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Mering

29.01.2021

Meringer Vodafone-Kunden leiden unter Störungen des Internets

Viele Arbeitnehmer müssen wegen Corona ins Homeoffice. Doch in Mering erschweren Internetprobleme das Arbeiten.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Plus Nutzer in Mering klagen über Ausfälle beim Internet - vor allem im Netz von Vodafone. Was das Telekommunikationsunternehmen dazu sagt.

Vater, Mutter, Kinder - im Lockdown müssen plötzlich alle von zu Hause aus arbeiten. Es ist ein Belastungstest für das Internet, der in Mering in so manchem Haushalt ziemlich negativ ausfällt. Vor allem Vodafone-Kunden berichten unserer Zeitung gegenüber von teils massiven Aussetzern. Das Unternehmen selbst kann in der Marktgemeinde jedoch keine größere Störung feststellen.

In einer Familie am Meringer Unterfeld hing seit Ende der Weihnachtsferien der Haussegen schief. Die Eltern sollten eigentlich im Homeoffice ranklotzen, die vier Kinder möglichst selbsttätig ihre Aufträge und Video-Konferenzen im Distanzunterricht absolvieren. Doch immer wieder setzte das Internet minutenlang komplett aus, die Eltern wurden aus ihren Arbeitsprogrammen geworfen, die Kinder hatten wegen Fehlens in den Videokonferenzen bereits Stress mit den Lehrern.

Massive Probleme mit Vodafone: WLAN bricht immer wieder ab

Über ähnlich frustrierende Erfahrungen berichten auch andere Vodafone-Kunden. Über Facebook erreichte uns eine Flut an Rückmeldungen. "WLAN-Verbindung bricht immer wieder ab, zurzeit ist es wieder sehr akut und wir müssen uns mehrmals täglich neu verbinden, somit kein Arbeiten am PC oder Tablet vernünftig möglich", schreibt etwa Tanja Nömer vom Adalbert-Stifter-Ring in Mering St.-Afra.

"Wir haben mit Vodafone massive Probleme. Homeoffice klappt nicht wirklich gut", berichtet Amelie Ortner vom Unterfeld. Weitere Nutzer melden ebenfalls mehrminütige Aussetzer im Internet - und das mehrmals täglich. "Ich bin im Homeoffice, kann mich mit WLAN oder LAN-Kabel verbinden. Am wenigsten funktioniert es mit dem Kabel, da ist gefühlt alle zehn Minuten die Verbindung unterbrochen und alle Systeme, wie zum Beispiel SAP, schalten ab und müssen neu gestartet werden", so die Schilderung einer weiteren entnervten Meringerin.

Keine nennenswerte Störung bei Vodafone bekannt

"Unsere Technik-Spezialisten haben sich den Bereich Mering genau angeschaut. Wir können hier aktuell keine nennenswerte/presserelevante Störung in unserem Kabelglasfasernetz erkennen", heißt es dazu von der Firma Vodafone. Das Aufkommen an Störungsmeldungen vonseiten der Kunden sei seit Anfang Dezember ebenfalls moderat, heißt es weiter. Wie Unternehmenssprecherin Heike Koring erklärt, gibt es manchmal Fälle, in denen beispielsweise ein Kabel beschädigt ist und tatsächlich Hunderte von Kunden auf einmal unter Ausfällen leiden müssen. Dies war aktuell in Meitingen der Fall, wo wegen einer defekten Kabelkupplung 700 Kunden ohne Fernsehen und teils auch ohne Internet und Festnetz waren. "Eine solche Störung können wir hier in Mering ausschließen", so Koring.

Im Einzelnen können laut Vodafone ganz verschiedene Ursachen für die von unseren Lesern beschriebenen Probleme verantwortlich sein. Im Fall von Amelie Ortner stellte Vodafone beispielsweise fest, dass sich die Qualitätseinschränkungen auf einen zurückliegenden Zeitraum beziehen. Hier wurde das Modem ausgetauscht. "Der Anschluss ist aktuell voll funktionsfähig", so die Unternehmenssprecherin. Amelie Ortner berichtet jedoch auch nach der Erneuerung des Modems noch von Internet-Problemen.

Meringer sollen sich wegen Vodafone-Problemen an Hotline wenden

Vodafone bemühe sich, die Fehler zu finden und zu beheben, sagt Heike Koring. Dafür müsse die Firma jedoch immer konkret wissen, um welche Störung bei welchem Anschluss es gehe. Deswegen bittet Vodafone die Betroffenen, ihre Internetprobleme über die 24 Stunden erreichbare Störungshotline zu melden. Das geht telefonisch unter 0800 172 1212 oder über die Internetseite des Unternehmens.

"Wir sind uns absolut bewusst, dass die Menschen in der aktuellen Situation im Homeoffice ganz besonders auf uns angewiesen sind", erklärt Sprecherin Heike Koring. Im Fall der Familie aus dem Unterfeld ist Vodafone seit der ersten Anfrage unserer Zeitung bei der Ursachenforschung auch schon ein bisschen weitergekommen. Ein Techniker war vor Ort und stellte fest, dass ein Defekt an einer Zuleitung im Erdreich die Störung verursacht. "Für die Behebung sind Tiefbauarbeiten notwendig. Sobald die Genehmigung für die entsprechenden Arbeiten vorliegt, werden diese ausgeführt ", heißt es von Vodafone. Bei weiteren Betroffenen, die sich über unsere Zeitung an Vodafone gewandt haben, hat das Telekommunikationsunternehmen ebenfalls bereits einen Technikertermin vereinbart.

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