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Ried

07.03.2020

Kommunalwahl: Diesen neuen Anforderungen muss sich Ried stellen

Schon lange leiden die Rieder unter der viel befahrenen Staatsstraße 2052, die mitten durch den Ort führt.
Bild: Anja Dondl

Plus Der Amtsinhaber Erwin Gerstlacher tritt in Ried als einziger Kandidat um den Bürgermeisterposten an. Warum Ried mehr ist als der kleine Nachbar Merings.

Dass die Gemeinde Ried mehr ist als der kleinere Nachbar von Mering oder Kissing, hat sie in den zurückliegenden sechs Jahren, die Bürgermeister Erwin Gerstlacher und sein Gemeinderat nun im Amt sind, mehr als nur bewiesen. Das Gewerbegebiet floriert, die Gestaltung der Rieder Ortsmitte ist abgeschlossen und auch die Verbesserung der Zentren der Ortsteile Baindlkirch, Sirchenried und Hörmannsberg wurden in Angriff genommen.

Waren es 2014 noch drei Kandidaten, die als mögliche Nachfolger von Anton Drexl im Bürgermeisteramt antraten, so geht diesmal für die CSU Amtsinhaber Erwin Gerstlacher als einziger Kandidat ins Rennen. Im Gemeinderat treten die vier Gruppierungen CSU, Bürgergemeinschaft Ried, Freie Wähler Ried und Lebensqualität Ried mit ihren Listenkandidaten an.

Immer mehr Menschen wollen in Ried ein neues Zuhause finden

Bürgermeister Gerstlacher und die Gemeinderäte stehen vor ähnlichen Aufgaben wie auch die Nachbarkommunen. Immer mehr Neubürger wollen in der Gemeinde ein neues Zuhause finden. Die Kommune wuchs in den zurückliegenden sechs Jahren von knapp 3000 auf 3200 Einwohner an, die neben dem Hauptort Ried auch in den Gemeindeteilen Baindlkirch, Sirchenried, Zillenberg, Eismannsberg, Hörmannsberg leben. Und so ist es eine fast logische Entwicklung, dass nun auch in Ried die ersten Mehrfamilienhäuser entstehen. Bauträger Ulrich Reitenberger aus dem Landkreis Dillingen errichtet an der Sirchenrieder Straße drei Mehrfamilienhäuser mit 24 Wohnungen. Diese Entwicklung ist für Ried neu, jedoch ist die Innenortsverdichtung ein gewünschtes Ziel der Kommune. In Baindlkirch wurde das Baugebiet Rosenacker ausgewiesen und vergeben. Auch dort sind drei Grundstücke für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Mehr Neubürger bedeutet auch, dass Ried weitere Kinderbetreuungseinrichtungen bieten muss.

Im Jahr 2018 feierten die Ganztagsbetreuung, Kinderhaus und Grundschule den Abschluss der Erweiterungsbauten. Dafür investierte Ried insgesamt fünfeinhalb Millionen Euro. Und es zeichnet sich ab, dass eine weitere Kindergartengruppe in Baindlkirch benötigt wird. Stark belastet sind Hörmannsberg und Ried durch die Staatsstraße 2052. Bürgermeister Gerstlacher und die Gemeinderäte diskutierten verschiedene Varianten für eine Ortsumfahrung. Bei den jüngsten Verkehrszählungen wurden vor Ried 9600 Fahrzeuge gezählt, 2200 davon kamen von Kissing her. Für die Nordumfahrung rechnen die Behörden mit 15,9 Millionen Euro, die Südtrasse käme auf 12,3 Millionen Euro. Eine Nordumfahrung ergebe aber eine größere Entlastungswirkung für Ried und Hörmannsberg.

 

Gemeinde Ried investiert ins Rathaus

Investieren muss die Kommune auch in den Umbau des Rathauses. Um den vielfältigen Anforderungen der wachsenden Gemeinde zu entsprechen, benötigt die Verwaltung weitere Büros, die im ehemaligen Sitzungssaal eingebaut wurden. Der Sitzungssaal wanderte in den Altbau, wo früher die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) untergebracht war. Zudem soll der Zugang zum Rathaus barrierefrei werden. Auch der zweite Bauabschnitt des Dorfplatzes in Ried mit Einbindung der Bushaltestelle und Maibaum soll im Rahmen der Städtebauförderung in Angriff genommen werden.

Der neue Edeka mit dem Dorfplatz war eines der größten Projekte in der Vergangenheit. Die Einkaufsmöglichkeit mitten in der Gemeinde ist ein großes Plus für die Lebensqualität.
Bild: Anja Dondl

Auch für die Jugend wird in Ried investiert. Unter anderem beschlossen die Räte einen Walderlebnispfad im Högelwald, der bereits im Oktober 2020 eingeweiht werden soll. Gut angenommen wird in Ried der neue Bürgerbus, der so die Rieder Quartiersmanagerin Claudia Bordon-Vieler, bei den Bürgern sehr beliebt ist. Das Fahrzeug ist seit August 2019 im Einsatz. Neun ehrenamtliche Fahrer und eine Fahrerin sitzen derzeit abwechselnd hinterm Steuer.

Lesen Sie auch die sieben Fragen an den Bürgermeister: Erwin Gerstlacher will sich noch stärker für die Jugendarbeit einsetzen

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