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Fußball-Nachlese

13.05.2019

SV Mering: Den Klassenerhalt gibt's als Abschiedsgeschenk

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Erst wurde Trainer Gerhard Kitzler verabschiedet, dann feierte man in Mering mit dem 1:1 gegen Kaufbeuren den Klassenerhalt in der Landesliga. Unser Bild zeigt von links MSV-Präsident Georg Resch, Trainer Gerhard Kitzler und Merings Abteilungsleiter Anton Kanjo.
Bild: Michael Hochgemuth

Mering punktet und lässt es dann auf dem Volksfest krachen. Auch in Stätzling freut man sich über ein Remis. Rinnenthal und Bachern stehen nun vor Endspielen.

Gegen Ende einer Saison wird es immer irgendwo dramatisch – sei es im Rennen um Meisterschaft oder im Kampf gegen den Abstieg. Und immer wieder knallen auf der einen Seite die Korken, während auf der anderen Tränen der Enttäuschung fließen. Diesmal waren die „Korkenknaller“ in der Überzahl.

„Heilfroh“ sei er nach dem Schlusspfiff gewesen, gab Trainer Gerhard Kitzler zu, als der Klassenerhalt des SV Mering in der Landesliga Südwest endgültig in trockenen Tüchern war. Das 1:1 gegen die SpVgg Kaufbeuren reichte, nun kann der MSV am kommenden Samstag locker und gelöst zum letzten Spiel nach Geretsried fahren. „Wir haben gegen Kaufbeuren schon ein bisschen gezittert, schließlich haben wir lange gebraucht, bis wir das erlösende Tor gemacht haben“, so Kitzler. Der bestätigte seinem Team Charakterfestigkeit zur rechten Zeit. „Ich hatte vor längerem meinen Spielern mal gesagt, wenn wir in die Relegation müssten, dann hätten wir die Hosen voll – das muss ich zurücknehmen“, meinte er. Mit dem Klassenerhalt habe ihm die Mannschaft zum Abschied noch ein schönes Geschenk gemacht, so Kitzler, der vor dem Anpfiff von MSV-Präsident Georg Resch und Abteilungsleiter Anton Kanjo mit Blumen, einem Schal und einem Geschenkkorb verabschiedet wurde. Nach dem Spiel ging’s auf das Meringer Volksfest – und „da hat’s dann auch etwas länger gedauert“, räumte der scheidende Trainer ein.

Spieler machen Kabinenparty

Gefeiert wurde auch eine Klasse tiefer beim FC Stätzling in der Bezirksliga Süd. Auch dem FCS reichte ein Punkt – das 1:1 in Babenhausen – zum Verbleib in der Liga. „Mission erfüllt – und ich bin zufrieden und glücklich“, sagte Stätzlings Interimstrainer Helmut Leihe, dessen Truppe trotz ungünstiger Voraussetzungen wieder Charakterstärke bewiesen. „Es war ein offener Schlagabtausch und letztlich ein gerechtes Unentschieden“, erklärte Leihe. Nach der Rückkehr stieg in der Kabine in Stätzling eine spontane Nichtabstiegsfeier – ohne den Coach. „Da hab ich die Jungs allein gelassen, ich bin eher der stille Genießer“, räumte Leihe ein. Die offizielle Abschlussfeier kommt noch – nach dem letzten Spiel am nächsten Samstag.

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Dann möchte auch der BC Rinnenthal feiern – nämlich das Erreichen des zweiten Platzes in der Kreisliga Ost und die damit verbundene Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga, in der es in der ersten Runde zunächst entweder gegen den FC Mertingen oder den TSV Wertingen gehen würde. Der BCR gewann das erste „Endspiel“ beim SC Griesbeckerzell verdient mit 2:0 und könnte nun mit einem Sieg am Samstag zu Hause gegen den TSV Burgheim die Saison vorerst krönen. „Ich hätte nicht geglaubt, dass wir das noch packen, diese Entwicklung hat mich auch überrascht - das hatte uns wirklich niemand mehr zugetraut“, so BCR-Co-Trainer Marco Surauer. Mann des Tages beim Sieg in „Zell“ war der zweifache Torschütze Elias Bradl.

