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Kultur

25.10.2017

Schlosssanierung auf der Zielgeraden

Die kahl werdenden Bäume geben einen Blick auf das Friedberger Schloss frei, dessen Sanierung sich nun dem Ende zuneigt.
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Die kahl werdenden Bäume geben einen Blick auf das Friedberger Schloss frei, dessen Sanierung sich nun dem Ende zuneigt.
Bild: Thomas Goßner

Wenn alles nach Plan verläuft, findet die Einweihung im Juli 2018 statt. Die Kulturabteilung arbeitet bereits am Programm. Was jetzt noch zu tun ist.

In einem guten halben Jahr ist es soweit: Mit einem großen Festwochenende wird voraussichtlich im Juli 2018 das Friedberger Schloss eingeweiht. Frank Büschel, der Leiter der städtischen Kulturabteilung, stellte dazu erste Überlegungen im Schlossausschuss des Stadtrats vor.

Einweihung Nach dem bisherigen Bauzeitenplan kann das Schloss am 6. Juli seiner Bestimmung übergeben werden. Einen Unsicherheitsfaktor stellt noch die Brücke dar, deren Neupflasterung als letzte Maßnahme vorgesehen ist. Verzögert sie sich witterungsbedingt, kommt auch der Termin ins Wanken. Grundsätzlich ist aber neben einen Festakt für geladene Gäste ein Tag der offenen Tür für die Friedberger fest vorgesehen. Auch der Sommerempfang 2018 soll im Schloss stattfinden; die Stadt will dazu Personen einladen, die sich um das Schloss besonders verdient gemacht haben. An den folgenden Wochenenden könnten Veranstaltungen mit regionalen und überregionalen Künstlern über die Bühne gehen. Die Stadt wünscht sich hierzu Vorschläge aus der Bürgerschaft. Anfang 2018 beginnt der Ausbaus des Museums im Südflügel, dessen Eröffnung dann für das Jahresende geplant ist.

Nutzung Der Ausschuss beschloss eine vorläufige Gebührenordnung, die zwischen privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Jubiläen und kulturellen Angeboten unterscheidet. Um auch dem Anspruch als Bürgerschloss gerecht zu werden, gibt es einen Sondertarif für Veranstalter aus Friedberg, die einen besonderen sozialen oder bürgerschaftlichen Zweck verfolgen. Sie erhalten eine Ermäßigung von 75 Prozent auf den Gebührensatz privat. Grundsätzlich sollen nur Veranstaltungen zugelassen werden, die zum Stil des denkmalgeschützten Schlosses passen. Mit dieser bewusst offen gehaltenen Formulierung will sich die Stadt die Möglichkeit sichern, unerwünschte Interessenten ablehnen zu können.

Namensgebung Der Ausschuss legte für die Räume im Schloss folgende Bezeichnungen fest: Unverändert bleiben Schlosshof, Schlossturm, Rittersaal und Remise. Die beiden Stuckräume im ersten Stock des Westflügels werden nach Herzogin Christina und Herzog Ludwig benannt, der Verbindungsgang heißt Fürstengalerie. Der Veranstaltungssaal im Obergeschoss des Nordflügels trägt den Namen Großer Saal.

Stühle Im dritten Anlauf fiel jetzt die Entscheidung: Die Stadt möchte dieselben Stühle beschaffen, die auch für die Rothenberghalle gekauft wurden. Erwartungsgemäß fand das vom Architekten vorgeschlagene Modell 40/4 des US-Designers David Rowland keine Mehrheit, weil es nach Ansicht der meisten Stadträte zu schmal und mit 350 Euro auch zu teuer ist. Die Stadt hofft, das ausgewählte Modell Fox zum selben Preis von rund 70 Euro brutto zu bekommen, den auch der Landkreis bei der Rothenberghalle ausgehandelt hat.

Schlossmanagerin Die Stelle der Schlossmanagerin ist vergeben. Sonja Weinfurtner nimmt die Arbeit am 15. November auf. Bei der Stadt Friedberg war die 44-jährige Diplom-Betriebswirtin und Sportmanagerin bereits als Mitglied im Organisationsteam der BR-Radltour bekannt. Sie arbeitete außerdem als Redakteurin bei „Heute im Stadion“ und beim ARD-Mittagsmagazin.

Kosten Im Juli hat der Stadtrat das Budget für die Schlosssanierung um 400000 auf 20,98 Millionen Euro erhöht. Dieser Kostenrahmen wird nun voraussichtlich voll ausgeschöpft, berichteten die Projektsteurer der Firma Drees & Sommer im Schlossausschuss. Ursache sind unvorhergesehene Massenmehrungen bei der Zimmerer-, Baumeister- und Putzarbeiten, die der historischen Substanz geschuldet seien. Weitere Mehrkosten sind nicht zu erwarten, da bereits die Schlussrechnungen für diese Gewerbe geprüft werden.

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