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Handball

20.06.2017

Premiere im dritten Anlauf

Nikolai Link (links) und Marian Michalczik lauschen den Anweisungen von Bundestrainer Christian Prokop beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz. Dem Friedberger Link gelang dabei in seinem dritten Länderspiel sein erstes Tor im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft.
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Nikolai Link (links) und Marian Michalczik lauschen den Anweisungen von Bundestrainer Christian Prokop beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz. Dem Friedberger Link gelang dabei in seinem dritten Länderspiel sein erstes Tor im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft.
Bild: imago/Revierfoto

Der Friedberger Nikolai Link warf beim letzten EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft sein erstes Tor. Nun steht erst einmal etwas anderes an

Nikolai Link, der 27 Jahre alte Friedberger Handballer in Diensten des Bundesligisten HC Erlangen, hat in den letzten Tagen einiges an Flugmeilen gesammelt. Zunächst nach Porto, dann zurück nach Frankfurt wo es weiter nach Bremen ging, von dort nach Nürnberg und dann weiter in den wohlverdienten Urlaub nach Mallorca.

Dort erholt sich der 27-Jährige nun mit ein paar Kumpels für eine Woche in einer Finca von der anstrengenden Bundesliga-Saison und den aufregenden letzten Tagen mit beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Portugal und die Schweiz. Die beiden Länderspiele gegen Portugal und die Schweiz waren zwar sportlich nicht mehr von großer Bedeutung, da die Qualifikation für die EM im Januar 2018 schon geschafft war, doch für den Friedberger waren diese Tage mit der Nationalmannschaft noch eine tolle Sache. Vor allem auch deshalb, weil er in Bremen beim 29:22-Erfolg gegen die Schweiz sein erstes Länderspieltor machte – nämlich gleich den Treffer zum 1:0 für die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop. Die stolzen Eltern Stefan und Karin verfolgten das Spiel zu Hause am Fernseher.

„Auch wenn es sportlich um nicht mehr viel ging, waren es natürlich aufregende Tage“, so Link, der sich selbstverständlich auch über sein erstes Länderspieltor freute. „Ich hab’ ja 40 Minuten fast nur in der Abwehr gespielt“, meinte der Friedberger weiter. Die beiden Qualifikationsspiele hätten zwar seine Sommerpause verkürzt, doch für zwei Nominierungen nehme man das gerne in Kauf, erklärte der Rückraumspieler des HC Erlangen. Wie sieht der Friedberger denn nun seine Chancen, dass er mit zur EM fahren kann? „Wir haben eine großen Kader und ich kann jetzt sicher nicht prophezeien, ob ich dabei bin. Ich finde es schon toll, dass ich im erweiterten Blickfeld von Bundestrainer Christian Prokop bin“, erklärte er bescheiden.

Bundestrainer Prokop hatte schon vor den beiden letzten Spielen ja geäußert, dass er den Stamm im Kopf habe, dass sich aber auch Alternativen anbieten könnten. Und wer weiß, vielleicht ist ja Nikolai Link eine dieser Alternativen für das Turnier vom 12. bis 28. Januar 2018 in Kroatien. Mit wem es die deutsche Mannschaft dort zu tun bekommen wird, wird übrigens am kommenden Freitag, 23. Juni, ausgelost. Doch zunächst steht eben wie gesagt der Urlaub mit seinen Freunden auf Mallorca an. „Eigentlich wollte ich ja schon vorher mit meiner Freundin fahren, aber wenn man für Länderspiele nominiert wird, dann darf man schon absagen“, meinte Link.

Trainingstart ist am 11. Juli

Am 11. Juli beginnt für den Friedberger dann wieder die schweißtreibende Vorbereitung mit dem HC Erlangen auf die Bundesliga-Saison 2017/18. Link, der beim TSV Friedberg mit dem Handballspielen begann, kam 2012 zum HC Erlangen, nachdem er zuvor eineinhalb Jahre bei Lemgo gespielt hatte. Nun hat der 27-Jährige, der nach der Saison 2015/16 zum Spieler der Saison bei den Franken gewählt worden war, seinen Vertrag mit Erlangen bis ins Jahr 2020 hinein verlängert. Beim HC zählt der zwei Meter große Rückraumspieler zu den Stützen des Teams – in der abgelaufenen Saison kam er auf 34 Spiele und warf dabei 100 Tore. Und auch in einer anderen Statistik lag Link vorne: Mit 38 Zwei-Minuten-Strafen war er der Zeitstrafenkönig der Bundesliga. Doch daran wird der 27-Jährige nun auf Mallorca sicher nicht denken – sondern erst einmal den Urlaub genießen.

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