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Baubeginn in Friedberg

12.09.2014

Museumsdepot will nicht groß auffallen

Beim Baubeginn im Businesspark (von links) Tom Gunzl, Hans Beil, Christian Fußner, Tatjana Grimminger und Bürgermeister Roland Eichmann.
Bild: Foto: Andreas Schmidt

Bei der Stadt hofft man, dass die Sammlungen ab Januar umziehen können

Friedberg Es wird ein von außen eher unauffälliger Hallenbau werden. Gerade weil er innen Friedberger Museumsschätze beherbergen wird, ist das genau so beabsichtigt. Sogar auf die früher geplante Aufschrift „Museumsdepot“ wird verzichtet. Dies hatten Versicherungsfachleute empfohlen, um keine ungebetenen Gäste anzulocken. Im Moment gibt es aber eh noch nichts zu holen auf der Baustelle im Friedberger Businesspark.

Dort sind erste Fundamente betoniert und Recyclingmaterial ist aufgeschüttet, damit das Gebäude künftig sicher steht. Nun hängt einiges vom Wetter ab. Sollte der Winter mitspielen, hofft man beim städtischen Gebäudemanagement, dass mit dem Umzug der Museumsgüter Mitte Januar begonnen werden kann.

Aus dem bisher angemieteten Depot müssen die städtischen Sammlungen in den nächsten Monaten heraus. Damit ist für Bürgermeister Roland Eichmann das Projekt ursprünglich aus der Not heraus geboren. Doch dafür verspricht er sich künftig ein hochgradig funktionelles Depot. Gute Laune hatte der Bürgermeister bei dem nachträglichen offiziellen Baubeginn, weil die Baukosten bislang niedriger ausfallen als zuletzt geschätzt. Trotzdem ist es ein Projekt, für das über zwei Millionen Euro anfallen werden, die Grundstückskosten für etwa 6000 Quadratmeter nicht mitgerechnet. Es fließen Zuschüsse, sodass die Stadt selber etwa 1,4 Millionen Euro aufbringen muss.

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Der Neubau wird kein reiner Lagerraum. Auch Büros für das Museumsteam und den Heimatverein sind vorgesehen. Für Neuanschaffungen wird es sogar einen Quarantäneraum geben, damit es keinem Holzwurm gelingt, sich in das Museumsdepot einzuschleichen. Platz ist für weitere städtische Archivmaterialien, weil die Registratur aus allen Nähten platzt.

Mit der Planung eines Museumsdepots hat das Friedberger Architekturbüro Fußner und Kühne Neuland betreten. Für Christian Fußner war das aber in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen kein Problem. Beim Ortstermin an der Baustelle klopften sich alle Beteiligten gegenseitig auf die Schultern. Und Bürgermeister Eichmann versprach hochzufrieden zu sein, wenn die Kosten und der Zeitplan eingehalten werden.

Im kommenden Jahr werden etwa 30000 Museumsobjekte umziehen. Einiges davon muss gereinigt und fotografiert werden. Auf Kustos Hans Beil wartet viel Arbeit. (scha)

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