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Friedberg

16.12.2020

Lockdown: Wer hat offen, wer liefert, wo kann ich etwas abholen?

Solche Schilder hängen momentan an Eingängen von vielen Gaststätten, auch in Friedberg.
Bild: Storchennest (Symbolbild)

Plus Der Lockdown vor Weihnachten macht Kunden, Geschäften und Lokalen Probleme. Der Aktiv-Ring Friedberg startet eine Aktion dagegen.

Am Dienstag war es so voll wie selten in der Friedberger Innenstadt - ab Mittwoch dürfte sich das ändern. Viele Geschäfte haben trotz des Lockdowns offen, andere bieten einen Lieferservice, in Lokalen kann man Essen abholen - doch kaum jemand hat den Überblick, was wo gilt. Der Aktiv-Ring Friedberg will das in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement der Stadt für Restaurants und Geschäfte in Friedberg und den Ortsteilen ändern - mit einer Online-Aktion.

Bereits während des ersten Lockdowns war die Seite www.einkaufen-in-friedberg.de ein Erfolg. An diesen will man anknüpfen. Renate Mayer, Geschäftsführerin des Aktiv-Rings, beschreibt die Pläne: Sie hat alle Lokale in Friedberg und den Ortsteilen angeschrieben. Sie werden in den kommenden Tagen übersichtlich auf einer Seite präsentiert, von dort aus gelangen Kunden mit einem Klick zur Website ihrer Wahl, wo sie erfahren, was es zu essen gibt und wie sie an das Gericht ihrer Wahl kommen.

Friedberg bietet ein breites Spektrum an Essen zum Abholen

Mayer sagt: "In Friedberg ist ein so breites Spektrum an Gastronomie geboten, dass es ein Erlebnis ist, sich etwas zu bestellen und sich durchzuprobieren." Die Wirte hoffen, dass die Menschen sich während des Lockdowns und an den Feiertagen etwas gönnen und sich verwöhnen lassen wollen. Um auch diejenigen zu erreichen, die nicht internet-affin sind, wird der Aktiv-Ring über Anzeigen in der Friedberger Allgemeinen informieren.

Stadt Aichach w Postfach 11 10 w 86542 Aichach Hauptamt   An die Redaktion Ihre Zeichen, Ihre Nachricht vom:  Unser Zeichen: 14/AK Ansprechpartner: Angela Kerle Zimmer 007 Rathaus Tel.: 08251/902-75 Fax: 08251/902-71 e-mail: angela.kerle@aichach.de    Aichach, 02.12.2020  P R E S S E M I T T E I L U N G  Zum Aichacher Advent  werden die Türme beleuchtet  Rathaus-Adventskalender, Adventsgeschichten aus dem Stadtmuseum, Krippenweg - trotz Corona ist in der Adventszeit einiges geboten in Aichach. Um die passende Atmosphäre für den Aichacher Advent zu schaffen, werden seit dem 1. Adventssonntag vier Aichacher Türme beleuchtet: das Obere und das Untere Tor, der Turm der Spitalkirche und der Turm der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Bei der Spitalkirche ist das Motiv ähnlich wie in den vergangenen Jahren. An den beiden Stadttoren leuchten gelben Sterne auf einem farbigen Hintergrund. Und am Turm der Stadtpfarrkirche erstrahlt ein Baum mit einem Bethlehem-Stern darüber. Zusammen mit der Weihnachtsbeleuchtung und dem Christbaum am Oberen Stadtplatz bietet die Innenstadt ein stimmungsvolles Bild für einen Stadtbummel oder den Besuch des Krippenweges. Die Stadt bittet aber darum, die Maskenpflicht am Stadtplatz zu beachten und den Mindestabstand einzuhalten.
20 Bilder
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Bild: Erich Echter

Viele Wirtschaften akzeptieren die Friedberger City-Schecks, die dieses Jahr einen Boom erlebten. Wie Manuel Weindl vom Aktiv-Ring berichtet, wurden vom 1. bis 14. Dezember dreieinhalbmal so viele City-Schecks verkauft wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und im Jahresvergleich Januar bis heute habe sich die Zahl - trotz der Ladenschließungen im Frühling - verdoppelt.

Auch ein Großteil der Geschäfte in Friedberg akzeptiert die City-Schecks - welche das sind, ist auf einkaufen-in-friedberg.de angegeben. Weindl hofft, dass viele Kunden trotz des Lockdowns von den weiter bestehenden Einkaufs- und Liefermöglichkeiten Gebrauch machen. Die Friedberger Geschäftswelt habe die harte Zeit zwar vergleichsweise gut überstanden und sei auch mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden, sagt er als örtlicher Sprecher des Einzelhandelsverbandes. Das gelte generell für Kleinstädte mit inhabergeführten Geschäften und treuen Stammkunden.

Der City-Scheck boomt in Friedberg

Doch es gebe Branchen, über die er sich Sorgen macht, etwa Sportgeschäfte, Reisebüros und Hotels. Generelles Problem für Einzelhändler und Gastronomen sei die Unsicherheit: "Kommt der Lockdown, und wenn ja, wann und wie?" Damit sei es jetzt nicht vorbei, sondern der Januar bringe das Problem erneut auf den Tisch.

Ein Blickfang ist die neue Weihnachtsbeleuchtung am Friedberger Kirchturm von St. Jakob.
Bild: Udo Koss

Um die Friedberger Wirtschaft in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, hat die Citymanagerin Bianca Ross Unternehmen eine Liste mit Hilfen zusammengestellt, von Beratungsangeboten bis hin zu einem Webinar im Januar, das sie selber organisiert. Darin geht es unter dem Motto "Friedberg macht weiter" um Ideen und Pilotprojekte gegen die Krise.

Friedberg hält im Corona-Advent zusammen

Roß, die ihr Amt dieses Jahr angetreten hat, ist gerade im Advent das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Stadt aufgefallen, von dem Bürger wie Geschäftstreibende profitieren. So seien viele Menschen, gerade Familien, den "Sternenweg" der Stadt abgegangen, andere den Schaufenster-Bilder-Weg "Anna und die Engelchen", ein Projekt Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern mit dem Kinderhaus St. Johanna. Um weihnachtliches Flair in die Innenstadt zu zaubern, habe man unter anderem mehr Bäumchen und die Musiksäule vor der Jakobskirche aufgestellt. Roß ist begeistert, dass viele Anwohner entlang des Sternenrundgangs ihre Fenster liebevoll dekoriert und die Menschen die Bäumchen geschmückt haben.

Auch der Turm von St. Jakob wurde auf Initiative von Martha und Franz Reißner von den "Bürgern für Friedberg" hin angestrahlt. Unterstützung kam von Stadtpfarrer Steffen Brühl, Thomas Knappich (Firma Klangwerk) und dem Unternehmer Alois Kolper. "Das soll ein Fingerzeig sein weit hinein ins Land, dass Friedberg auch in dieser schwierigen Zeit aktiv ist“, sagt Martha Reißner.

Währen diese Illumination funktioniert, stört viele Friedberger, dass die Sterne auf dem Sternenweg bis auf den bei der Kirche nicht leuchten. Auch das kann Roß erklären: Ziel sei es gewesen, die Sterne zu installieren - und das in nur wenigen Tagen. Sie erstrahlen zu lassen, sei mit den Lechwerken nicht so schnell machbar gewesen.

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