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Ried

21.12.2019

Straßensperrung soll den Schulweg in Ried sicherer machen

Die Sportheimstraße in Ried ist künftig tagsüber für Autos gesperrt. Das soll die Kinder auf dem Schulweg schützen.
Bild: Alexander Kaya

Der Rieder Gemeinderat beschließt in der Sportheimstraße Einschränkungen für den Verkehr.

In der jüngsten Sitzung des Rieder Gemeinderats haben die Räte eine zeitliche Vollsperrung der Sportheimstraße in Ried ab Schulbeginn beschlossen. Damit griffen die Räte einen Vorschlag von Stefan Steinhart aus Ried auf, der in der Bürgerversammlung im November die Verkehrssituation auf dem Schulweg bemängelt hatte. In einem Schreiben an den Bürgermeister, die Gemeinderäte und alle Bewohner hatte er mit Fotos verdeutlicht, „welches Verkehrschaos unseren Grundschulkindern jeden Tag zugemutet wird“. Nicht nur, dass an der Staatsstraße 2052 der Berufs- und Schwerlastverkehr durch die Straßen drücke, es käme für die Kinder erschwerend hinzu, dass in der „viel zu eng gebauten Sportheimstraße der Busverkehr nach unten rollt und die Elterntaxis nach oben fahren wollen“.

Ried: Sicherheit der Kinder geht vor

Bereits bei der Bürgerversammlung hatte sich Bürgermeister Erwin Gerstlacher froh darüber gezeigt, dass dieses brisante Thema aufgegriffen worden war, da er hier dringenden Handlungsbedarf sehe. Als Sofortmaßnahme hatte er bei der Versammlung Schulweghelfer angemahnt, die seiner Meinung nach „das Problem entschärfen könnten“. Da ihm dies aber zu wenig war, hatte er sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt. Erneut betonte er in der Sitzung, wie wichtig ihm die maximale Sicherheit der Kinder sei.

Letzendlich beschlossen die Räte einstimmig, dass die Sportheimstraße ab der Hausnummer 5 bis zur Hausnummer 11 von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr komplett gesperrt wird. Ausgenommen davon seien Fahrräder und die Schulbusse. Diese Regelung soll auf Probe vorab ein halbes Jahr lang gelten, die Polizei hat ihre Unterstützung zugesagt und wird Falschfahrer vorerst ermahnen, dann aber mit Strafzetteln reagieren.

Straßensperrung soll den Schulweg in Ried sicherer machen

Ingo Lanius fordert zusätzlich ein Parkverbot

Ingo Lanius von der Lebensqualität begrüßte dieses Vorhaben, bat aber darum, in der Straße ein absolutes Parkverbot einzurichten. Daher wird nun auf der Durchgangsstraße im Bereich der Schule und des Kinderhauses ein Halteverbot errichtet werden. Josef Kölnsperger von den Freien Wählern hatte noch einen Vorschlag: „Die Gemeinde muss zusätzlich die Anlieferer, die die Straße zuparken, ermahnen, nur noch den Parkplatz am Schützenheim zu nutzen“.

„Wurde schon öfter genehmigt“, beschrieb Erwin Gerstlacher den Umstand, dass ein Familienmitglied auf dem Grundstück des Onkels in Baindlkirch bauen will. Nichtsdestotrotz entbrannte eine heftige Diskussion im Gemeinderat. Dabei bemängelte Josef Kölnsperger von den Freien Wählern, dass dort kein Baugebiet sei. Auch Johann Weiß von den Freien Wählern sah die Sache eher kritisch: „Wenn wir das zulassen, kommen im Laufe der Jahre immer mehr solcher Anträge“.

Gerstlacher beruhigte, dass es keine weiteren Bauten geben könne, da dies von der Erschließung her nicht möglich sei. Johann Weiß wollte dies so in den Beschluss aufgenommen haben, dem einstimmig zugestimmt wurde.

Lesen Sie auch den Artikel: Gefahren auf dem Schulweg in Ried

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