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Friedberg

22.03.2019

Tafel für neuen Ehrenbürger Peter Feile enthüllt

Bei der Enthüllung der Ehrenbürger-Tafel für Peter Feile von links: die Bürgermeister Richard Scharold, Martha Reißner und Roland Eichmann sowie die Ehrenbürger Peter Feile, Albert Kling und Reinhard Pachner.
Bild: Ute Krogull

Nun ist es „in Stein gemeißelt“, dass Peter Feile Ehrenbürger von Friedberg ist.

Im Rahmen eines Empfangs vor der Stadtratssitzung wurde die Ehrenbürger-Tafel im Rathaus enthüllt. Unter den Gästen waren die Ehrenbürger Albert Kling und Reinhard Pachner sowie Landrat Klaus Metzger, dessen Stellvertreter Feile ist.

Bürgermeister Roland Eichmann dankte dem SPD-Politiker, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, für „Engagement und Pflichtbewusstsein“, mit dem er seit 1972 auf städtischer und auf Landkreisebene in der Politik aktiv sei. Einige Jahre saß er sogar im Bundestag. Feile sei unbestechlich in der Argumentation, meinungsstark und faktensicher – das habe ihm die Hochachtung der Bürger eingetragen. Nun erhalte er die höchste Auszeichnung der Stadt Friedberg.

Der Geehrte selber zog einen feinsinnigen Vergleich seiner Anfangsjahre in der Politik mit der heutigen Zeit, räumte mit dem Urteil auf, früher sei alles besser gewesen. Temperamentvoller sei man in der Politik allerdings gewesen: Nach der 68er-Bewegung und zu Zeiten der Ostverträge habe Aufbruchstimmung geherrscht auf Bundes- wie auf kommunaler Ebene. „Wir waren überzeugt, eine besondere Aufgabe zu haben – und die Bürger haben es auch so gesehen.“

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Erinnerung an die Friedberger Altstadtsanierung

Man habe versucht, Bildung auch auf dem Land zu etablieren, statt sie nur einer städtische Elite vorzubehalten. Es sei außerdem darum gegangen, aus den vielen Stadtteilen eine Stadt Friedberg zu formen. Auch an den „Elan der Altstadtsanierung“ erinnerte er. „Wir würden es heute nicht wieder durchhalten, die Stadt zwei Jahre zu sperren, um die Tiefgarage zu bauen.“ Feile, der als Urgestein der SPD im Landkreis gilt, merkte an, es sei kein Automatismus gewesen, dass er aus Familientradition Sozialdemokrat geworden sei – vielmehr stamme er aus einem großbürgerlichen Elternhaus.

Ende der 1960er sei er dann bei einer SPD-Versammlung, die er aus Interesse besuchte, „in die Fänge einer Maschinerie“ geraten. „Ich habe mich aber auch nicht gewehrt“, räumte der Politiker augenzwinkernd ein.

Nur eines würde er rückblickend anders machen: „Mit der Zeit habe ich eine Allergie gegen sozialdemokratische Berufsfunktionäre entwickelt.“ Die hätte er sich ruhig früher zulegen können. (kru)

Lesen Sie dazu das Porträt über den Friedberger Ehrenbürger: Peter Feile ist Friedbergs neuer Ehrenbürger

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