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Südufer: Lieber ein Ende mit Schmerzen

Südufer: Lieber ein Ende mit Schmerzen
Kommentar Von Ute Krogull
22.11.2019

Beim Südufer sprang der Funke nie über. Können Profis retten, was nicht mehr zu retten ist? Nein, findet Ute Krogull - obwohl sie das Festival lieb gewonnen hat.

Es ist schade. Das Südufer-Festival am See hat einiges zu bieten: tolle Location, gute Bands, nettes Drumherum. Es hat so ziemlich alles, was andere Festivals auch haben. Trotzdem zündete der Funke nie. Bei Stereostrand in Aichach war schon um sechs Uhr abends mehr Stimmung als bei Südufer beim Auftritt des Headliners – ob Regen oder nicht. Die Aichacher kamen halt in Gummistiefeln. Jetzt sollen Profis retten, was vielleicht nicht mehr zu retten ist.

Christoph Elwert und seine Mategroup waren mit Modular sehr erfolgreich. Jetzt haben sie sich von dem Augsburger Festival getrennt und suchen nach neuen Tätigkeitsfeldern – da liegt Friedberg nah. Das Konzept wirkt jedoch so verkopft, dass unwahrscheinlich ist, dass es funktioniert. Bezahl- und Umsonstbereich, ein Zirkuszelt zur Wettersicherheit – braucht es das? Workshops, die Ehrenamtliche über Jahre binden, funktionieren in Augsburg – aber in einer Kleinstadt wie Friedberg? Vereine zusammenbringen, die sonst angeblich nie zusammenarbeiten – hat da jemand das Altstadtfest übersehen? Ein neuer Titel, weil der alte negativ besetzt ist – wer kann damit etwas anfangen?

Werden die Friedberger Jugendlichen Südufer vermissen?

Wenn nicht in der nächsten Sitzung ein Überraschungsknaller kommt, täte der Stadtrat besser daran, sich von dem Festival zu verabschieden. Sich drei Jahre an eine Agentur zu binden und brav das Defizit auszugleichen, kann es nicht sein. Schade für die Jugendlichen – aber wie viele werden das Fest wirklich vermissen?

Lesen Sie auch den Bericht: Profis sollen das Friedberger Südufer-Festival retten

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