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Bahn

23.05.2019

"Schlammloch" bremst die Bahn zwischen Augsburg und Ingolstadt aus

Zwischen Friedberg und Dasing gilt für Züge ein Tempolimit. Dadurch kommt es zu Verspätungen auf der Strecke von Augsburg nach Ingolstadt.

Auf der Strecke Augsburg - Ingolstadt kommen Züge zu spät oder fallen aus. Ursache ist ein Tempolimit zwischen Friedberg und Dasing. Wie kam es dazu?

Zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten und Zugausfällen kommt es momentan auf der Strecke von Augsburg Richtung Ingolstadt. Grund ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen Friedberg und Dasing. Nach Auskunft der Bayerischen Regiobahn, welche die Paartalbahn betreibt, versuche man zu erreichen, dass die Pendlerzüge und die stündliche Verbindung Augsburg-Ingolstadt von den Störungen nicht betroffen sind.

Der Zug Augsburg-Ingolstadt fährt alle 60 Minuten

Auf der Strecke fahren teils viertelstündlich Bahnen von Augsburg nach Friedberg und halbstündlich nach Aichach. Der BRB zufolge müssen die Züge zwischen Friedberg und Dasing auf 900 Metern langsamer fahren; Ursache seien kaputte Schienen, die ausgetauscht werden müssen. Die Zugführer versuchen den Zeitverlust auszugleichen, indem sie auf dem Rest der Strecke aufs Tempo drücken.

Man arbeite hier eng mit dem Partner DB Netz zusammen. Wann die Schienen ausgetauscht werden, weiß aber auch die BRB nicht genau – das ist Sache der DB Netz bzw. Deutschen Bahn, welcher die Strecke gehört. Am Donnerstag war bei der DB für unsere Redaktion niemand zu erreichen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn ist „sehr verärgert“. Seit Montag gelte die Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Stundenkilometern an einer Stelle, an der Züge normalerweise mit 120 km/h fahren. Ursache sei dem Vernehmen nach ein „Schlammloch“ an den Schienen, hervorgerufen durch die Regenfälle der vergangenen Tage.

Pro Bahn kritisiert fehlende Investitionen in die Strecke der Paartalbahn

Pro-Bahn-Sprecher Winfried Karg meint: „So gut wieder jeder Zug hat mindestens fünf Minuten Verspätung, sehr viele kommen mit 15 bis 20 Minuten Verspätung in Ingolstadt oder Augsburg an. Dann sind die Anschlusszüge weg, was für Reisende mit entfernteren Zielen häufig eine Verspätung von einer Stunde am Zielbahnhof bedeutet.“ Für viele Pendler, die ‚nur’ die Paartalbahn benutzen, bedeute das Malheur eine Verdoppelung ihrer Fahrzeit. Daher fordert der Fahrgastverband, Busse einzusetzen, die von Schrobenhausen aus so starten, dass die Anschlüsse in Ingolstadt erreicht werden.

Karg sieht ein Infrastrukturproblem als Ursache. Die Deutsche Bahn, der die Trasse gehört und die im Besitz der Bundesrepublik ist, habe „sehr wenig bis nichts“ investiert. Stattdessen habe der Staat die parallel verlaufende B300 für viel Geld ausgebaut.

Fahrgäste können sich im DB-Navigator oder auf der Website der BRB aktuell informieren.

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