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Friedberg

08.10.2016

In diesen Häusern steckt Energie

Im Friedberger Stadtteil Hügelshart wurde Richtfest bei der ersten Effizienzhaus-Plus-Siedlung gefeiert. Dennis und Manuela Marzahn ziehen dort im Frühjahr ein.
Bild: Sebastian Mayr

In der Hügelsharter Modellsiedlung wird Hebauf gefeiert. Die Gebäude sollen nicht nur umweltfreundlich sein, sondern den Bewohnern auch Geld sparen.

Wer in Hügelshart lebt, kann künftig allein durchs Wohnen Geld verdienen. Das gilt zumindest für die neun Paare und Familien, die im Frühjahr die Einfamilienhäuser der neuen Siedlung an der Greinerstraße beziehen. Dort haben die BayWa und die Augsburger Bauträgerfirma asset GmbH eine sogenannte Effizienzhaus-Plus-Siedlung entwickelt.

73 Prozent der Energie, die die Einfamilienhäuser benötigen, erzeugen sie selbst. Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern, Speicheranlagen für Energie und Warmwasser im Keller, ein niedriger Energieverbrauch und ein System zur Wärmerückgewinnung machen das möglich.

Weil ein Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz fließt, bekommen die Bewohner eine sogenannte Einspeisevergütung. Statt für die Energie zu zahlen, erhalten sie monatlich 18 Euro ausbezahlt. Bei den vier Doppelhaushälften ist das etwas anders: Weil die Brandschutzrichtlinien dort strenger sind, gibt es weniger Fotovoltaik-Panels und es wird weniger Energie erzeugt.

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Fast alle Häuser sind schon verkauft

Das Bauprojekt in Hügelshart ist nach Angaben der Kooperationspartner in seiner Form in Deutschland einmalig: Zum ersten Mal entstehe eine Siedlung mit mehreren Effizienzhäusern. Bislang gibt es nur einzelne derartige Häuser. Am Donnerstagabend feierten Firmenvertreter, künftige Bewohner und Gäste aus der Politik auf dem Gelände Hebauf. Im Frühjahr 2017, bevor die dann fertigen Häuser bezogen werden, soll es für Interessierte einen Tag der offenen Tür geben.

Elf der Wohneinheiten sind bereits verkauft, die beiden übrigen sind reserviert. Aus Sicht der Stadt Friedberg ist das Wohnprojekt gelungen, wie die dritte Bürgermeisterin Martha Reißner sagte. Eine Zersiedelung im Stadtteil Hügelshart habe man verhindern können. Der Stadt sei es auch wichtig gewesen, Einheimischen die Chance zu geben, Häuser beziehen zu können. Vier Wohneinheiten wurden über ein Einheimischenmodell vergeben.

Bewohner sind von der Wirtschaftlichkeit überzeugt

Manuela und Dennis Marzahn haben die Notartermine schon hinter sich gebracht. Das Ehepaar wird aus Hochzoll nach Hügelshart ziehen. Die beiden haben das Haus gekauft, weil sie von der Kombination des Angebots überzeugt sind. „Es ist ein Neubau, die Firma ist für ihre Qualität bekannt und die Energieautarkie drückt die monatlichen Kosten“, erklärte Dennis Marzahn. Dass das Konzept besonders umweltfreundlich ist, sehen die beiden als angenehmen Nebeneffekt.

Wie wichtig die Wirtschaftlichkeit der Häuser ist, betonte BayWa-Mitarbeiter Steffen Mechter bei der Vorstellung des Konzepts auf dem Richtfest. Mechter ist Leiter des Bereichs Strategische Geschäftsentwicklung bei dem Unternehmen. „Die Kunst ist es, an keinem Punkt zu übertreiben“, sagte er. Wenn ein Bauprojekt für die zukünftigen Bewohner finanziell nicht lohnend sei, könne man niemanden von einem Kauf überzeugen.

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