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Sommergespräch

06.09.2015

Ohne klares Signal der Region schwinden Chancen für Osttangente

Hansjörg Durz
Bild: Foto: Markus Merk

Der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) warnt die Kommunalpolitik. In Kissing gibt es ein besonderes Problem zu beheben.

Aichach-Friedberg Osttangente nein, Osttangente ja, Osttangente ja, aber: Angesichts des vielstimmigen Chors vermisst Hansjörg Durz ein klares Signal. „Was wir aus der Region brauchen, ist eine Aussage, was sie will“, stellt der CSU-Bundestagsabgeordnete im Sommergespräch mit unserer Zeitung fest. Durz warnt darum: „Wenn wir uns nicht klar positionieren, werden wir an einem Platz landen, an dem die Realisierung in immer weitere Ferne rückt.“

Der Freistaat Bayern hat die Osttangente zwischen der Autobahn bei Derching und der Bundessstraße 17 bei Oberottmarshausen für den neuen Bundesverkehrswegeplan als vordringlichen Bedarf angemeldet. Wenn das Bundeskabinett Anfang 2016 die Aufnahme des Projekts in den Plan beschließt, sieht Durz eine reelle Chance auf Verwirklichung. „Viele andere Maßnahmen in der Region sind inzwischen abgearbeitet“, sagt er. Die Tangente biete die Möglichkeit, zwei Belastungsschwerpunkte – Friedberg und Kissing – zu entschärfen oder gar zu lösen. Nicht notwendig sei es hingegen, die gesamte Maßnahme zu verwirklichen, also auch den besonders heftig umstrittenen Abschnitt zwischen Mering und der B17 bei Oberottmarshausen zu bauen. Nach Durz’ Einschätzung genügt es, wenn diese Strecke auf dem Papier besteht und damit der „Netzzusammenhang“ dokumentiert ist.

Schwieriger ist es allerdings mit der Umgehung von Kissing. Die ist in einer Variante für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet, die bereits nördlich von Mering-St. Afra wieder auf die alte B2 einschwenkt. Und in der Regel sind die Anfangs- und Endpunkte einer Strecke in der Form bindend, wie sie im Bundesverkehrswegeplan aufgelistet sind. Genau das lehnt aber die Marktgemeinde Mering ab.

Ob sich dieser Trassenverlauf jetzt im Verfahren oder später bei einer Aufnahme in den vordringlichen Bedarf noch ändern lässt, ist laut Durz offen. Unabdingbar sei dafür aber, dass die Region mit einer Stimme spreche, dann könne man einen Versuch wagen. Auch Mering muss deswegen „mit ins Boot“, appelliert der Abgeordnete und verweist auf das Beispiel von Augsburg-Land in Sachen Bahn. Dort gibt es eine klare Beschlusslage gegen eine neue Strecke entlang der A8 und für den Ausbau der bestehenden Trasse nach Ulm.

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