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Mering

13.02.2020

Neubau des Meringer Rathauses noch einmal überdenken

Soll das neue Rathaus Bestandteil der Vision 2025 sein oder vielleicht doch einfach wieder am alten Standort errichtet werden? Diese Frage will die CSU zumindest mit untersucht haben.
Bild: Peter Stöbich

Plus Die Meringer melden sich mit verschiedensten Anliegen in der Bürgerversammlung zu Wort. Das treibt die Bewohner um.

Schlossmühle, Geschäftswelt und Rathaus – was den Meringern am Herzen liegt, kommt in der Bürgerversammlung zur Sprache.

Schlossmühle und Heimatmuseum Wie berichtet, musste der alte Teil der Meringer Schlossmühle bereits geräumt werden. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler berichtete nun, dass er für den neuen Teil mit dem Eigentümer Christian Gumpp einen Mietvertrag aushandeln konnte.

Dieser läuft auf zehn Jahre, und der Gemeinderat hat den Vereinbarungen bereits zugestimmt, sodass einer Unterzeichnung nichts mehr im Wege stehe. Joachim Pagel meldete sich als Vorsitzender des Heimatvereins zu Wort und erinnerte an die missliche Lage des Heimatmuseums. Dieses musste seine Räume im alten Gebäudeteil kurzfristig räumen.

Alte Dachplatten sind nur einige der vielen schwer zu bewegenden Exponate.
Bild: Heimatverein Mering

Ein Teil der Exponate befindet sich nun im Depot, der Rest sorgt für Enge in den verbliebenen Räumen. „Für das Museum kann das nur eine Übergangslösung sein. Es ist wichtig, dass neue Räume gesucht werden“, sagte er. Pagel stellte deswegen den Antrag, dass der neue Gemeinderat noch 2020 die Suche nach geeigneten Räumen aufnehmen solle.

Rathaus Anton Schlickenrieder, ebenfalls Vorsitzender im Heimatverein, hatte Fragen zum geplanten Rathaus-Neubau. Er erinnert daran, dass seinerzeit das Knittelhaus geräumt wurde, um den freien Raum am Marktplatz zu gewinnen. Er sah es kritisch, dass dieser für den Rathausneubau wieder geopfert werden solle. „Ich möchte den Gemeinderat bitten, sich Alternativen zu überlegen für diese große Baumaßnahme.“ Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, ein repräsentatives Bürgerbüro an zentraler Stelle zu schaffen und weniger frequentierte Teile der Verwaltung in andere Gebäude auszulagern.

Kandler erläuterte, dass die bisher gezeigte Skizze lediglich den ermittelten Raumbedarf aufzeige. Die genaueren Vorstellungen müsse der Gemeinderat festlegen, bevor er den Architektenwettbewerb startet.

Geschäftswelt Lothar Haupt, Vorsitzender des OMC, erinnerte an den im Gemeinderat abgesegneten Maßnahmenkatalog des damaligen Marktbeauftragten Karl Grabler. Dieser hatte sein Amt niedergelegt, weil der Gemeinderat ihm nicht die Finanzen und Entscheidungsbefugnisse zur Verfügung stellen wollte, um diese Maßnahmen auch durchzusetzen. Haupt stellte den Antrag, dass der neue Gemeinderat wieder einen Marktbeauftragten einstellen sollte, und verkündete seine Bewerbung für diese Aufgabe. Er wolle ein Koordinator sein für Handel, Handwerk und Vereine, Öffentlichkeitsarbeit leisten und Leerstände im Zentrum bekämpfen.

Transparenz Florian Krüger bat darum, die Vorlagen für Gemeinderats- und Ausschusssitzungen wieder früher im Bürgerinformationssystem zu veröffentlichen. Derzeit seien diese oft erst am Tag der Sitzung einsehbar.

Kandler erklärte, dies sei durch Gemeinderatsbeschluss so festgelegt. Der neue Gemeinderat könne jedoch einen neuen Modus festlegen.

Senioren Eine Zuhörerin erklärte, dass sie viel über die Kinderbetreuung gehört habe, doch für die Senioren werde nichts getan. Als Beispiel nannte sie die angedachten Fitness-Geräte für den Badanger. Der Bürgermeister erklärte, die Geräte seien vom Gemeinderat abgelehnt worden. Ansonsten werde jedoch viel für Senioren getan, so soll neu ein Runder Tisch ins Leben gerufen werden, für den noch Mitwirkende gesucht werden (wir berichteten).

Trägerwechsel am Hort Mit reichlich Turbulenzen verbunden ist ein Trägerwechsel im Hort und bei der verlängerten Mittagsbetreuung an der Ambérieuschule. Verärgerte Eltern meldeten sich zu Wort (ausführlicher Bericht folgt).

Lesen Sie auch zu die Zusammenfassung über die Bürgerversammlung: Kandlers letzte Bürgerversammlung: „Behalten Sie mich in guter Erinnerung“

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