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Mering

21.09.2020

So geht es nach dem Corona-Fall an Merings Amberiéu-Schule weiter

An der Meringer Grundschule an der Amberiéustraße wurde am Freitag ein Kind positiv auf Corona getestet.
Bild: Christian Gall (Archivfoto)

Plus In Mering müssen eine Schulklasse und eine Lehrkraft wegen Corona in Quarantäne. Gesundheitsamtsleiter Friedrich Pürner warnt vor "medialer Hexenjagd".

An der Grundschule Ambérieustraße in Mering wurde ein Kind einer vierten Klasse positiv auf das Coronavirus getestet. Dies teilt das Landratsamt mit. Die ganze Klasse mit 20 Schülern ist bis auf Weiteres in Quarantäne. Auch für eine Lehrkraft der Klasse hat das Gesundheitsamt in Aichach Kontaktpersonen-Quarantäne angeordnet. Das Kind besucht zudem einen Kinderhort in Mering, hier sind zwei Kinder als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Auch in einem Meringer Hort müssen Kinder in Quarantäne

Am Freitagmittag wurde dem Gesundheitsamt das positive Testergebnis gemeldet. „Wir haben sofort die Kinder dieser Klasse und deren Eltern verständigt“, informiert Susanne Geiger, Rektorin der Ambérieu-Grundschule. Alle wurden ihren Eltern übergeben, sodass niemand mehr den Schulbus benutzt oder den Kinderhort besucht hat. „Uns war das wichtig, dass wir sofort das Gespräch mit den Kindern gesucht haben, um zu beruhigen und keine Ängste aufkommen zu lassen“, so die Rektorin.

Die erste Testung der Kontaktpersonen fand bereits am Samstagvormittag statt, die zweite folgt voraussichtlich am Dienstag.

Am Montagabend gab es für die Eltern der Kinder aus der betroffenen Klasse einen Elternabend von Schule und Gesundheitsamt, um über über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zu informieren. Gesundheitsamtsleiter Dr. Friedrich Pürner erläutert: „Ich will hier bewusst kein mediales zweites Garmisch.“ Er lehne jede Form der „Hexenjagd“ ab. „Hier gibt es keine Schuldzuweisungen“, so Pürner weiter, „vielmehr geht es darum, alle Betroffenen zu informieren und ihnen Ängste zu nehmen.“ Deshalb seien Auskünfte darüber, ob es sich um einen Reiserückkehrer handelt nicht zielführend. Die betroffene Klasse startete am Montag mit einer gemeinsamen Videokonferenz in die Schulwoche. „Solange die Quarantäne besteht, werden die Kinder im sogenannten Distanzunterricht betreut und lernen zuhause über das neu eingerichtete Unterrichtsportal“, schildert Geiger.

Corona an Meringer Schule: Ansteckungsgefahr halte sich in Grenzen

Bürgermeister Florian Mayer behält nach diesem ersten Fall an einer Meringer Grundschule die Nerven: "Damit werden wir in nächster Zeit sicher noch öfter konfrontiert." Er lobt die gute Zusammenarbeit mit Schule und Gesundheitsamt Aichach-Friedberg.

Friedrich Pürner erläutert, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sich „in Grenzen“ halte. „Nicht jeder, der Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte, ist sofort ansteckend“, beruhigt er.

So brachte an der Grundschule in Aindling die erste Testung ausschließlich negative Ergebnisse. Schüler und Lehrkraft sind dort aber weiterhin in Quarantäne.

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