1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Lehrermangel: Grundschulen sind ein warnendes Beispiel

Lehrermangel: Grundschulen sind ein warnendes Beispiel

Tom Trilges
Kommentar Von Tom Trilges
16.01.2020

Wenn die Politik wie bei den Grundschulen zu lange schläft, gibt es bald auch zu wenig Lehrer an Gymnasien und Realschulen.

Bei den Grund- und Mittelschulen ist das Kind in den Brunnen gefallen: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo fordert die Lehrer dort nun aus Verzweiflung auf, mehr zu arbeiten. Glücklicherweise ist es so weit noch nicht an den Gymnasien und Realschulen. Aber das ist keine Garantie für alle Zeiten. Der Staat muss vorausschauend handeln, um ähnliche Engpässe künftig zu vermeiden.

Mehr Lehrer an Gymnasien und Realschulen kosten Geld

Wenn jeder zweite junge Mensch sein Lehramtsstudium hinwirft, ist das ein Alarmsignal und darf kein Dauerzustand bleiben. Es gilt, seriöse Prognosen über den Tag hinaus zu erstellen und bei sich abzeichnenden Engpässen konkret zu handeln. Wem dieser Gedanke zu banal ist, der sei nochmals daran erinnert: Bei den Grund- und Mittelschulen war es nicht schwieriger und ist doch gescheitert.

Bei einer grundsätzlichen Aufstockung der Lehrerkapazitäten steht allein die Frage im Raum: Was ist uns die Bildung unserer Kinder wirklich wert? Wenn wir dafür mehr ausgeben möchten, werden auch mehr Lehrer eingestellt. Nichts geht aber zum Nulltarif: Anderswo würde dies Einsparungen bedeuten. Das derzeitige Niveau zu halten, ist notwendig – es zu steigern, wünschenswert.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Fehlen den Gymnasien und Realschulen in Aichach-Friedberg Lehrer?

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren