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Ried

20.11.2018

Staatsstraße 2052 bei Ried soll sicherer werden

Gefährliche Kreuzung auf der Staatsstraße 2052 zwischen Ried und Odelzhausen an der Abzweigung nach Eismannsberg oder Baindlkirch soll entschärft werden.  (Archiv)
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Gefährliche Kreuzung auf der Staatsstraße 2052 zwischen Ried und Odelzhausen an der Abzweigung nach Eismannsberg oder Baindlkirch soll entschärft werden.  (Archiv)
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Unfallkreuzung bei Baindlkirch wird in einem ersten Schritt entschärft. Bürgermeister Erwin Gerstlacher kann mit der vom Staatlichen Bauamt vorgeschlagenen Lösung für das Jahr 2021 „gut leben“.

Immer wieder kommt es auf der Staatsstraße 2052 zwischen Hörmannsberg und Odelzhausen zu Unfällen. Der Rieder Bürgermeister Erwin Gerstlacher ließ nicht locker und setzte sich für mehr Sicherheit auf dieser gefährlichen Strecke ein.

Der jüngste Unfall im Herbst ist allen noch gut vor Augen. Damals verunglückte eine 21-jährige Frau aus Ried schwer. Der Fahrer eines Kleintransporters hatte an der Kreuzung zwischen Eismannsberg und Baindlkirch das Stoppschild missachtet und mit seinem Fahrzeug das Auto der jungen Frau seitlich gerammt. Nach Zeugenaussagen hatte der 28-jährige Fahrer des Transporters zuvor mit seinem Mobiltelefon hantiert.

Gerstlacher betont: „Nicht dieser Unfall ist einzig ausschlaggebend, dass wir nun handeln.“ Vielmehr habe es bereits im Sommer ein Gespräch zwischen dem Arbeitskreis Verkehr von der Gemeinde Ried und dem Staatlichen Bauamt, der Polizei und Vertretern des Landratsamtes gegeben. Schon damals hatte man dem Bürgermeister versprochen, dass die Staatsstraße in Angriff genommen und auch die Gefahrenstellen entschärft werden sollen. Der Unfall im Herbst war bereits der dritte schwere Unfall auf der Staatsstraße 2052 bei Ried.

Staatsstraße 2052 bei Ried soll sicherer werden

Heftige Kritik äußerte Paul Graf von den Freien Wählern Ried, der in einem Schreiben an die Kommune und das Bauamt forderte, die Staatsstraße 2052 endlich in Angriff zu nehmen und nicht weiter hinauszuzögern.

Nun kommt Bewegung in die Sache. Wie Peter Tomaschko, Landtagsabgeordneter der CSU, mitteilt hat nun ein Treffen zwischen ihm und Bürgermeister Gerstlacher sowie Vertretern des Staatlichen Bauamtes Augsburg stattgefunden. Dabei gab es „n richtungsweisende Lösungen“, so Tomaschko.

Geschwindigkeit zwischen Ried und Odelzhausen bremsen

Bei dem Treffen wurde vor Ort an der Unfallkreuzung nochmals die Thematik an der Staatsstraße 2052 besprochen. „Wir möchten die Verkehrssicherheit im Landkreis weiter steigern und noch bestehende Gefahrenpunkte beseitigen“, verdeutlichte Peter Tomaschko zu Beginn.

Nun wird an der Gefahrenstelle an der Staatsstraße 2052 zusätzlich auch ein Überholverbot gelten.  (Archiv)
Bild: Bernhard Weizenegger

Gerstlacher legte bei dem Treffen bereits Vorplanungen für Querungshilfen an den Ortseinfahrten in Ried und Hörmannsberg vor. „Mit dem Bau dieser Mittelinseln könne die Geschwindigkeit meiner Meinung nach, reduziert werden“, meinte das Gemeindeoberhaupt.

Die Zustimmung für den Bau wurde ihm von den Vertretern des Staatlichen Bauamtes in Aussicht gestellt. Auch zur Ortsmittengestaltung von Ried hatte Erwin Gerstlacher Vorschläge in Bezug auf Fußgängerüberwege an der Staatsstraße parat. Hier gab es beim ersten Gespräch mit den Verantwortlichen, gute Ansatzpunkte für eine befriedende Lösung.

