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Ortsentwicklung: Mering muss anpacken, statt Pläne schmieden

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Kommentar Von Eva Weizenegger
11.10.2019

Plus An Ideen mangelt es nicht, um den Meringer Ortskern auf Vordermann zu bringen. Doch genau dabei blieb es bisher: Ideen.

Große Ideen hatten die Meringer Marktgemeinderäte in den letzten Jahren viele, wenn es um die Ortsmitte ging. Da wurden Pläne gemacht, Ringverkehrsversuche gestartet und dann? Alles verschwand in den Schubladen. Unter den Städteplanern, und davon betätigten sich in Mering schon einige, ist die Marktgemeinde als Versuchsfeld ohne große Aussicht auf Realisierung der Pläne bekannt. Wer will sich eigentlich noch ranwagen und den großen Wurf liefern?

Eine Belastung für Geschäftsleute in Mering

Dabei wäre bereits ein Konzept vorhanden, das man gemeinsam mit einem Projektausschuss im Rahmen der Städtebauförderung ausgearbeitet hatte. Doch dieses hat man leichtfertig für eine große Vision aufgegeben, die nun ebenfalls in einer Schublade lagert. Angesichts der enormen Kosten für Gemeindezentrum, Tiefgarage und Rathausneubau zogen die Räte die Reißleine und arbeiten jetzt an einer kleineren Lösung. Viel wird bis zur Wahl 2020 nicht mehr geschehen und wer weiß, was sich dann der neugewählte Gemeinderat unter einem neuen Bürgermeister ausdenkt. Für den Beobachter aus der Ferne mag das alles ganz amüsant anzusehen sein. Doch die Geschäftsleute im Ortszentrum verkraften diese zögerliche Haltung nicht mehr lange. Anpackende und mutige Kommunalpolitik mit Visionen, die auch realisiert werden, strahlt auf die gesamt Stimmung in der Marktgemeinde aus. Die ewigen Diskussionen und Bedenkenträger, die gute Ideen zerreden, helfen nicht weiter.

Gewerbetreibende schreiten in Mering selbst zur Tat

Da es im Marktgemeinderat offensichtlich nicht funktioniert, sind die Gewerbetreibenden selbst zur Tat geschritten und haben Vertreter aus dem Gremium an einen runden Tisch geholt, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Und wenn alle an einem Strang ziehen, kommt Bewegung in die Sache. Das sollten sich der neue Bürgermeister und die neuen Gemeinderäte für 2020 als Vorbild nehmen.

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