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04.10.2016

Starke Stütze in der Städtepartnerschaft zwischen Mering und Ambérieu

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Der Schüleraustausch zwischen der Realschule  Mering und dem College Saint Exupery in Amberieu besteht seit 1983.
Bild: Heike John

An der Meringer Realschule freut man sich schon auf die französischen Gäste

Erst vor ein paar Tagen verabschiedete sich eine Besuchergruppe der Partnerstadt Ambérieu aus Mering, nun kann sich die Marktgemeinde bereist auf neue Gäste aus der französischen Stadt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes freuen. Am Dienstag, 11. Oktober, empfangen Meringer Realschüler 38 Jugendliche aus Ambérieu und werden eine ganze Woche mit ihnen gemeinsam verbringen.

Traditionell findet immer kurz nach dem offiziellen Besuch des Partnerschaftskomitees der jährliche Schüleraustausch der Staatlichen Realschule Mering mit dem Collège Saint Exupéry in Ambérieu statt.

„Zu Beginn waren es schwierigste Bedingungen“, erinnert sich Kristin Leinweber. „Französisch gab es nur als Wahlunterricht und man musste mutige Kinder finden, die sich praktisch ohne Sprachkenntnisse auf dieses Abenteuer eingelassen haben.“ Als Französischlehrerin an der Realschule betreute Kristin Leinweber den Austausch über Jahrzehnte und als sie in Pension ging, übernahm Andrea Lanzinger die Organisation. „Bislang nahmen weit über 1500 Schülerinnen und Schüler auf beiden Seiten teil“, sagt sie stolz.

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Die 13-und 14-jährigen Franzosen lernen in der Regel im zweiten Jahr Deutsch, die Realschüler sind im zweiten oder dritten Jahr Französisch. Doch die Erfahrung lehrt, dass das Eis zwischen beiden Seiten trotz Sprachschwierigkeiten schnell gebrochen ist. Die Meringer Neuntkässler waren bereits im Frühjahr in Frankreich und empfangen jetzt ihre „Corres“, die Achtklässler fahren dann im Oktober 2017 nach Ambérieu. Ein Schülerbesuch war auch der ursprüngliche Anlass, dass sich eine Partnerschaft zwischen Mering und Ambérieu entwickelte, so ist in der Chronik der Marktgemeinde nachzulesen.

1969 fragte die Rektorin des klösterlichen Gymnasiums Saint Marie in Ambérieu an, ob rund 40 Schülerinnen anlässlich einer Deutschlandfahrt in der Marktgemeinde bei Familien übernachten könnten. Damals waren auf beiden Seiten noch große Vorbehalte da, galt doch Frankreich lange als Erzfeind Deutschlands. Es waren zaghafte Anfänge einer 1973 begonnenen Städtepartnerschaft, die auch durch den verlässlichen Schüleraustausch mit der Realschule über die Jahrzehnte immer mehr an Festigkeit gewann.

Selbst in einem Zeitalter, in dem über Facebook Beziehungen in alle Welt geknüpft werden können, ist die Städte- und Schulpartnerschaft ein sehr wertvoller Baustein der Völkerverständigung geblieben. So wie die Schüler des benachbarten Gymnasiums nun erste Kontakte mit Mitgliedern des Jugendparlaments knüpften (wir berichteten), so trat auch die Realschule 1983 erstmals mit dem Collège Saint Exupéry in Ambérieu in Kontakt. Längst läuft der Austausch auf sehr freundschaftlicher Basis und die Organisatorinnen haben viel Routine im Umgang mit aufgeregten Sprachpartnern entwickelt.

„Uns beiden, mir und Christel Grandjean auf französischer Seite, ist der Austausch sehr wichtig und wir tun alles, ihn auch für unser Schüler so attraktiv wie möglich zu machen“, betont Andrea Lanzinger. Bei ihrem einwöchigen Aufenthalt vom 11. bis 18. Oktober in Mering werden die jungen Franzosen Augsburg und München mit der Bavaria Filmstadt erkunden und auch den Alltag in der Schule erleben. Als gemeinsame ganztägige Fahrt steht in diesem Jahr Nördlingen und der Besuch des dortigen Rieskratermuseums auf dem Programm.

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