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Friedberg

26.11.2019

Landesausstellung in Friedberg: Personal für 600.000 Euro

Die Kosten für die landesausstellung summieren sich: 500000 Euro kostet Aufsichtspersonal, fast eine Million der Umbau des Trinkl-Anwesens.
Bild: Thomas Goßner

Aufsicht, Kasse und Museum brauchen bei der Landesausstellung in Friedberg Betreuung, das wird teuer. Auch sonst steigen die Kosten.

Für die Landesausstellung „Stadt befreit“ muss die Stadt Friedberg das Aufsichts- und Kassenpersonal zur Verfügung stellen. Außerdem muss sie im Museum im Schloss mehr Personal anstellen. Insgesamt 578.000 Euro sind dafür im Moment eingeplant. Weil die Stadtverwaltung von der Koordination des vielen Personals – 25 Vollzeitstellen – überfordert wäre, muss sie den Auftrag an einen Dienstleister abgeben. Der hohen Gesamtsumme wegen ist eine europaweite Ausschreibung nötig. Der Stadtrat stimmt der Ausschreibung einstimmig zu, wenn auch Marion Brülls von den Grünen sagte: „Mit wird angst und bange, wenn ich auf die Kosten sehe.“

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Trinkl-Anwesen für Landesausstellung kostet eine Million Euro

Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die Kosten für den Umbau des Trinkl-Anwesens von 850.000 auf fast eine Million Euro steigen. Die Städtebauförderung zahlt 350.000 Euro Zuschuss. Grund der Steigerung war unter anderem Verseuchung mit Asbest. Den Kauf einer Holzskulptur von Josef Lang im Wert von 50.000 Euro hatte der Bauausschuss da erst einmal zurückgestellt. „Sepp und Schorsch“ des Künstlers, von dem bereits ein Werk vor dem Weltladen steht, sollten bei der Schlossbrücke aufgestellt werden.

Unangenehme Überraschungen gab es auch beim Ausbau im Schlosspark. Wegen Mehrarbeiten an Mauern sowie einer Umplanung des Zugangs im Tal wurden Nachträge nötig. Zuletzt waren – inklusive dem Spielplatz – Maßnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro offen; es fließen allerdings auch Zuschüsse des Freistaats von 840.000 Euro.

25 Vollzeitstellen für knapp 600.000 Euro in Friedberg

Im Trinkl-Anwesen ist das Besucherzentrum der Landesausstellung untergebracht, die von 29. April bis 8. November läuft. Für die Betreuung der Kassen sowie für die Aufsicht in der Ausstellung im Schloss, die täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein wird, sind 20 Vollzeitstellen nötig. Das kostet 461.000 Euro. Fünf weitere Stellen werden geschaffen, weil das Museum während der Landesausstellung täglich zwei Stunden länger geöffnet hat und der Montag als Ruhetag wegfällt. Außerdem erwartet man mehr Andrang im Café, das momentan nicht gerade stark besucht ist. Für diese Stellen werden im Nachtragshaushalt 117.500 Euro vorgesehen. Das städtische Personal, das seit der Eröffnung im Mai im Museum arbeitet, soll weiter dort beschäftigt bleiben. Wie in der Stadtratssitzung berichtet wurde, haben sich schon einige Personen gemeldet, die als Aufsicht bei der Landesausstellung aushelfen wollen. Das seien aber meist nur tage- oder stundenweise Einsätze.

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