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Volleyball 3. Liga

27.03.2017

Nah dran, aber nicht nah genug

So knapp wie dieser Block von Michael Hurler (links) und Sebastian Münster an diesem Angriffsball, so knapp waren die Friedberger Volleyballer an einer faustdicken Überraschung gegen Gotha dran. Mit 1:3 verlor der TSV, aber jeder Satz endete nur mit zwei Punkten Differenz.
Bild: Peter Kleist

Dem TSV Friedberg fehlen gegen den neuen Spitzenreiter aus Gotha in jedem Satz am Ende nur zwei magere Pünktchen zu einer großen Überraschung

Die Herren I des TSV Friedberg haben erneut bewiesen, dass sie in eigener Halle ein ernst zu nehmender Gegner sind. Gegen den neuen Spitzenreiter VC Gotha verloren die Friedberger zwar mit 1:3, doch die Satzresultate zeigen eindrucksvoll, wie eng es zuging. Sie lauteten 27:29, 23:25, 28:26 und 23:25.

Es war von Anfang an ein intensives Match. Die Friedberger fanden trotz guter Aktionen nicht richtig in das Spiel, da sie sich zu viele Eigenfehler leisteten. Bis zum 8:8 hielt man mit, dann aber setzte sich Gotha mehr und mehr ab. Auch eine Auszeit von Spielertrainer Christian Hurler beim 8:11 half nichts, beim 13:20 schien der Satz verloren. Doch mit der Einwechslung von Außenangreifer Fabian Gumpp kam wieder frischer Wind ins Spiel. Nun klappte es im Angriff und auch mit dem Block hatten die Gäste zunehmend Schwierigkeiten. Plötzlich stand es 23:23 und das Geschehen wogte weiter hin und her. Nach abgewehrtem Satzball hatte Friedberg beim 25:24 die Chance, den Sack zuzumachen, aber das gelang nicht. Der erste Durchgang ging am Ende mit 27:29 verloren.

Friedberg wollte nun auf keinen Fall nach einem verlorenen Satz „einbrechen“ – und das gelang. Beim Stand von 10:10 warf eine Verletzung den TSV aus der Bahn. Zuspieler Michael Hurler hechtete einer verunglückten Annahme hinterher und prallte gegen den Netzpfosten. Für ihn wurde als Notlösung Spielertrainer Christian Hurler eingewechselt, der seinen Job allerdings sehr gut machte. Friedberg egalisierte beim 19:19 einen Rückstand und hätte fast auch noch das 19:24 wettgemacht. Selbst nach diesem Rückstand wurde es noch einmal spannend. Der TSV schickte Mittelblocker Sebastian Münster zum Aufschlag. Dieser sorgte mit drei sehr guten Angaben für ein Comeback seines Teams und zwang den Trainer des VC Gotha zu zwei Auszeiten beim 21:24 und 23:24. Nach dem vierten abgewehrten Satzball allerdings war Schluss, Gotha holte sich den zweiten Satz mit 25:23.

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Aber Friedberg kämpfte weiter. Fabian Gumpp, der schon in den ersten beiden Sätzen eine gute Leistung gezeigt hatte, begann dieses Mal von Anfang an und erspielte dem Team einige wichtige Punkte. Friedberg wehrte sich, zeigte einige spektakuläre Block- und Abwehrsituationen. Auch im Angriff stand man Gotha in nichts nach, besonders Diagonalangreifer Andreas Eichhorn setzte sich nun fast immer gegen den gegnerischen Block durch. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und dank kräftiger Unterstützung der Fans ein richtiger Krimi.

Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Punkten absetzen und so erspielte sich der TSV beim Stand von 24:23 den ersten Satzball. Doch das Team aus Gotha bewies, dass es nicht zu Unrecht aktuell ganz ob in der Tabelle steht und so mussten die Hausherren beim 24:26 den ersten Matchball abwehren. Aber auch Friedberg zeigte Nervenstärke und verkürzte mit dem 28:26 auf 1:2 Sätze.

Nun schöpfte das Team wieder Hoffnung und ging im vierten Satz mit 6:5 in Führung. Trotz kleiner Fehler behauptete Friedberg einen Vorsprung und beim 21:18 liebäugelte man schon mit dem Tiebreak. Doch Gotha glich zum 21:21 aus und zum vierten Mal ging es in eine äußerst spannende Endphase. In der behielten die Gäste schließlich die Oberhand und machten mit 25:23 den 3:1-Sieg perfekt.

Somit geht der TSV Friedberg zum dritten Mal in Folge ohne Punkte aus einer Partie, aber dennoch mit einer deutlichen Leistungssteigerung.

„Das Team hat heute eine starke Leistung gezeigt und kann durchaus stolz auf sich sein. Mit so einer Leistung haben wir uns selbst bewiesen, dass wir es mit jeder Mannschaft in der Liga aufnehmen können, was nach unseren letzten Spielen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist“, so das Fazit von Fabian Gumpp. (mstö)

Friedberg Benn, Eichhorn, Erhardt, Fröhlich, Gumpp, C. Hurler, M. Hurler, Münster, Oehler, Pohl, Sauerstein, Schreiber, Steffan, Wacker

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