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Mering

06.12.2019

Meringer Heimatverein packt in der Schlossmühle ein

Küchengeräte, die kaum einer mehr kennt zeigt Anton Schlickenrieder. All diese Schätze müssen aus dem Heimatmuseum umgelagert werden.
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Küchengeräte, die kaum einer mehr kennt zeigt Anton Schlickenrieder. All diese Schätze müssen aus dem Heimatmuseum umgelagert werden.
Bild: Christian Gall

Plus Petra von Thienen fordert von Bürgermeister Hans-Dieter Kandler einen Sachstandsbericht zum Heimatmuseum ein. Joachim Pagel stellt einige Dinge richtig.

Joachim Pagel vom Meringer Heimatverein verlässt ernüchtert die Finanzausschusssitzung. Der Vorsitzende hatte gehofft, dass nun über das Angebot für den Umzug eines Teils des Heimatmuseums diskutiert wird. Stattdessen sagte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler in der Sitzung: „Es liegt kein Angebot vor, deshalb können wir wohl darüber nicht beraten.“

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Petra von Thienen (Grüne) hakte jedoch nach: „Ich hätte gerne einen Sachstandsbericht über die momentane Situation.“ Bürgermeister Kandler erklärte, dass momentan noch keine Balken zur Sicherung des Dachstuhls installiert werden konnten, weil dafür noch nicht genügend Platz vonseiten des Heimatvereins gemacht wurde.

Auch müsse noch ein Gespräch mit Christian Gumpp, Eigentümer der Immobilie, geführt werden. „Es gibt hier Forderungen, die ich so auf keinen Fall erfüllen werde“, sagte Kandler. Der Bürgermeister machte deutlich, dass den Räten auf jeden Fall im Klaren sein müsse: „Der Umzug wird teuer.“ Da stünden bis zu 1000 Euro pro Quadratmeter Ausstellungsfläche im Raum.

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Pagel kritisiert genannte Kosten als falsch

Nach der Sitzung erklärt Joachim Pagel: „Diese Zahl ist schlichtweg falsch.“ Jedenfalls wenn es um den Umzug geht. „Johannes Baur, den wir vom Heimatverein als Experten zur Rate gezogen haben, hat bei der ersten Besichtigung davon gesprochen, dass man für eine Neukonzeption eines neuen Museums bis zu 1000 Euro pro Quadratmeter Ausstellungsfläche rechnen müsse.“ Das beinhalte nicht nur das Aufstellen der Exponate, sondern die Konzeption nach neuesten museumspädagogischen Erkenntnissen und vieles mehr. Pagel macht deutlich, dass für den Umzug bislang noch keine Kosten genannt wurden. „Wir warten auf das Angebot.“

Er schildert im Gespräch mit unserer Zeitung zum wiederholten Mal, wie schwierig ein Umzug eines Museums ist. „Es muss unbedingt sicher gestellt sein, dass alle Exponate sachgerecht verpackt, inventarisiert und so untergebracht sind, dass beispielsweise auch die Besitzer von Leihgaben ihre wertvollen Stücke in guten Händen wissen“, betont er.

Vorsitzender des Heimatvereins wäre gerne zu Wort gekommen

Joachim Pagel bedauert, dass ihm in der Finanzausschusssitzung des Marktgemeinderats nicht das Wort erteilt wurde. „Ich hätte sehr wohl darüber informieren können, dass wir vom Heimatverein nicht tatenlos waren in den letzten Wochen.“ Zudem merkt er an, dass sich die Mitglieder allesamt ehrenamtlich engagieren.

Pagel lobt die Unterstützung vonseiten der Gemeinde. „Man hat uns zugesagt, dass wir auf die Mitarbeit des Bauhofs setzen können.“ Zudem habe der Vorschlag von Marktbaumeister Armin Lichtenstern, das Dach mit einer speziellen Stützkonstruktion abzusichern, dem Heimatverein ein wenig mehr Zeit verschafft. Bereits am Freitag werden einige Mitglieder des Heimatvereins mit den Umzugsarbeiten weitermachen.

Lesen Sie auch den Artikel: Mering: Darum ist der Umzug des Heimatmuseums so schwierig

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