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Kinderbetreuung in Mering

05.05.2015

Kinderwelt ist fast ausgebucht

Der Frohsinn-Bildungsverein eröffnet zum 1. September 2015 die Kinderwelt in Mering, Kanalstraße 1. Das Foto zeigt (von links) Mustafa Güngör (Vereinsvorsitzender), Einrichtungsleiterin Franziska Hög, Sozialpädagogin Sonja Jahn und Architekt Gerhard Mach.
Bild: Eva Weizenegger

Noch sind die Bauarbeiter in der Einrichtung tätig, doch im September übernehmen die Erzieherinnen und die Kinder die ehemalige Schreinerei in der Kanalstraße. Der Ansturm auf die neue Einrichtung ist groß

Von Eva Weizenegger

Mering In der Kanalstraße in Mering soll im September die Kinderwelt eröffnen. In dieser Einrichtung wird es jeweils eine Gruppe für Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder geben. Mit der Kinderwelt geht auch die Marktgemeinde erstmals neue Wege und vergibt eine Kindertagesstätte an einen freien Träger - dem Frohsinn Bildungsverein.

Mustafa Güngör weiß, dass es auch Vorurteile gegenüber der Kinderwelt in Mering gibt: „Ich kenne das aus der Zeit, als wir in Augsburg unser Kinderhaus 2014 eröffnet haben, da unser Konzept international, interkulturell und für alle offen ist.“ Der ehrenamtliche erste Vorsitzende des Vereins betont, dass das Frohsinn zwar türkische Wurzeln habe, jedoch ein deutscher Verein sei. „Wir wollen hier keine religiöse Erziehung vorantreiben, sondern sind unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Kultur“, sagt Güngör. Der 29-jährige Wirtschaftsingenieur ist als Geschäftsführer in einem Augsburger Dienstleistungsunternehmen tätig und engagiert sich seit vier Jahren als Vorsitzender für den Verein.

Sozialpädagogin Sonja Jahn arbeitet beim Trägerverein als Fachberatung und ist für die Konzeption der Tagesstätte mitverantwortlich. „Die Meringer haben uns schon einen großen Vertrauensvorschuss gegeben, wir sind nämlich nahezu ausgebucht“, erzählt sie. Im Januar fand bereits ein Informationstag statt und schon damals zeichnete sich ab, dass die Einrichtung bald ausgebucht sein könnte. Die Kinderwelt in Mering hat derzeit eine Betriebsvereinbarung für zehn bis zwölf Krippenplätze, 20 Kindergarten- und 20 Hortplätze. „Wir haben aber nicht so viele Anmeldungen für den Hort, dafür aber mehr Nachfrage nach Krippenplätzen“, erklärt Sonja Jahn. Deshalb sei geplant, hier mehr Kapazitäten zu schaffen. Momentan laufen die Um- und Ausbauarbeiten auf Hochtouren. Für Architekt Gerhard Mach ist die Planung in einem bestehenden Gebäude kein Neuland. Der Kissinger Planer zeichnete bereits für den Umbau der Mittelschule in seiner Heimatgemeinde verantwortlich. „Natürlich ist es manchmal einfacher auf der grünen Wiese ein Projekt zu realisieren, doch auch aus einem bestehenden Gebäude etwas Neues zu schaffen, kann sehr reizvoll sein“, sagt Mach. Er breitet die Pläne aus und zeigt, wie aus der ehemaligen Schreinerei ein Haus für Kinder entstehen wird. In der ehemaligen Firmenhalle werden die Kindergarten- und Krippenkinder untergebracht. Im Obergeschoß wird der Hausaufgaben- und Aufenthaltsraum für die Hortkinder sein. Ein großes Plus der neuen Einrichtung ist die Küche, die so ausgestattet wird, dass dort eine Fachkraft für die Kinder kochen wird. „Unser Verein legt großen Wert auf gesunde Ernährung und wir sind sicher, dass dies durch eine Köchin vor Ort gut geleistet werden kann“, sagt Mustafa Güngör. Auch wenn die Lage der neuen Einrichtung in Nähe der Baugebiete am Paarbogen sowie des Oberfelds ideal ist, so sahen die Mitglieder Meringer Bauausschusses die Parkplatzsituation kritisch. „Dabei erfüllen wir mit drei Stellplätzen die Auflagen mehr als nötig“, erklärt Mach. Zudem handele es sich lediglich um Bring- und Holverkehr. „Es stehen hier ja nicht stundenlang die Fahrzeuge herum.“ Auf die neuen Kinder und die Arbeit mit ihnen freut sich schon Franziska Hög, die als Einrichtungsleiterin in der Kinderwelt in Mering arbeiten wird. Die 27-jährige Erzieherin aus Königsbrunn ist dort als Leiterin einer kommunalen Kinderkrippe tätig. „Ich finde es sehr spannend, am Aufbau dieser Einrichtung teilzuhaben“, sagt sie. Unterstützung erhält sie aber noch von einem Team aus Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen. „Wir rechnen je nach Auslastung mit bis zu sieben Stellen, die hier in Mering geschaffen werden“, sagt Mustafa Güngör.

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