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Western City Dasing

09.05.2019

Premiere mit prominenten Gästen in der Western City

Resolute Frauenrollen sind Petra Laschner auf den Leib geschrieben.
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Resolute Frauenrollen sind Petra Laschner auf den Leib geschrieben.
Bild: Peter Stöbich

Plus Nach den Osterferien haben in der Western City die Proben für die neue Spielzeit begonnen. Worauf sich die Besucher der 15. Karl-May-Festspiele in Dasing freuen dürfen.

Für die 15. Karl May-Festspiele haben die Proben auf dem Gelände der ehemaligen Western-City begonnen, die vor zwei Jahren abgebrannt ist. Was erwartet die Zuschauer heuer auf der Dasinger Freilichtbühne?

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„In der Zeit vom 26. Juli bis 8. September werden wir „Old Shurehand“ mit Sven Kramer in der Titelrolle zeigen“, kündigt der Autor, Darsteller und Regisseur Peter Görlach an. Im Vorjahr hatte Kramer den durchtriebenen Senator Walker gespielt, in seiner zweiten Saison in Dasing mimt er nun den Halbbruder von Häuptling Apanatschka, den Görlach darstellt.

Ein Neuling im Team der Karl-May-Festspiele

Ihr gemeinsamer Feind ist der General Douglas, der der auf der Suche nach dem sagenhaften „Goldenen Kreuz“ vor nichts zurückschreckt. Verkörpert wird dieser Bösewicht von einem Neuling im Team, dem in Oberösterreich geborenen Profi-Schauspieler Marco Braun. Neben Produktionen wie „Soko Wismar“ oder „Das Geheimnis des Königssees“ gehörte er in der Spielzeit 2006 bis 2013 zum Ensemble der Komödie im Bayerischen Hof und war dort unter anderem in der „Feuerzangenbowle“ zu sehen.

Premiere mit prominenten Gästen in der Western City

Auch in der 15. Saison wird der 37-jährige Matthias Mühlbauer in seiner Paraderolle als Winnetou wieder der Liebling des Publikums sein. Wenn er mit dem typischen Kostüm und schwarzer Perücke zur Musik des im April verstorbenen Filmkomponisten Martin Boettcher in die Dasinger Arena reitet, werden Erinnerungen an die erfolgreiche Filmreihe der 1960-er Jahre wach, in der Pierre Brice als edler Häuptling der Apachen glänzte.

Stewart Granger war Old Shurehand

„Der Old-Shurehand-Film von 1965 mit hat aber mit dem Buch von Karl May kaum etwas zu tun“, weiß Görlach. Obwohl der Streifen mit Stewart Granger in der Titelrolle damals offiziell als Teil 1 angekündigt worden war, gab es nie eine Fortsetzung.

Nach den Osterferien haben in Dasing jetzt die Proben für die Sommerspielzeit begonnen. Während sich die Kulissenbauer um die Schauplätze wie Fort, Ranch und Zelte kümmern, werden mit den Pferden die Abläufe in der Arena trainiert, damit sie sich an die Kampfszenen und Schusswechsel gewöhnen. „Als nächstes kommen die Sprechrollen an die Reihe, danach die Komparsen und schließlich führen wir Dutzende von Darstellern und Pferden zu einem hoffentlich spannenden Theaterstück zusammen“, berichtet Görlach.

Der Wilde Western wird bei den 15. Karl-May-Festspielen in Dasing wieder lebendig.
Bild: Peter Stöbich

Für ihn und die Hauptdarsteller wird es bis Mitte September kein freies Wochenende mehr geben, sondern jeden Samstag und Sonntag sechs bis sieben Stunden Probenarbeit. Ein unverzichtbares Team-Mitglied nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen ist Petra Laschner.

Die Dasinger Spezialistin für indianische Kultur

Sie verkörpert resolute Frauenrollen und kümmert sich seit eineinhalb Jahrzehnten um die Kostüme der Indianer, Soldaten und Westleute. Ihr Wissen um die indianische Kultur kommt ihr vor allem bei den Lederarbeiten und Perlenstickereien zugute.

„Schon als junges Mädchen hatte ich nichts mit Prinzessinnen-Spielen am Hut“, erzählt sie, „sondern habe mich für die Karl May-Filme und die Originalvorlagen interessiert.“ Nach einem Ferienlager in der Western-City lernte sie das Rai-Reiten ohne Zaumzeug, wurde mit dem Karl May-Virus angesteckt und besuchte die Festspiele in Bad Segeberg und Elspe.

Die Western City war sein Lebenswerk: Fred Rai.

Bis heute ist ihre Leidenschaft ungebremst: „In den Osterferien war ich in Österreich bei einem Fantreffen mit Hella, der Frau von Pierre Brice.“ Außerdem geht Laschner gern auf Flohmärkte und Sammlerbörsen, um nach Filmplakaten, Postkarten und anderen Souvenirs zu suchen. Die Frauenrollen bei den Festspielen sind ihr von Görlach auf den Leib geschrieben. Als Ranchbesitzerin Roseanne Clanton muss sie sich mit Banditen, kampflustigen Indianern und räuberischen Soldaten herumschlagen.

Claudia Jung und Horst Janson kommen nach Dasing

Auf der Suche nach dem Gold der Komantschen wird sie zur Zielscheibe der Schurken. „Denn sie weiß um das Geheimnis des Schatzes und gerät deshalb in eine lebensbedrohliche Situation“, verrät Görlach. Er versucht als Häuptling Apanatschka, den Frieden im Indianergebiet zu bewahren, und freut sich auf prominente Gäste, die zur Premiere von „Old Shurehand“ kommen: Schlagersängerin Claudia Jung und Schauspieler Horst Janson standen selbst schon in der Dasinger Arena.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht Karl-May-Festspiele feiern Premiere von "Im Tal des Todes"

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