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Wirtschaft in Friedberg

10.09.2018

Sie leben den Arbeitstrend der Zukunft

Sie sind die Macher von fly-tech: Christian Köhler, Leiter IT-Beratung, Benjamin Dill, technischer Leiter, Tobias Wirth, Gründer und Geschäftsführer, und Ingo Scherbel, Leiter Zahlungssysteme.
Bild: Sabine Roth

Der Digitaldienstleister fly-tech hat feste Schreibtische abgeschafft und setzt auf flexible Abläufe. Davon profitieren Beschäftigte und das Unternehmen.

Es gibt keine Stempeluhr und keine festen Arbeitsplätze. Die Bürolandschaft besteht aus unterschiedlichen Zonen: Ruhebereiche zum konzentrierten Arbeiten, kommunikative Zonen, Räume für vertrauliche Gespräche und eine Lounge zum Abschalten. Wer ins Büro kommt, holt sich erst einmal seinen PC und alle Utensilien, die er zum Arbeiten braucht, aus seinem eigenen abschließbaren Schrankfach. Dann macht man sich auf die Suche nach einem passenden Arbeitsplatz für diesen Tag. Alternativ können sich die Mitarbeiter auch von zu Hause aus in die virtuelle Arbeitsumgebung einloggen. Diese flexible Art zu arbeiten nennt sich „New Work“. fly-tech setzt dies begeistert um. Aber nicht nur das. Eine gesunde Work-Life-Balance wird dabei ebenfalls großgeschrieben. Dass „Wohlfühlen“ ein wichtiger Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist, hat Geschäftsführer Tobias Wirth verstanden.

Denn während seines Sommerurlaubs lief bei fly-tech alles wie am Schnürchen. Das zeigt dem 35-Jährigen, dass er mit seinem Mut zur Innovation alles richtig gemacht hat. Auch seine eigene Karriere ist mutig. Bereits im Alter von 17 Jahren gründete er seine eigene Firma. Damals reparierte er noch selbst die Computer seiner Kunden. „Sehr bald habe ich meine eigene PC-Werkstatt mit Ladengeschäft in Mering gemietet. Von Anfang an waren unsere Lösungen ganz individuell. Wichtig war, dass die Qualität stimmt und das System für den Kunden einfach nutzbar ist“, so Wirth. „Heute arbeiten wir noch immer nach den gleichen Grundsätzen. Nur eben digital.“

Vorbild für die Arbeitsabläufe waren Konzerne wie Microsoft

Inzwischen arbeiten rund 35 Mitarbeiter bei dem innovativen Digitaldienstleister, Tendenz steigend. „Als unsere Räume in Mering zu klein wurden, haben wir uns überlegt, wie wir zukünftig arbeiten wollen und begonnen, nach einem Standort zu suchen, an dem wir unsere Vision von ,New Work’ nach dem Vorbild von Global Playern wie Microsoft umsetzen können“, erzählt Wirth. Fündig wurde er im Gebäude „WB58“ im Friedberg Park an der A8. Dort ist auch die Firma Mobiheat zu finden. Für das Team eine neue Herausforderung: „,New Work’ im Mittelstand umzusetzen, ist nicht ohne. Aber wir zeigen, dass es funktioniert. Dabei bringen wir die drei Bereiche Raum, Mensch und Digital in Einklang. Um nachhaltige Veränderungen anzustoßen, betrachten wir heute – auch bei Unternehmen, die wir beraten – nicht nur die IT, sondern optimieren ganzheitlich ihre gesamte Arbeitswelt“, erklärt Wirth. „Und dazu zählen neben einer innovativen IT-Architektur auch andere Faktoren wie die Gestaltung von Räumen und die Qualifizierung der Teams. So möchten wir Menschen befähigen, einfach digital zu arbeiten.“ Bisher habe er nur positive Erfahrungen damit gemacht.

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Auch im eigenen Team. So fühlt sich Niels-Stefan Poge, der seit kurzem im Vertriebsinnendienst arbeitet, rundum wohl: „Wir arbeiten zusammen. Toll ist die Eigenverantwortlichkeit, die man hier bekommt.“ Auch für den IT-Administrator Endrit Shkodra ist die neue Arbeitswelt ein Gewinn: „Wenn man den Arbeitsplatz wechselt, eröffnet das immer wieder neue Kommunikationswege mit meinen Kollegen.“ Ausbilderin Carina Fendt ist seit acht Jahren bei fly-tech und kennt den Unterschied zu früher: „Ich finde es toll im neuen Büro, kann bei Bedarf aber auch von Zuhause aus arbeiten. Alle Schreibtische sind höhenverstellbar und ich kann abwechselnd sitzen und stehen. Das tut dem Rücken gut.“

Digitalisierung zur Chefsache machen

Auch für den Familienvater Matthias Trampler hat sich bei fly-tech ein Traum erfüllt, denn hier bekommt er das Vertrauen entgegengebracht, seine Arbeitszeit flexibel gestalten zu dürfen. So kann er seine anspruchsvolle Tätigkeit in der IT-Beratung bestens mit der Familie vereinbaren. Wer mal Ruhe braucht und abschalten will, geht in den Snoezel-Raum und setzt sich in einen der bequemen Sessel.

Für größere Veranstaltungen wurde im Erdgeschoss des Derchinger Firmengebäudes ein moderner Konferenzraum mit der neuesten Technik eingerichtet. Er wird auch vermietet, bis zu 50 Leute haben Platz. Künftig soll er für Weiterbildungsformate im Bereich „New Work“ und digitales Arbeiten genutzt werden und – wie die Büroräume – als Best-Practice-Beispiel dienen. Immer wieder macht Wirth die Erfahrung, dass es wichtig sei, das Thema Digitalisierung zur Chefsache zu machen: „Man muss das strategisch angehen und dann einfach probieren und daraus lernen. Am besten mit viel Pragmatismus.“ Ihm ist es gelungen, sein Team vom digitalen Arbeiten zu begeistern und diese Erfahrung gibt er gerne weiter.

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