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Grundschule

17.05.2019

Kissing will mehr Ganztagsunterricht

Aufgrund stark gestiegener Schülerzahlen werden an der Kissinger Grundschule neue Räume benötigt.

Der Jugend- und Kulturausschuss beschließt, das Angebot an der Grundschule zu erweitern. Das hat auch Auswirkungen auf den geplanten Ausbau.

Die Kissinger Grundschule muss dringend erweitert werden. Aufgrund stark gestiegener Schülerzahlen werden neue Räume benötigt. Weil es Probleme mit der Förderung gibt, wird das Interimsgebäude in Modulbauweise aber erst im kommenden Jahr gebaut. Im Hinblick auf die Nachmittagsbetreuung und Ausrichtung der Grundschule ist im Jugend- und Kulturausschuss nun aber eine wegweisende Entscheidung getroffen worden. Die hat auch Auswirkungen auf das Raumkonzept.

Derzeit gibt es an der Kissinger Grundschule einen gebundenen Ganztagszug, welcher eine Klasse umfasst, und vier offene Ganztagsangebote. Dort werden Kinder aus verschiedenen Klassen und Jahrgangsstufen zusammen betreut. Zusätzlich bestehen noch drei Hortangebote. Die Nachfrage sei weiterhin steigend. Beim gebundenen Ganztagszug ist der Pflichtunterricht im Sinne eines rhythmisierten Tagesablaufs auf Vormittag und Nachmittag verteilt. Die offene Ganztagsschule bietet ein Nachmittagsangebot mit Hausaufgabenbetreuung, unterrichtlichen Fördermaßnahmen und Freizeitaktivitäten.

Die Stoffvermittlung wird über den Tag verteilt

Nach Angaben der Kissinger Verwaltung ist der gebundene Ganztagszug aber die effizienteste Form der Beschulung, da die Stoffvermittlung über den ganzen Tag mit Erholungsphasen verteilt wird. Dies zeigten die Erfahrungen in den in den nordischen Ländern. Die Verwaltung schlug daher vor, die Qualität der Grundschule mit einem weiteren gebundenen Ganztagszug zu fördern. Bei der geplanten Erweiterung des Schulgebäudes und dessen Förderung wird auch die Ganztagsbetreuung einbezogen. Bei einem gebundenen Ganztagsangebot werde dabei eine größere Fläche bezuschusst. Daher empfahl die Verwaltung, bereits bei der Planung einen zweiten gebundenen Ganztagszug einzubeziehen. Dieser könnte ab dem Schuljahr 2023/24 beim Kultusministerium beantragt werden. Hans-Peter Bermann, der in der Kissinger Verwaltung unter anderem für die Schulen zuständig ist, sprach sich in der Sitzung für den zweiten gebundenen Ganztagszug aus. Seiner Erfahrung nach seien die Eltern daran interessiert. „Die Leute wollen qualifizierte Betreuung“, sagte er.

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Bürgermeister Reinhard Gürtner erklärte, dass er sich mit Bermann in Königsbrunn Anregungen holen wolle. Die beiden besuchen eine Grundschule, die umgebaut und mit ansprechenden Lernlandschaften ausgestattet wurde. Dort können die Schüler unter anderem eigenverantwortlich Inhalte erarbeiten.

Kissinger Ausschuss spricht sich für zweiten Zug aus

Auch aus dem Ausschuss kam Zustimmung. Michael Eder von der CSU sagte: „Ich finde es richtig, dass wir die Weichen dafür stellen.“ Silvia Rinderhagen erklärte, dass aus ihrer Sicht die Ganztagsbetreuung das große Thema der Zukunft ist. „Es ist gut, wenn wir eine Perspektive haben und und nicht nur hinterherhecheln wie in den letzten Jahren.“

Letztlich sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, den zweiten gebundenen Ganztagszug ab dem Schuljahr 2023/24 zu beantragen. Zudem soll er bei der Planung für die Erweiterung des Schulgebäudes berücksichtigt werden.

Lesen Sie auch diesen Artikel: Erweiterung der Grundschule kommt erst im nächsten Jahr

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