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Städtefreundschaft

11.07.2017

Meringer sorgen für Aufsehen

Mit Begeisterung beim historischen Stadtfest in Ambérieu mit dabei waren Stefan Nerlich (Dritter von links) mit der Feuerwehrkapelle und Merings zweiter Bürgermeister Florian Mayer (ganz rechts).
Bild: Jutta Breidbach

Feuerwehrkapelle und Trachtler vertreten die Marktgemeinde bei einem historischen Stadtfestwochenende im französischen Amberieu.

28 Reiter aus dem Kavallerieregiment der Garde Républicaine, eine Fliegerstaffel, die in gekonnten Formationen die französische Flagge, die Tricolore, in den Himmel zeichnet und der Empfang „Napoleons“ am Bahnhof von Amberieu mit hunderten von historisch gekleideten Gästen.

Ein beeindruckendes Erlebnis liegt hinter den Mitgliedern der Meringer Feuerwehrkapelle, die zusammen mit einer Abordnung des Trachtenvereins Almarausch beim Stadtfest in der französischen Partnergemeinde mit dabei waren. „Das anstrengende Wochenende mit zweimal gut zehn Stunden Busfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt“, schwärmte Stefan Nerlich, Dirigent der Feuerwehrkapelle.

Nur alle 30 Jahre wird das Fest „Ambérieu en fete“ gefeiert und die beiden Vereine waren auf Einladung ihrer französischen Freunde vom Partnerverein Union Musicale mit dabei. Drei Jubiläen wurden dabei begangen. Die Wiederkehr des historischen Stadtfestes, das zuletzt 1987 gefeiert wurde und an die die Zeit Napoleons anknüpft, das 30-jährige Bestehen des Eisenbahn-Museums „Musée du Cheminot“ sowie der Geburtstag des Espace 1500, wo abends der große Festball stattfand.

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Die Meringer kennen den Raum als Veranstaltungshalle, in der sie bei ihrer Ankunft in Ambérieu traditionell immer als Gäste der Partnerschaft willkommen geheißen werden. Dies wird auch am ersten Oktoberwochenende wieder der Fall sein. Für die Musiker aus Mering war vor allem das Zusammenspiel mit anderen Musikkapellen während der beiden Umzüge, bei Standkonzerten und bei den Festakten an verschiedenen Orten in Ambérieu ein Gewinn. Ganz im Sinne des europäischen Gedankens, der auch in der Beflaggung sichtbar wurde, waren auch Gäste aus anderen Ländern, etwa aus Italien, da.

Vor allem im musikalischen Wechsel mit einer italienischen Gruppe aus Cremona in der Nähe von Mailand brachten die Feuerwehrmusiker sich und ihr Umfeld in eine super Stimmung. „Es war echt fantastisch, wie sich die beiden Kapellen überboten haben und sich stimmungsmäßig gegenseitig nach oben schaukelten“, schwärmte Florian Mayer. Als zweiter Meringer Bürgermeister repräsentierte er die Marktgemeinde und freute sich vor allen Dingen über ein Wiedersehen mit Ambérieus Stadtoberhaupt Daniel Fabre.

„Das war eine Atmosphäre, die ging echt unter die Haut“, fanden auch die Musiker der Feuerwehrkapelle. Die kleine Abordnung des Heimat- und Volkstrachtenvereins Almarausch begeisterte die Festgäste vor allem bei ihrem Auftritt auf dem Platz vor der Jules Ferry-Schule mit Goaßlschnalzern und Plattlern. Spontan spielten die Meringer Gäste auch beim Jubiläum des Eisenbahnmuseums am Sonntag Vormittag kurz vor ihrer Rückreise noch einmal auf.

Erstmals trafen die Feuerwehrmusiker mit dem neuen Vorstand der Union Musicale, Patrick Perret, zusammen. Sein Vorgänger und jetziger neuer französischer Präsident des Partnerschaftskomitees Yves Dalmais, konnte aufgrund einer Geschäftsreise nicht an den Feierlichkeiten in Ambérieu teilnehmen.

„Für mich sind diese Franzosen zu echten Freunden geworden“, resümmierte Mayer nach seinem zweiten Besuch in der französischen Partnerstadt. „Ich danke vor allem Harald und Stefan Nerlich von der Feuerwehrkapelle sowie Wolfgang Loder als Vorsitzendem des Trachtenvereins Almarausch. Ihnen und ihrer Freundschaft zur Union Musicale ist es zu verdanken, dass der Kontakt zur Partnerstadt auch über die einmal im Jahr absolvierten gegenseitigen Pflichtbesuche hinaus gepflegt wird“.

Die beiden Meringer Vereine haben die Freunde aus Ambérieu nun auch offiziell zu einem deutsch-französischen Weinfest am 21. April kommenden Jahres in der Mehrzweckhalle eingeladen.

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