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Mering

23.05.2019

Meringer Anwohner der Staatsstraße 2052 brauchen Geduld

Nicht nur die Rieder leiden unter dem zunehmenden Verkehr auf der Staatsstraße 2052. Auch in Mering würden sich die Anwohner eine Umgehung wünschen.
Bild: Nantje Bischoff (Archiv)

Die Kommune will keine einzelne Umfahrung für die Hörmannsberger Straße beantragen, hofft jedoch auf eine Lösung in Zusammenhang mit den Planungen für Ried.

Nicht nur in Ried ächzen die Menschen unter dem massiven Verkehr auf der Staatsstraße 2052, die mitten durch den Ort führt. Bereits in Mering ist diese Verkehrsverbindung massiv belastet. Rund 80 Anwohner an der Hörmannsberger Straße haben sich zusammengetan und fordern auch hier eine Umgehung. Das war Thema in der diesjährigen Bürgerversammlung und nun behandelte auch der Marktgemeinderat das Anliegen.

Wie Bürgermeister Hans-Dieter Kandler im Gremium berichtete, hat er in der Zwischenzeit Rücksprache mit dem dafür zuständigen Staatlichen Bauamt Augsburg gehalten. Im derzeitigen Ausbauplan für die bayerischen Staatsstraßen sei die von den Anwohner geforderte Nordumgehung Merings nicht enthalten.

Es gebe die Möglichkeit, eine solche Umfahrung mit einem formlosen Antrag an die Regierung von Schwaben für den Ausbauplan anzumelden. Diese leite das Vorhaben ans zuständige Ministerium weiter, wo dann entschieden wird, ob das Projekt tatsächlich aufgenommen wird. Dafür sei zumindest die Grobskizze einer möglichen Trasse nötig. Diese hatte die Verwaltung erarbeitet und der Bürgermeister legte sie in der Sitzung vor.

„Die Realisierungschancen für die nächsten Jahrzehnte sehe ich als sehr schmal an“, meinte Kandler hierzu. Ried ist mit der Umfahrung für den Hauptort und Hörmannsberg beispielsweise schon seit Jahren im Ausbauplan enthalten, allerdings nur mit der Dringlichkeitsstufe zwei eingeordnet. Die zeitliche Prognose das staatlichen Bauamtes liegt schon hier bei einem Baubeginn frühestens 2030 .

Rieder Umgehung hätte Auswirkungen auf Mering

Dabei hätte die Rieder Umgehung auch Auswirkungen auf Mering. Wie Kandler erklärte, habe er hierzu schon mit der Gemeinde Ried Kontakt aufgenommen. Demnach steht in Ried bislang noch nicht einmal die Trassenführung genau fest. Bisher wurde dort eher eine Südumfahrung favorisiert. Laut dem Meringer Bürgermeister werde aber auch geprüft, ob nicht eine Nordumfahrung sinnvoll wäre, die dann nämlich auch eine gewisse Entlastung für Mering bringen könnte. Dafür plane das staatliche Bauamt eine weitere Verkehrszählung, ein Grobkonzept und eine Machbarkeitsstudie.

CSU-Fraktionssprecher Georg Resch verwies darauf, dass es bereits 2017 eine Besprechung der CSU-Ortsverbände Mering, Kissing und Ried zur geplanten Rieder Umgehung gegeben habe. In Bezug auf die Anwohner in Mering meinte er: „Diese Straße ist schon belastet!“. Er gebe jedoch zu bedenken, dass für eine vernünftige Planung sowohl Ried als auch Kissing mit ins Boot geholt werden müssten. Daher bezweifelte Resch, dass es sinnvoll ist, wenn Mering zum jetzigen Zeitpunkt ohne entsprechende Absprachen eine Nordumfahrung beantragt. Dem schloss sich Elena Raab im Namen der SPD-Fraktion an. Entsprechend stimmte der Marktgemeinderat dafür, derzeit keine Nordumfahrung der Staatsstraße 2052 für Mering zu beantragen.

Kandler stellte jedoch in Aussicht, dass Mering sicher bereit wäre, sich bei einer größer angelegten Planung in Zusammenhang mit der Rieder Umfahrung zu beteiligen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Verkehr in Ried nimmt weiter zu

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