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Bildung

09.04.2017

Raumnot an der Schule: Alles ist wieder offen

Auf die freie Fläche neben der Turnhalle könnte ein Erweiterungsbau kommen. Vorerst war eine Containerlösung geplant gewesen.

In Adelzhausen fehlt ein Klassenzimmer. Doch der Gemeinderat vertagt die Entscheidung über einen Ersatz.

 Vieles behandelte der Gemeinderat Adelzhausen in seiner Sitzung. Es ging um die Sanierung der Heizungsanlage in der Schule, geplante Straßensanierungen und den Breitbandausbau. Nur ein Thema diskutierte das Gremium nicht: Die Container für die Grundschule. Ab dem kommenden Schuljahr wird es an der Schule eng. Die Schülerzahlen steigen und es fehlt ein Klassenzimmer. Da sich das Raumproblem in den nächsten Jahren noch steigern wird, überlegte Bürgermeister Lorenz Braun schon in der Februar-Sitzung, ob ein Anbau langfristig eine Lösung wäre.

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Auch die Turnhalle hatte der Gemeinderat  für die Übergangszeit ins Gespräch gebracht

Als Übergangslösung hatte Braun einen Container auf dem Lehrerparkplatz vorgeschlagen. Von dort aus könnte auch eine direkte Verbindung zwischen Schule und Container gebaut werden. Seine Überlegung: Wird der Mehrzweckraum als Klassenzimmer genutzt, sind alle Klassen im Haupthaus untergebracht und der Container könnte als Musik- und Versammlungsraum genutzt werden. Nachdem sich die Gemeinderäte zuerst aufgeschlossen für diese Alternative gezeigt hatten, nahmen sie davon in der März-Sitzung wieder Abstand. Mehrheitlich sprachen sie sich dafür aus, dass ein Verzeichnis aller Räume und deren Nutzung sowie ein Nutzungsplan für den Mehrzweckraum erarbeitet werden müssen. Die Ansicht des Gremiums: Mit einem eigenen Handarbeits-, Werk- und Computerraum würden schon ausreichend Ersatzzimmer zur Verfügung stehen. Auch die Turnhalle hatte der Gemeinderat als Alternative für die Übergangszeit ins Gespräch gebracht. Bei einem Ortstermin hatten nun Schulleitung und Vertreter des Gemeinderates lange diskutiert.

Raumnot an der Schule: Alles ist wieder offen

Das Ergebnis: Der Tagesordnungspunkt, in dem es in der Sitzung um Container für die Grundschule gegangen wäre, wurde verschoben. Die kurze Erklärung des Bürgermeisters: „Es werden momentan noch andere Möglichkeiten geprüft.“

In diesem Jahr stehen einige Straßensanierungen auf der Liste des Bürgermeisters. Der Buchenweg, wo der Wasserzweckverband Adelburggruppe kürzlich alle Schieber erneuert hatte, soll saniert werden. Ebenso ein Stück des Gehweges an der Aichacher Straße sowie am Siedlerweg. Auch die „Hopperer“, die von Wurzeln unter dem Geh- und Radweg bei der Sportanlage verursacht werden, will die Gemeinde beseitigen. Wie viel Geld die Gemeinde für die Sanierung in die Hand nehmen muss, konnte der Bürgermeister noch nicht sagen. Der jährliche Zuschuss in Höhe von rund 43000 Euro werde dafür draufgehen, schätzte er.

Gute Nachricht am Schluss

Die gute Nachricht hob sich Bürgermeister Braun bis zum Schluss auf: Die Gemeinde bekommt für Beratungsleistungen beim Internetausbau einen Zuschuss in Höhe von 50000 Euro. Verwenden will er es für die letzte Phase des Breitbandausbaus, in der der Hauptort Adelzhausen und Einödhöfe wie Tremmel oder Haunsried ebenfalls mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden sollen. „Wenn die Fördertöpfe es zulassen“, schränkte Braun ein. Bis zum Verteilerkasten war 2012 in der ersten Ausbauphase das Glasfaserkabel in Adelzhausen verlegt worden. Im Ortsteil Heretshausen, wo der Internetausbau inzwischen abgeschlossen ist, geht der Anschluss bis ans Haus. Als Nächstes sollen die Ortsteile Burgadelzhausen, Landmannsdorf und Michelau mit Glasfaser versorgt werden. Das angestrebte Ziel von Braun: Bis 2020 soll jedes Haus seinen Glasfaseranschluss haben.

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