Newsticker
Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA

Theater

18.01.2019

Paul muss weg

Das Team der Spielzeit Freienried probt für die Komödie „Im Himmel ist kein Zimmer frei“. Unser Bild zeigt (von links) Johann Wörl, Anita Metzger, Jürgen Hopfensitz und Petra Zaspel.
Bild: Stephan Steigenberger

Bei der „Spielzeit Freienried“ hebt sich der Vorhang für eine temporeiche Komödie

Nachdem sie sich im letzten Jahr eine Pause gegönnt hat, führt die Theatergruppe Spielzeit Freienried zum Jahresbeginn vor ihrer Fangemeinde ein neues Stück auf. „Im Himmel ist kein Zimmer frei“ heißt die temporeiche Komödie mit viel Humor und Sprachwitz und passt damit genau in die Richtung, der sich die Freienrieder Theatergruppe seit vielen Jahren verschrieben hat.

Ironie des Schicksals? Kurz nach Vollendung der Komödie „Im Himmel ist kein Zimmer frei“ im Jahr 1989 verstarb Autor Jean Stuart völlig unerwartet. Seine Witwe gab das Stück aus dem Nachlass erst knappe zwei Jahrzehnte später frei. Der langjährige Spielleiter der Freienrieder Theatergruppe, Robert Popfinger, tüftelt seit vielen Wochen an der Inszenierung. Gerade bei diesem Stück spielen neben den Akteuren auch das Bühnenbild und die Kostüme eine nicht zu unterschätzende Rolle. „Frische und Tiefe“, das ist es, was Popfinger und sein Ensemble während der Proben am letzten Stück von Stuart zu schätzen gelernt haben. Und nicht zu vergessen jede Menge Situationskomik. Schließlich geht es bei dieser Komödie nicht allein um amouröse Verwicklungen, sondern auch darum, dass Paul – dessen Akte im Himmel noch relativ dünn ist – die Welt ein bisschen besser machen soll. Das alles unter einen Hut zu bekommen sowie der geschliffenen Sprache und den Pointen des Autors gerecht zu werden, empfindet das Freienrieder Team als besonderen Reiz.

Zum Inhalt: Paul hat ein nicht unerhebliches Problem: Er ist tot. Der wohlhabende, ledige Geschäftsmann kam bei einem Autounfall ums Leben. Doch damit nicht genug – im Himmel ist wegen einer Computerpanne sein Kommen nicht verzeichnet und er wird darum kurzerhand von Petrus wieder zurück auf die Erde geschickt. Nicht ohne den wohlmeinenden Ratschlag, dort seinem Lebenslauf noch ein paar gute Taten hinzuzufügen.

In seiner Villa angekommen, muss Paul feststellen, dass er nicht allein ist: Sein Geschäftspartner, ein rechter Filou, hat sich dort mit seiner neuen Geliebten eingenistet. Unter Pauls Identität vergnügt er sich mit seiner Geliebten im Haus des Freundes, den er ja im Urlaub wähnt. Nun stört Paul im eigenen Haus und muss weg. Damit nehmen turbulente Situationen und aberwitzige Verwechslungen ihren Lauf.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren