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Friedberg

11.08.2019

Songcontest: Friedberg sucht den besten Sänger 

Musiker Sebastian Frisch (von links), Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann und Frank Eickenbusch alias DJ Tonic dürfen beim Songcontest auf dem Friedberger Volksfest 2019 die Punkte vergeben.

Plus Sechs Kandidaten stellen sich dem kritischen Urteil der Jury. Ein Teilnehmer kann beim Friedberger Volksfest ganz besonders überzeugen.

Eigentlich dürfte Cedrik Wenger nicht aufgeregt sein. Schließlich hatte er es vor einigen Monaten bereits bei der beliebten Castingshow The Voice Kids bis ins Halbfinale geschafft. Dennoch ist er vor seinem Auftritt auf dem Friedberger Volksfest aufgeregt.

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Sechs Kandidaten bei Songcontest auf Friedberger Volksfest

Sechs Kandidaten wollen ihr Gesangstalent beim Friedberger Songcontest beweisen. Der 15-jährige Cedrik aus Aresing tritt in der ersten von zwei Runden mit „My heart will go on“ von Celine Dion vor die Jury. Diese besteht aus Frank Eickenbusch alias „DJ Tonic“, Bürgermeister Roland Eichmann und dem Friedberger Musiker Sebastian Frisch. Cedriks Stimme kommt gut an. Von Profi DJ Tonic bekommt er einen Tipp: „Ein Lied mit tieferer Tonlage wäre vorteilhafter gewesen.“ Cedrik nickt zuversichtlich. Schließlich hat der 15-Jährige als zweiten Song „All of me“ von John Legend vorbereitet.

Vor allem am Sonntag kamen bei bestem Wetter viele Besucher zum Friedberger Volksfest. Ein Highlight: Der Song Contest am frühen Sonntagnachmittag.
31 Bilder
Das erste Wochenende des Friedberger Volksfestes mit Song Contest
Bild: Vanessa Polednia, Tom Trilges

Seine wohl stärkste Konkurrentin ist gleichzeitig die Titelverteidigerin. Die 19-jährige Emma Scheer hatte 2018 spontan am Wettbewerb teilgenommen – und gewonnen. „Dabei wollte ich kurz zuvor noch absagen, weil ich so aufgeregt war“, erinnert sich die Schülerin. Diesen Sonntag versucht sie sich mit der Ballade „Scars to your beautiful“ von Alessia Cara. Die ruhige Nummer steht im starken Kontrast zum regen Treiben im Bierzelt. Das Publikum applaudiert. Für ihren ersten Auftritt bekommt Emma prompt 10 Punkte von Juror Sebastian Frisch.

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Volksfest: Mehr los beim Songcontest in Friedberg

Der Gesangswettbewerb im Festzelt hat Tradition, weiß Organisator Sebastian Pfundmeir. Und Castingshows haben seit Jahren hohe Einschaltquoten im deutschen Fernsehen. Viele Zuschauer kann das Spektakel am Sonntagnachmittag aber nicht anlocken. Dabei hatte man sich durch die Umbenennung des Wettbewerbs von Schlagertage in Songcontest erhofft, ein größeres Publikum anzusprechen. Die Organisatoren sind trotzdem zufrieden. Dieses Jahr sei mehr los als im Jahr zuvor.

Während früher eine Live-Band die Gesangseinlagen begleitete, kommt die Musik nun vom Band. „Das hat den Vorteil, dass wir noch sehr spät Anmeldungen annehmen können“, sagt Pfundmeir. Eine Stunde vor Beginn hatte sich noch die Aichacherin Celine Kusik angemeldet – und das mit zwei selbst geschriebenen Beiträgen. Die 15-Jährige hatte erst am Abend zuvor in der Zeitung vom Songcontest erfahren. In ihrem ersten Song geht es um eine unerwiderte Liebe. Ihr mutiger Text und ihre Bühnenpräsenz überzeugen die Jury. Doch der eine oder andere wacklige Ton machte sich selbst bei Bürgermeister Eichmann bemerkbar. Von ihm gibt es deshalb 7 Punkte für ihren Auftritt. Celine ist mit ihrer Punktevergabe nicht ganz zufrieden, wegen einer Erkältung könne sie nicht hundert Prozent geben.

Preisgeld für beste Sänger auf dem Volksfest

Vom Preisgeld wussten manche Kandidaten zuvor nichts. Dabei erhält der Gewinner satte 300 Euro. Für den zweiten Platz springen 200 Euro und für den Drittplatzierten 100 Euro raus. Das Geld wollen sich auch nicht die anderen Teilnehmerinnen Anja Schmied, Simone Hartl und Hannah Rubey entgehen lassen.

Hannah ist 16 Jahre alt und besucht ab dem nächsten Schuljahr die Friedberger Fachoberschule. Die Jury überrascht sie mit ihrer tiefen Singstimme. „Du redest wie eine 16-Jährige und dann singst du plötzlich wie Elvis“, lobt Eichmann die rauchige Stimme der 16-Jährigen.

Volksfest: Siegerin von Songcontest 2020 beim Südufer?

„Für mich ist keine Granatenstimme dabei, aber es ist unterhaltsam“, resümiert dagegen ein Zuschauer nach dem ersten Durchgang. Nach einer Verschnaufpause geben die Teilnehmer noch einmal alles, um das Publikum und die Jury zu begeistern. Und dann ist es soweit: Die Punkte werden zusammengezählt.

Mit einem knappen Vorsprung vor Cedrik kann sich Teilnehmerin Emma erneut durchsetzen und erhält 300 Euro Preisgeld. Zusätzlich gibt Bürgermeister Eichmann ihr sein Versprechen: „Wenn das Südufer nächstes Jahr stattfindet, darfst du sehr gerne auftreten.“ Den dritten Platz macht Schülerin Hannah.

„Jeder der sich auf die Bühne traut, hat bereits gewonnen“, ist das Fazit von Juror Sebastian Frisch. Und vielleicht trauen sich nächstes Jahr auch wieder mehr Sänger auf die Bühne.

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