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Erfolgsgeschichte

22.06.2009

Service mit System

Frederike Dyba hat im Restaurant eines Möbelhauses gelernt. Mit ist sie jetzt in einer Führungsposition.
Bild: Ulrich Wagner

Frederike Dyba hat im Restaurant eines Möbelhauses gelernt. Mit ist sie jetzt in einer Führungsposition. Von Nadine Pflaum

Von Nadine Pflaum

Friedberg - Ausbildungen, die Zukunft haben und Chancen eröffnen, sind in der Region zahlreich zu finden. Doch sie gehören meist nicht zu den Top Ten bei der Wahl der Jugendlichen. Im Rahmen unserer Lehrstellen-Offensive stellen wir eine kleine Auswahl gerade dieser Berufe vor, die immer Konjunktur haben. Wir starten mit Frederike Dyba, die Fachfrau für Systemgastronomie lernte.

Frederike Dyba richtet eingelegte Artischocken und Tomaten auf einem Antipasti-Teller an. Alles muss perfekt aussehen. Das Auge isst schließlich mit. Die 21-Jährige arbeitet im Restaurant des Friedberger Einrichtungshauses Segmüller. Dort trat sie 2006 nach ihrem Fachabitur ihre Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie an, die auf zwei Jahre verkürzt wurde. "Nun bin ich seit 2008 stellvertretende Serviceleiterin", erzählt Frederike Dyba - auf ihrem Namensschild steht "Nachwuchsführungskraft". Sie ist mit für das Panorama-Restaurant mit 500 Sitzplätzen zuständig - in Hochzeiten gehen dort bis zu 600 Essen in der Stunde heraus.

"Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem das Koordinieren der Dienstpläne, das Bestellen von Waren und das Anrichten der Speisen", erklärt die junge Frau, die aus dem Friedberger Ortsteil Ottmaring stammt. Die Vielseitigkeit gefällt ihr besonders an ihrem Job, betont sie. Doch gelten in der Systemgastronomie andere Regeln als in einem normalen Restaurant. "Die Speisen müssen genau gleich aussehen und angerichtet sein", sagt Restaurantleiter Holm Schwarzer. Egal, ob in Friedberg oder an einem der anderen Standorte des Möbelhauses.

Service mit System

Zudem stehen die Segmüller-Restaurants in Konkurrenz zueinander. "Frederike muss also unternehmerisch planen und handeln", ergänzt Schwarzer. Doch gerade das gehört zu den Herausforderungen, die sie an ihrem Job so schätzt.

Für Frederike Dyba hat die Systemgastronomie einen weiteren großen Vorteil: Sie hat - anders als viele ihrer Kollegen in der Gastronomie - geregelte Arbeitszeiten und sonntags immer frei. "Mein Traumjob", sagt die Friedbergerin.

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