Christoph Eichstaedt und Stephan Scheckinger vom Staatlichen Bauamt Augsburg, Bürgermeister Erwin Gerstlacher sowie Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko machten sich an der Unfallkreuzung an der Staatstraße 2052 ein Bild von der Situation.
Bild: Marc Wiedenmann

Diskussion um Gefahrenpunkte bei Ried

Ausführlicher Diskussionsbedarf herrschte bei dem Thema der Gefahrenpunkte an der Verbindungsstraße Richtung Odelzhausen. Auch hier konnte sowohl ein kurzfristiger als auch ein langfristiger Erfolg erreicht werden. In einer gemeinsamen Lösung mit dem Landratsamt und Unterstützung durch Landrat Klaus Metzger wird an der gefährlichen Einmündung bei Baindlkirch kurzfristig ein Überholverbot angeordnet.

Darüber hinaus ist das Straßenbauamt bestrebt eine Deckenerneuerung bis spätestens zum Jahr 2021 anzugehen. In diesem Zug werden sowohl die Kreuzungen an der Ortsverbindungsstraße, als auch die Kurvenbereiche, dem heutigen Ausbaustandard angepasst. „Auf dieses Datum lege ich nun das Staatliche Bauamt fest“, sagte Gerstlacher im Gespräch mit unserer Zeitung. Er betonte, dass er nicht locker lasse. „Ich bin froh, dass nun kurzfristige Maßnahmen in Angriff genommen werden, doch das Ziel ist eine Entschärfung der gesamten Strecke.“ Er könne mit 2021 leben, doch bereits jetzt müsse die Planung angegangen werden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Ried bleibt bei der Unfallstrecke am Ball

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.11.2018

Die bessere Lösung : Geschwindigkeit herunter, dann Überholverbot und dazu einen Kreisverkehr! Verkehrsinseln bringen nichts! Habe schon erlebt das Verkehrsteilnehmer einfach links dran vorbeirasen!

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21.11.2018

Also ich muss sagen: ich bin begeistert! Überholverbot, Geschwindigkeitsbeschränkung und Kreuzungshilfen gegen unvernünftige Verkehrsteilnehmer, die beim Verursachen eines Unfalls durch das Handy, heulend vor dem Richter - fast noch ein "Verdienstkreuz" bekommen - ! Geldstrafen bei Geschwindigkeitsverletzungen im Rahmen des wöchentlichen Portoaufkommens liegen! Mahnende Worte der Richter in Verkejhrsprozessen! Alles - nach meiner Meinung - für die Toilette, aber nicht um auch nur einen Unfall zu verhindern! Jeder, auch ich, baut Fehler, sonst währen wir keine Menschen! Aber wenn ich lese, das eine Fahranfängerin zu schnell fährt und dann die Kurve nicht schafft, dann ist es doch nicht unbedingt erforderlich die Kurve zu begradigen, sondern die Fahrschulen mehr unter Druck zu setzen, damit die Fahrschüler besser ausgebildet sind! Ich selbst war bei der Bundeswehr in den 70ger Jahren Fahrlehrer! Wir bekamen in der Beurteilung ein Minus, wenn ein von uns Ausgebildeter in den folgenden 2 Jahren - nach der bestandenen Prüfung - einen Unfall baute! Und heute? Komisch! In den Grund- und weiterführenden Schuhlen wird das "Gut sein" gefördert! Für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr spielt nur noch Zeit ( weil Zeit auch Geld kostet ) eine Rolle!
Wenn man heute aber sieht, dass Grundschülern im Verkehrsunterricht das ordentliche Verhalten mit dem Fahrrad beigebracht wird und dann die Eltern - mit Kind - auf der falschen Gehwegseite entgegen der Fahrtrichtung mit dem Fahrrad unterwegs sind; wenn Papa oder Mama keinen Fahrradhelm aufsetzen, weil die Frisur beschädigt werden könnte; wenn man sieht, dass die Herrschaften Rennradfahrer auf der Kfz-Fahrbahn fahren müssen weil sie auf dem daneben verlaufenden Radweg mehr aufpassen müssten; - dann finde ich die Ideen der im Artikel erwähnten "Würdenträger" zur Stärkung der Sicherheit auf der Straße - - - sehr "gelungen"! Chris Krüger/Ried

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