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Friedberg

01.07.2010

Ottmaring bekommt neue Friedhofsmauer

In dicken Brocken platz der Putz von der Ottmaringer Friedhofsmauer ab, die von Rissen durchzogen ist. 2011 wird sie erneuert. Foto: Thomas Goßner
Bild: Thomas Goßner

Die Friedhofsmauer in Ottmaring wird komplett erneuert. Weil die Kosten voraussichtlich bei rund 70 000 Euro liegen und heuer dafür kein Geld im Haushalt ist, müssen die Ottmaringer aber noch bis zum nächsten Jahr warten. Diesen Beschluss fasste jetzt der Werkausschuss des Stadtrats.

Die nördliche Friedhofsmauer befindet sich nach Angaben von Stadtwerke-Chef Holger Grünaug in einem schlechten Zustand. Weil das Gelände außerhalb des Friedhofs höher liegt und feuchtes Erdreich gegen die Mauer drückt, entstehen Risse, bröckelt der Putz. Im Mai hatte darum der Ausschuss die Stadtwerke beauftragt, die Kosten für verschiedene Sanierungsmöglichkeiten zu ermitteln.

Deutlich günstiger käme die Stadt weg, wenn nur an der bestehenden Mauer eine Vorsatzschale aus Kalksandstein oder Gabionen angebracht würde. Dadurch ließen sich die Kosten auf unter 30 000 Euro drücken. Auf diese Weise würde das Problem jedoch nur verdeckt, sagte Peter Feile (SPD). Die Mauer sei technisch defekt, eine Einsturzgefahr nicht auszuschließen. So dramatisch wollte es Stadtwerke-Leiter Grünaug freilich nicht sehen: Es sei keine Bewegung des Mauerwerks erkennbar, stellte er fest.

Optische Maßnahme

Marion Brülls bezeichnete die Sanierung als rein optische Maßnahme. "Es gibt wichtigere Dinge", fand sie mit Blick auf den Umbau des Schlosses. Herta Widmann ( CSU) hielt dagegen: "Es kann nicht sein, dass wir hier eine Ruine richten und dort ein neue schaffen." Allerdings erschienen auch ihr 70 000 Euro als Preis für die Mauer hoch. Laut Holger Grünaug von den Stadtwerken können die genauen Kosten erst nach der Ausschreibung genannt werden. Georg Goldstein (CSU) regte an, eine Mauer aus Fertigteilen als günstigere Alternative zu prüfen. Daneben bestünde noch die Möglichkeit, die alte Mauer abzureißen und L-Steine aus Beton zu setzen. Dadurch ginge aber die Optik mit den Nischen in der Mauer verloren. (gth)

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