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Südufer muss ein „Friedberger Festival“ werden

Südufer muss ein „Friedberger Festival“ werden
Kommentar Von Ute Krogull
14.12.2018

Das Südufer-Festival in Friedberg macht 2019 Pause. Hat es danach noch eine Zukunft?

In den vergangenen Monaten prophezeiten einige Stadträte das Aus des Südufer-Festivals. Die Stimmung hat sich zum Glück gedreht, ob aus Überzeugung, durch Hintergrundgespräche mit engagierten jungen Menschen oder wegen der nahenden Kommunalwahlen, mag dahingestellt sein. Oder hofft vielleicht mancher, dass das Festival von selber ausblutet? Sicher ist: Es wird sehr schwer, ein junges Festival, das noch nicht so richtig zieht, zu etablieren, wenn es nach zwei Jahren schon wieder eine Pause einlegt. Die Konkurrenz in der Umgebung ist ja nicht gerade klein. Und junge Menschen über eine derartige Spanne bei der Stange zu halten, ist eine Herausforderung.

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Friedberger Festival darf nicht dem Kommerz zum Opfer fallen

Es besteht die Chance, dass das Team die Zeit nutzt und ein funktionierendes Konzept auf die Beine stellt. Auch da lässt sich in der Nähe einiges abschauen, etwa eine stärkere Einbindung lokaler Akteure von Vereinen bis zu Kreativen. Unmöglich aber wird es, allen Wünschen des Stadtrates Rechnung zu tragen, die sich teils widersprechen und nicht alle von Kenntnis der Festival-Szene geprägt sind. Natürlich muss man hoffen, dass die Jugendlichen „ihr“ Fest nach und nach selber in die Hand nehmen und es zu einem echten „Friedberger Festival“ machen.

Beim warmen Temperaturen erlebt das Festival einen traumhaften Auftakt mit Bands, Bikini, Baggersee. Hier finden Sie die Bilder vom ersten Tag.
75 Bilder
Der erste Tag des Südufer-Festivals in Bildern
Bild: Christian Kolbert, kolbert-press

So etwas hängt aber meist an einzelnen Akteuren. Trotzdem: Südufer darf nicht einem kommerziellen Veranstalter in die Hände fallen, der es bis zum Letzten ausschlachtet – dann wäre es nur noch ein 08/15-Produkt. Eine professionelle Begleitung, sei es von Jugendarbeit, Kulturamt oder Booking-Agentur dagegen sorgt für Qualität – und dafür, Ehrenamtliche nicht zu überfordern.

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Ein Blick zu „Reggae in Wulf“

Reggae in Wulf etwa ist top organisiert. 280 Ehrenamtliche wirken mit und der Verein Wulf United steht im Hintergrund. Trotzdem gerät das Kernteam an seine Grenzen – und denkt darüber nach, ob das Festival rein ehrenamtlich künftig zu stemmen sein wird.

Lesen Sie dazu den Artikel: Südufer-Festival fällt 2019 aus

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