröffnet.
Bild: Peter Stöbich (Archiv)

Die Landesausstellung in Friedberg und Aichach will Interesse und Verständnis wecken.

Eine Baustellenparty ohne Baustelle – so präsentierte sich das Wittelsbacher Schloss am Freitagnachmittag den Besuchern. Mit Vorträgen, Musik und Rundgängen sollten sie auf die Bayerische Landesausstellung eingestimmt werden, die hier Ende April ihre Tore öffnet: Und so mancher wunderte sich. Schließlich sind es nur noch gut 100 Tage bis zum Start, doch von Vitrinen, Stellwänden und Schauobjekten ist noch kaum etwas zu sehen.

Projektleiter Peter Wolf vom Haus der Bayerischen Geschichte konnte dennoch beruhigen: „Die Baumaßnahme hat begonnen.“ Weil im denkmalgeschützten Schloss keine größeren Arbeiten möglich sind, werden die Ausstellungsmöbel in Tiefenbach im Bayerischen Wald geschreinert. Als vorgefertigte Module kommen sie dann nach Friedberg, wo sie nur noch zusammengesetzt werden. „Wir sind gut im Zeitplan“, versprach Wolf.

Wittelsbacher Land will Besucher anlocken

Vertreter von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen im Großen Saal des Wittelsbacher Schlosses zusammen, um sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren-. Der Landkreis und die beiden Städte Aichach und Friedberg wollen mit diesen Veranstaltungen bereits im Vorfeld das Interesse an der Ausstellung wecken und für Mundpropaganda sorgen. Schließlich hoffen die Veranstalter auf eine sechsstellige Besucherzahl für das Großereignis, das unter dem Titel „Stadt befreit“ die Städtegründungen der Wittelsbacher zum Thema hat.

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Projektleiter Wolf ist überzeugt, dass dies gelingen kann. „Wir fühlen uns sehr wohl im Wittelsbacher Schloss“, betonte er, dies sei eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Landesausstellung. „Das funktioniert, wenn Thema, Ort und die Leute vor Ort zusammen in eine Richtung ziehen.“ Ziel ist es, Verständnis dafür zu wecken, wie Städte funktionieren und warum sie es wert sind, sich für ihren Erhalt einzusetzen.

So ist Friedberg entstanden 

Kreisheimatpfleger Hubert Raab gab einen kurzen Abriss über die Entstehung von Burg und Stadt Friedberg, bevor eine Präsentation einen Eindruck vom Konzept der Landesausstellung vermittelte. Durch sie soll die Geschichte der bayerischen Städte erlebbar werden.

Am Beginn des Rundgangs erleben die Besucher im Rittersaal die Siedlungsstruktur Bayerns im 12. und 13. Jahrhundert. Außerhalb der Bischofssitze gab es damals noch keine Städte im heutigen Sinn. Erst ab 1300 entstand dann innerhalb von drei Generationen das bayerische Städtesystem, darunter auch Aichach und Friedberg.

Aha-Effekt im Wittelsbacher Schloss

Einen Aha-Effekt soll es im Großen Saal geben. In der Vertikalität des Dachstuhls soll sich wiederfinden, wie die niedrigen hölzernen Hütten im 14. und 15. Jahrhundert später höheren Steinhäusern wichen. Um einen Marktplatz in der Mitte des Saals gruppieren sich Themenfelder wie Stadtteile: Sicherheit und Verteidigung etwa, die damaligen Bautechniken, Obrigkeit, Kleidung, Sitten und Gebräuche. Hier erleben die Besucher eine Zeit von Buntheit und Pracht, versprach Peter Wolf.

Am Ende des Weges treffen die Ausstellungsbesucher auf den bayerischen Löwen, der als Erzähler in die Vergangenheit führt.

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