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Schießen

31.08.2017

Neuer Anlauf nach sechs Jahren Pause

2004 fand letztmals ein Gauschießen in Ried statt.
Bild: Reitner

2018 soll wieder ein Gauschießen über die Bühne gehen. Warum sich die SG Ried bereit erklärt hat, dieses Großereignis zu stemmen.

Gauschießen – das war früher einer der Höhepunkte im Schützenjahr und das sicherlich nicht nur unter sportlichen Gesichtspunkten. „Früher, da haben sich die Vereine fast darum gerauft, ein Gauschießen ausrichten zu dürfen“, erinnert sich Gau-Schützenmeister Paul Kölbl.

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Doch das war eben früher, denn wenn man sich die Liste der Gauschießen anschaut, die seit 1953 ausgetragen werden, dann erkennt man schnell, dass die „2000er“ nahezu ein weißer Fleck sind. Von 2013 bis 2017 fand kein einziges statt, auch in den Jahren 2002, 2006, 2007, 2008 und 2011 fand sich kein Verein im Schützengau Friedberg, der dieses sportliche Großereignis ausrichten wollte. Zuletzt hatten die KK-Schützen Mering 2012 zu diesem Wettbewerb eingeladen – 400 Teilnehmer hatten sich zur 52. Auflage eingefunden. Zwei Jahre zuvor waren es bei den KK-Schützen Harthausen-Paar noch 497 Teilnehmer gewesen.

Nun also soll es vom 19. April bis 6. Mai 2018 zum 53. Gauschießen nach dem 2. Weltkrieg kommen – und bereit erklärt hat sich die Schützengesellschaft Ried, die dieses Traditionsereignis schon 1972, 1982 und 2004 ausgerichtet hat. Was motiviert einen Vereinsvorsitzenden und seine Mitstreiter, ein solches Großereignis in Angriff nehmen zu wollen? „Das ist recht einfach. Ich finde es einfach schade, dass es so lange kein Gauschießen mehr gegeben hat – und wir wollen nun eben den Schützen zuliebe diese Tradition wieder aufleben lassen“, meinte Josef Reitner, der 1. Schützenmeister der SG Ried. Die Rieder würden alle Voraussetzungen für ein reibungsloses Gauschießen mitbringen. „Wir haben eine stabile Vorstandschaft, ein neues Schützenheim – und wir haben den einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft und der Generalversammlung, dass wir es machen sollen“, so Reitner weiter. Schon vor zwei, drei Jahren sei der Gau an die SG Ried herangetreten, doch damals war gerade der Bau des Vereinsheims abgeschlossen und die Verwirklichung dieses Großprojekts hatte viel Kraft, Geld und Energie gekostet. Und noch einen Grund führt Reitner an, warum es die Rieder nächstes Jahr wagen wollen: „Ich danke 2019 ab, war dann 20 Jahre lang Schützenmeister – und dann habe ich meine Schuldigkeit getan in der Hoffnung, dass es dann mit dem Gauschießen weiter geht.“ Einer neuen Vorstandschaft, die ja dann ganz frisch im Amt sei, könne man eine solche Last gleich am Anfang ihrer Amtszeit kaum aufbürden, ließ Reitner verlauten.

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Der Rieder Schützenmeister hofft, dass man genügend Sponsoren findet, die für die rund 150 Festpreise aufkommen. „Das ist ein Wahnsinnsaufwand, wir sind schon am Sammeln und am Anschreiben der Geschäftsleute und Firmen und wir hoffen natürlich auf eine möglichst positive Resonanz“, sagte Reitner. Die Festpreise werden für den besten Tiefschuss (Blattl), vergeben, die Meisterpreise für die besten Schützen jeder Klasse. „Die finanzieren sich aus den Startgebühren – für uns als Veranstalter ist das ganze ein Nullsummenspiel“, erklärte Reitner.

Geschossen wird bei der Meisterschaft mit Luftgewehr und Luftpistole, auch die Auflageschützen sind dabei. Und natürlich sollen von den Schülern bis zu den Senioren alle Altersklassen mit von der Partie sein. „Ich hoffe schon, dass wir die Teilnehmerzahl von Mering erreichen, lieber wäre mir eine Resonanz wie 2010, als es fast 500 Teilnehmer waren“, meinte Reitner.

Das Finale des Gauschießens soll übrigens am 12. Mai stattfinden – ob es ein k.o.-Finale wird, also die Form des Wettbewerbs, bei der nach einer bestimmten Anzahl von Schüssen der jeweils Letztplatzierte ausscheidet, das sei noch nicht entschieden, hieß es.

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