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Ried

01.08.2020

Klamottenkiste in Ried hat nach Corona-Pause wieder geöffnet

Die Rieder Klamottenkiste hat nach der Corona-Pause wieder geöffnet.
Bild: Hornischer Christine

Plus Der ehrenamtliche Secondhandladen in Ried bietet am Samstag einen zusätzlichen Verkaufstag an. Neben Bekleidung gibt es einige Schätze zu entdecken.

Vier Monate musste die Kleine Klamottenkiste in Ried wegen der Covid19-Pandemie schließen. Doch nun hat der kleine Second-Hand-Laden an der Bachernstraße 6 wieder geöffnet. „Natürlich gelten die üblichen Hygieneregeln“, sagt Kariene Eikelmann vom Klamottenkisten-Team. Sie bittet ihre Kunden, die üblichen Schutzmaßnahmen zu beachten und ein wenig Geduld mitzubringen, denn es dürfen sich nur drei Kunden gleichzeitig in dem kleinen Geschäft aufhalten.

Nur noch ungefähr zwei Jahre besteht hier die Möglichkeit des nachhaltigen Einkaufs. Denn seit im letzten Oktober die benachbarte Bäckerei Scharold ausgezogen ist, steht der Laden in der Bachernstraße leer. „Das Haus mit unserem Anbau wird dann abgerissen“, sagt Eikelmann traurig. „Secondhand wie bei uns funktioniert nur, wenn wir mietfrei unsere Sachen auslegen können“, so die Baindlkircherin.

Gebäude-Abriss wird das Ende der Klamottenkiste sein

Einen genauen Termin für den Abriss gibt es noch nicht, auch im Gemeinderat kam das Projekt noch nicht zur Sprache. Umziehen wird die Kleine Klamottenkiste aber nicht, „der Bedarf nimmt ab“, erklärt Heide Pruß. Hintergrund: Die Kleine Klamottenkiste wurde gegründet, weil während der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 haufenweise Kleider und auch andere Waren gespendet wurden.

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Das Team der Kleinen Klamottenkiste mit Kariene Eikelmann, Heide Pruß, Fanni Steinhard, Helene Hoßmann und Gertrud Moroschan-Gamperl trägt einen wichtigen Part zur Nachhaltigkeit bei. „Da die Leute während des Lockdowns viel Zeit zum Aufräumen und Ausmisten hatten, haben wir viele Sachspenden erhalten“, freut sich Heide Pruß.

Und weiter: „Wir haben in den letzten Wochen auf Sommerkleidung umgestellt“. Neben Bekleidung für Mann, Frau und Kind gibt es Schuhe, Geschirr, Taschen, Spielzeug und Bücher. Auch ganz besondere Accessoires warten darauf entdeckt zu werden, wie eine ganze Schar von fast antik anmutenden Puppen mit Porzellanköpfen, die bei Sammlern begehrt sind.

Rieder Klamottenkiste ist ein Ort der Begegnung

Eine gemütliche Küche lädt auf eine Tasse Tee oder Kaffee ein: So bietet die Klamottenkiste auch Gelegenheit, Gespräche zu führen und nette Leute zu treffen oder einfach schöne Begegnungen zu haben. „Es ist so traurig, dass dieser Ort der Begegnung in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist“, bedauert Heide Pruß. „Uns würde auch interessieren, wie es unseren Stammkunden geht, die sind ja schon fast zu Freunden geworden“.

Rund ein Dutzend Stammkunden wissen diese „Familienzugehörigkeit“ zu schätzen. So stöbern sie wöchentlich durch die Klamottenkiste, die schon längst ihren Namen überholt hat. „Schatzkiste“ schlägt Heide Pruß lachend als Alternative vor.

Die Frauen der Kleinen Klamottenkiste sehen sich aber auch als eine Art Vermittlungsbörse. „Wenn jemand bei uns anruft und sagt, dass er ein Fahrrad braucht, versuchen wir das zu vermitteln“, erklärt Heide Pruß. So waren die fleißigen Helferinnen auch während des Lockdowns nicht ganz arbeitslos - sie vermittelten, was das Zeug hält.

50 Cents bis zu einem Euro, in seltenen Fällen auch zwei Euro werden für all die kleinen und großen Schätze verlangt. Nur eine Bitte haben die Helferinnen: „Bei Spenden sollen die Leute bitte vorab anrufen, um zu klären, ob aktuell Bedarf oder Platz ist“. Derzeit werden im Hinblick auf den Schulanfang bereits Schulranzen, Stifte und Ähnliches gebraucht.

Geöffnet ist jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr. Jeden ersten Samstag im Monat und am 1. August von 9 bis 11 Uhr.

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