Wenn Städter an das Leben auf dem Land denken, malen sie sich oft das Idyll vom Miteinander der Dorfbewohner aus. Dass dieser Frieden auch trügen kann, sieht man am Beispiel in Meringerzell. Die Konflikte innerhalb des Meringer Ortsteils schwelen nicht erst seit gestern. Der langjährige Meringer Verkehrssachbearbeiter Boris Küppersbusch begleitet über längere Zeit hinweg die Situation Am Graben in Meringerzell.
Ein offenes Gespräch wäre vielleicht eine bessere Lösung
Dort fürchtet ein Unternehmer, dass - wenn das per dringlicher Anordnung erteilte Halteverbot bestehen bleibt- sein Betrieb benachteiligt werden könnte. Die Landwirte dagegen sind froh über die neue Regelung, weil sie nun mit ihren Fuhrwerken die Engstelle besser passieren können.
Jetzt könnte man sagen: Setzt euch doch zusammen und redet miteinander. Im Dorf kennt man sich doch und weiß, wo der Schuh drückt. Doch so einfach ist das nicht, wenn jeder auf seine Interessen blickt. Die Landwirte jedenfalls fühlen sich in der Mehrheit und atmen auf. Aber für Frieden im Dorf sorgt die neue Regelung nicht. Da wäre ein offenes Gespräch mit einem Vermittler, den beide Seiten anerkennen, vielleicht eine bessere Lösung als die nun beschlossenen Verkehrsschilder.
Lesen Sie dazu auch den Bericht: Halteverbot soll den Frieden in Meringerzell wieder herstellen
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