Etwas Schützenhilfe hatten die Rinnenthaler vom TSV Friedberg erhalten, der in Burgheim 1:1 spielte. „Wir waren am Samstagabend mit der Mannschaft beim Essen und dann durfte mit meiner Erlaubnis auch noch gefeiert werden – aber das Team hat sich nicht hängen lassen“, meinte TSV-Meister-Trainer Ali Dabestani. Seine Mannschaft sei beim „Platz-Zwei-Anwärter“ sehr stark aufgetreten, habe sehr gut gespielt und hätte angesichts der zahlreichen Chancen eigentlich sogar gewinnen müssen. „Wir haben viele Konter ungenutzt gelassen“, so Dabestani. Auch in Friedberg steigt die offizielle Abschlussfeier am kommenden Samstag nach dem Spiel gegen Pöttmes.

Bachern ist wieder ganz vorne

Am schönsten sind kleine Feiern, wenn sie spontan und unverhofft kommen – so dürfte bei den Sport-Freunden Bachern so manches Kaltgetränk geflossen sein, als man die Nachricht vom 1:1 der TSG Hochzoll gegen die TSG Augsburg erhielt. Damit übernahmen die Bacherner nach ihrem 6:1 gegen Mering II wieder die Tabellenspitze. Dabei hatte Trainer Michael Guggumos beim Spiel Wagenofen gegen Sinning schon einen möglichen Relegationsgegner beobachtet. „Jetzt wollen wir uns das nicht mehr nehmen lassen und müssen och zwei Wochen voll konzentriert arbeiten“, forderte der Trainer.

Einige Teams müssen noch bangen

Andere Sorgen haben in den beiden Kreisklassen eine ganze Reihe von Landkreisteams – sie kämpfen gegen den Abstieg. In der Aichacher Gruppe machte dabei der SV Ried einen großen Schritt in Richtung rettendes Ufer. Mit 2:1 siegte die Elf von Trainer Dominik Koch in Klingen, kletterte damit auf einen Nichtabstiegsplatz und verurteilte die Wanderfreunde zum Abstiegs. In der Augsburger Gruppe punkteten alle gefährdeten Teams: Stätzling II (1:1 bei Türk JKV) und Ottmaring (2:2 bei Trenk) spielten remis, Kissing II feierte beim 2:1 gegen Öz Akdeniz einen überlebenswichtigen Sieg, ist aber nach wie vor Schlusslicht. Ottmaring steht am Mittwoch vor dem Nachholspiel gegen Mesopotamien und bräuchte dort unbedingt einen Sieg.

Was war sonst noch geboten? Der Kissinger SC schaffte im letzten Heimspiel der Saison einen 2:1-Sieg gegen Sonthofen II, der Abstieg aus der Bezirksliga Süd aber stand schon vorher – genauer seit dem 1:6 im Nachholspiel gegen Neugablonz – fest. Nur etwas mehr als 40 Zuschauer verfolgten dabei den letzten Auftritt des scheidenden Trainers David Bulik.

In der Kreisklasse Aichach bleibt Meister Dasing (1:1 gegen Kühbach) weiter ungeschlagen und Wulfertshausen tat die 1:5-Niederlage in Aresing nicht mehr weh.

Ein Aufsteiger steht auch schon fest

Auf Erfolgskurs in der A-Klasse Ost steuern die Sportfreunde Friedberg, die gegen den BC Rinnenthal II mit 5:1 gewannen. In der B-Klasse Aichach hat der SV Wulfertshausen II mit 3:0 bei den SF Friedberg II gewonnen. Laut dem Sportlichen Leiter Daniel Lechner, der sich auch bei Spielgruppenleiter Günther Behr erkundigt hat, gibt es in der B-Klasse Aichach nur zwei Direktaufsteiger. Der SVW II steht zwar auf dem zweiten Platz, ob er aber in die A-Klasse aufsteigt, ist noch nicht sicher. In der B-Klasse Mitte hat der diesmal spielfreie TSV Merching II noch die Chance, nach oben zu klettern.

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