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Geschichte

10.07.2019

So präsentiert Aichach die Landesausstellung

Mit einer Stadtmauer-Silhouette an der Fahrzeughalle und einer Verkleidung des Schlauchturmes soll das Aichacher Feuerwehrhaus für die Landesausstellung im nächsten Jahr optisch aufgewertet worden. Drinnen erwarten die Besucher multimediale Inszenierungen zur Geschichte und Zukunft der Stadt.
Bild: Gruppe Gut Gestaltung Bozen

Im alten Feuerwehrhaus sollen Besucher frühere Zeiten in multimedialen Inszenierungen erleben. Die Eröffnungsveranstaltung findet aber in Friedberg statt.

Das Wittelsbacher Schloss in Friedberg und das alte Feuerwehrhaus in Aichach – unterschiedlicher könnten die Veranstaltungsorte für die Bayerische Landesausstellung 2020 nicht sein. Während das Schloss den passenden historischen Rahmen abgibt, wird das Aichacher „Feuerhaus“, wie es das Haus der Bayerischen Geschichte nennt, wird Schauplatz multimedialer Inszenierungen. Dafür wird das Gebäude an der Martinstraße innen und außen nun vorbereitet. Im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats ging es nun um den dafür nötigen Bauantrag.

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?

Dort werden virtuelle Elemente, Modelle, sogenannten „Hands-on-Stationen“, also interaktiven Mitmach-Stationen, und Filmeinspielungen präsentiert. Sie sollen das Entstehen der bayerischen Städtelandschaft und die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung Bayerns auf eine ganz andere Art und Weise vermitteln. Im „Feuerhaus“ wird es außerdem nicht nur um die Vergangenheit gehen, sondern auch um Zukunftsvisionen für die Stadt im Jahre 2050 oder 2100.

Das alte Feuerwehrhaus an der Martinstraße wird bei der Landesausstellung eine große Rolle spielen. (Archivfoto)
Bild: Regine Kahl

Was nun baulich im Einzelnen geplant ist, stellte Helmut Baumann, stellvertretender Leiter des Bauamts, vor. Der Ausstellungsort wird schon von außen als solcher erkennbar sein: Vor das Gebäude soll nach den derzeitigen Planungen die Silhouette einer alten Stadtmauer gesetzt werden. Der weithin sichtbare Schlauchtrockenturm soll so verkleidet werden, dass optisch ein Doppelturm entsteht. Statisch und finanziell muss das laut Baumann noch näher untersucht werden.

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Was in Aichach gemacht werden muss

Als Ausstellungsraum dient die ehemalige Fahrzeughalle, die eine neue Fluchttüre bekommt. Lampen, Einbauten und Leitungen werden demontiert oder abgedeckt. Der schräge Boden mit Ablaufrinne wird mit Grobspanplatten (OSB-Platten) auf einer Holzunterkonstruktion abgedeckt, um Unebenheiten auszugleichen. Den Bodenbelag, die Inneneinrichtung sowie die Lüftungs- und Klimatechnik stellt das Haus der Bayerischen Geschichte.

Wo sich der Geräteraum und die Werkstatt der Feuerwehr befanden, entsteht der Eingangsbereich mit Kassenraum und Garderobe, der Wach- und der Unterrichtsraum werden zu Büros, der ehemalige Windfang zwischen Kommandantenraum und Werkstatt zum Ausgang. Rollstuhlgerechte Rampen an Ein- und Ausgangstüren sorgen für Barrierefreiheit. Für Toiletten wird auf dem rückwärtigen Gelände mit WC-Mietcontainern gesorgt. Die 21 notwendigen Parkplätze finden auf dem Gelände Platz, zusätzlich befindet sich gleich neben der Grüne Parkplatz, so Baumann. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen werden auf etwa 200000 Euro geschätzt, so Baumann. Dazu kommen noch die Kosten für die Stadtmauer-Silhouette und die Turmverkleidung.

Eröffnung in der Max-Kreitmayr-Halle in Friedberg

Inzwischen steht auch fest, an welchem Ort die Landesausstellung im nächsten Jahr eröffnet wird: Die Feier findet am Dienstag, 28. April, in der Max-Kreitmayr-Halle in Friedberg statt. Auch die Kreisstadt Aichach wird in die Eröffnungsfeierlichkeiten mit einbezogen und per Shuttle mit Friedberg verbunden sein.

In Friedberg ist das Wittelsbacher Schloss Originalschauplatz für die Landesausstellung
Bild: Peter Stöbich (Archiv)

Landrat Klaus Metzger und die Bürgermeister Klaus Habermann (Aichach) und Roland Eichmann (Friedberg) betonen in diesem Zusammenhang, dass die Städte auch verkehrstechnisch bestens miteinander vernetzt sind – nicht nur mit dem Auto, sondern auch per Zug und Rad können beide Ausstellungen unkompliziert an einem Tag besucht werden.

Gute Verbindung zwischen Aichach und Friedberg

„Mit dem Paartalradweg und der Paartalbahn gibt es zwei direkte Verbindungen zwischen Aichach und Friedberg, die landschaftlichen Genuss bieten und zudem höchst umweltfreundlich sind“, findet Metzger. So lasse sich der Besuch der Landesausstellung ideal mit der Entdeckung des Wittelsbacher Landes und sportlicher Aktivität verbinden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Thomas Goßner Aichacher Feuerwehrhaus ist mehr als eine Notlösung

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