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Merching

02.01.2019

Merchinger gehen auf den Krippenweg

Raumfüllende Krippen erfreuen die Bewunderer mit ihrer Detailverliebtheit.
5 Bilder
Raumfüllende Krippen erfreuen die Bewunderer mit ihrer Detailverliebtheit.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Früher war der Brauch des „Krippenschauens“ weit verbreitet. Zwölf Stationen mit über 70 Krippen öffnen ihre Türen für die Besucher.

Nach fünf Jahren ist es am Samstag und Sonntag, den 5. und 6. Januar, in Merching wieder so weit: Der Merchinger Krippenweg ist wieder für alle offen.

Ältere Merchinger erinnern sich noch an das „Krippenschauen“. Bis in den Burgstall nach Kissing hatte man sich zwischen den Jahren zu Fuß aufgemacht, um dort die Krippe zu bewundern. Eine Gruppe Merchinger hatte diese Tradition mit Fahrten zu Krippenausstellungen aufrecht erhalten. Dabei war die Idee aufgekeimt, dies auch einmal in Merching zu versuchen. „Aber nach Möglichkeit auch in den eigenen Räumlichkeiten. Dort ist das Umfeld so, wie man es will“, erklärt Mitinitiator Horst Ankner das Konzept.

Mit Sabine Schrom, die seine Leidenschaft für Krippen als Kirchenmalerin und Restauratorin teilt, hat er insgesamt zwölf Stationen mit über 70 Krippen, zur Hälfte in Privathaushalten, zur Hälfte in öffentlichen Gebäuden initiiert. Es gibt keine feste Route, die man absolvieren muss. Jeder soll seinen eigenen Weg gehen - und sich auch trauen, bei den Privatleuten, die sich von 14.30 bis 18 Uhr auf Besuch freuen, zu klingeln. „Wichtig ist dabei nur, dass der

ursprüngliche Sinn, das Besinnliche nicht verloren geht“, unterstreichen Schrom und Ankner.

Liebevoll dekorierte Krippen

Mit einer Andacht am 5. Januar um 14 Uhr wird der Krippenweg beginnen. Pfarrer Xavier und Bürgermeister Martin Walch werden dazu einführende Worte finden. Dann, können sich alle auf den Weg machen: „Alle Stationen sind mit einem Kometen gekennzeichnet, wie in der echten Weihnachtsgeschichte weist er den Weg.“, erklärt Sabine Schrom. Zu sehen sind orientalische, alpenländische oder selbstgestaltete Krippen und Figuren. Sie stammen aus Merching, dem Voralpenland oder dem Bayerischen Wald - aber auch aus Südamerika. Es gibt eine Kinderkrippe zum Anfassen, kunstvoll geschnitzte Figuren und raumfüllende Krippen oder aber Kleinkrippen, die man wie große Schätze erst beim genauen Hinsehen in einer Privatwohnung entdecken wird.

Diese liebevoll gestaltete Kleinkrippe (Mitte) ist unter anderem bei Horst Ankner zu bewundern.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Ein ganz besonderer Weg in Merching

„Es gibt in Merching sehr viele schöne Krippen, die nirgendwo mehr aufgebaut worden sind. Dem wollten wir entgegen steuern“, unterstreicht Sabine Schrom. Ihre Begeisterung, die seit ihrer Kindheit für die Krippenfiguren besteht, haben die beiden auch schon an einige Merchinger weitergegeben. Horst Ankner freut sich sehr darüber: Er weiß von einem jungen Merchinger, der aufgrund des letzten Krippenweges begonnen hat, eine wunderschöne alpenländische Krippe für sich einzurichten - aber auch von einigen älteren Merchingern, die ihre „alte“ Krippe nach einigen Jahrzehnten wieder hervorgeholt haben.

Sabine Schrom und Horst Ankner freuen sich sehr, dass dieser ganz besondere Weg wieder entstehen kann: Ohne das große Engagement und die liebevolle Unterstützung von so vielen Merchingern, wäre es nicht möglich gewesen.

Selbst im Freien sind einige Krippen zu bewundern.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Der Eintritt ist frei, um eine kleine Spende für einen gemeinnützigen Zweck wird gebeten.

Das sind die Stationen: 1. Anna Kapelle, 2. Pfarrbücherei und 3. Pfarrsaal, Hauptstr. 13, 4. Familie Sofie und Klaus Spicker, Haupstr. 1,5. Familie Wenzl/Christian, Hauptstr. 9, Schaufenster, 6. Blumenwerkstatt Hauptstr. 18, 7. Familie Gabi und Johann Ankner, Hauptstr. 28, 8. Familie Berta und Manfred Schiffmann, Hauptstr. 34, 9. Familie Horst Ankner, Jahnstr. 6, 10. Familie Schrom, Jahnstr. 11, 11. Paul Grundler sen., Karwendelstr. 4 (Krippe steht im Garten, bitte nicht läuten), 12. Bäckerei Storch, Steinacher Str. 2, Schaufenster

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