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Konzert

28.10.2017

Mit seiner Klaviermusik erschafft er Bilder im Kopf

Der Pianist und Komponist Valerij Petasch aus Ulm freute sich, zum dritten Mal in Merching gastieren und drei eigene Werke als Uraufführung präsentieren zu dürfen.
Bild: Heike Scherer

Valerij Petasch überzeugt im Merchinger Pfarrsaal mit Werken von Chopin, Liszt und Eigenkompositionen

Zuerst blickt er konzentriert in die Ferne, dann berühren seine Finger die Tasten des Flügels und beginnen, schnell nach oben und unten zu laufen. Während er die ruhig beginnende Nocturne H-Dur von Frédéric Chopin spielt, schließt er immer wieder die Augen und die Zuhörer spüren, wie er sich anstrengt, um den Übergang zu schnelleren und lauteren Passagen auf dem Klavier exakt herauszuarbeiten. Valerij Petasch gastierte zum dritten Mal im Pfarrsaal von Merching und brachte anspruchsvolle, eher selten gehörten Werke von Franz Liszt und Stücke seines Lieblingskomponisten Frédéric Chopin zu Gehör. Aber vor allem seine Eigenkompositionen, von denen er drei als Uraufführung bei der Klaviersoirée vorstellte, kamen bei vielen Zuhörern sehr gut an.

Valerij Petasch lebt und arbeitet seit etwa 26 Jahren in der Nähe von Ulm. Er konzertiert rund um den Erdball und leitet seit dem Jahr 2000 die Meisterklasse Klavier an der Universität Ulm. Bereits im Alter von vier Jahren schrieb er seine ersten Stücke. „Als Konzertpianist spürte ich in der Klaviermusik keine Entwicklung mehr ab dem Jahr 1950. Da mein Repertoire sehr begrenzt war, entschied ich, obwohl mir in Moskau davon abgeraten wurde, eine neue Musik schaffen“, verriet er. Gerade wegen dieser Eigenkompositionen gewann er auch unter Jugendlichen viele Anhänger. Silvia und Jochen Hartmann waren von der frisch klingenden „Promenade in Paris“ angetan. Noch interessanter fanden sie aber das Stück „Hollywood“, das das Flair der 50er-Jahre wiedergab und an alte Filme mit Greta Garbo und Audrey Hepburn erinnerte. „Auf Schmetterlingsflügeln“ konnten die Zuhörer den spannenden Flug musikalisch miterleben oder mit den Kranichen in den Süden ziehen.

Im Urlaub auf Teneriffa hörten Bernd und Waltraud Klitzing aus Friedberg den Pianisten Valerij Petasch zum ersten Mal. Seitdem besuchen sie jedes seiner Konzerte in der näheren Umgebung. Sie lieben vor allem seine Chopin-Interpretationen, für die er eine Auszeichnung erhalten hatte, aber auch die romantischen eigenen Werke. Bei einem Konzert in einer Augsburger Schule hatten Brigitte und Dieter Lebold ihn vor zwanzig Jahren kennengelernt und reisten ebenfalls zum Konzert nach Merching. Margit Klose aus Mering gefiel das Konzert vor einem Jahr so gut, dass sie ein zweites Mal kam. Sie lobte seinen feinen Anschlag und erinnerte sich, dass sie die schöne Melodie des Impromptu cis-moll von Frédéric Chopin schon gehört hatte. Als Höhepunkt setzte Valerij Petasch die anspruchsvollen Etüden Waldesrauschen und Gnomenreigen von Franz Liszt an das Ende seines Konzertes. Das begeisterte Publikum ließ den Pianisten jedoch erst nach zwei Zugaben den Saal verlassen.

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