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Fußball-Nachlese

07.11.2017

Tropfnass, aber erfolgreich

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Freude beim SV Mering: Mit dem 3:1 gegen Aindling haben sich die Schützlinge von Trainer Gerhard Kitzler auf Platz vier geschoben – nur mehr ein Pünktchen fehlt den Meringern nun noch zu Platz zwei. Beim Torjubel störte dann auch der strömende Regen nicht.
Bild: Michael Hochgemuth

In Mering und beim Kissinger SC herrscht trotz des Regens eitel Sonnenschein. Sorgenfalten in Stätzling und Rinnenthal. In den unteren Klassen sind Landkreisteams vorne

Eitel Sonnenschein herrscht beim SV Mering und das trotz des ausgesprochenen Schmuddelwetters, in dem die Kicker am Sonntag ihrem Hobby nachgehen mussten. Mit dem 3:1-Sieg gegen den abstiegsbedrohten TSV Aindling arbeitete sich der MSV auf den vierten Platz der Landesliga Südwest nach oben – nur mehr ein Punkt trennt die Meringer vom FV IllertissenII und Cosmos Aystetten und dem zweiten Rang. „Momentan spielen alle für uns“, schmunzelte Co-Trainer und Teammanager Christian Cappek. „Allerdings sind wir selber ja auch gut drauf, wir haben auf dem schweren Geläuf ein sehr gutes Spiel gemacht, das für die Zuschauer erwärmend war“, so Cappek. Der war voll des Lobes für seine Mannschaft. „Es ist bemerkenswert, wie sich die Jungs reinhängen. Da stimmen Einstellung und Leistung, es macht allen Spaß – den Spielern und dem Trainerteam“, so der 27-Jährige. Nun wolle man aus den letzten drei Spielen vor der Winterpause möglichst viel rausholen, ließ Cappek wissen – auch wenn gegen Raisting, Egg und Nördlingen sicher keine einfachen Aufgaben anstehen.

Eines hat Christian Cappek auch schon angekündigt: Der SV Mering wird sich heuer nicht an der Hallensaison beteiligen. „Wir haben in der Zeit viele Urlauber und zudem einen engen Kader, da wollen wir kein Risiko eingehen. Wir haben viel investiert und werden uns auf die Saison im Freien konzentrieren – und außerdem brauchen die Jungs auch mal eine Pause“, meinte der MSV-Teammanager.

Ganz anders sieht es derzeit beim FC Stätzling aus, der in Kaufbeuren mit 1:2 unglücklich verlor und nun vier Spiele sieglos ist. „Es ist das alte Lied: Wir halten über weite Phasen sehtr gut mit, machen dann aber in den entscheidenden Phasen entweder die Tore nicht, oder Fehler, die zu Gegentoren führen“, meinte FCS-Trainer Alex Bartl. Diesmal kam auch noch hinzu, dass den Stätzlingern der vermeintliche 2:2-Ausgleich aberkannt wurde. „Der Schiedsrichter hat uns das Tor letztlich wegen einer Abseitsstellung wieder weggenommen“, so der Trainer. Bartl fand es einmal mehr schade, dass sich sein Team nicht für den betriebenen Aufwand belohnt habe. „Das Engagement passt, aber wir können halt auf Dauer unsere vielen Ausfälle einfach nicht verkraften“, sagte Bartl. Diesmal musste Felipe Lameira kurzfristig absagen, womit sich die Zahl der fehlenden Akteure auf acht erhöhte. Neben Lameira fehlten Gaag, Winterhalter, Löffler, Reinthaler, Losert, Atay und Lutzenberger – ein großer Aderlass. Doch Bartl hat die Hoffnung auf Besserung noch nicht aufgegeben. „Vielleicht schlägt sich ja das Glück auch mal wieder auf unsere Seite“, meinte er.

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Eine Liga tiefer, in der Bezirksliga Süd, ist man beim Kissinger SC auch zufrieden – schließlich ist man derzeit Dritter und darf berechtigterweise noch mit dem zweiten Platz leibäugeln. Doch beim 4:1 gegen den VfL Kaufering war KSC-Trainer David Bulik mit Halbzeit eins nicht hundertprozentig zufrieden. „Kaufering war der erwartet unangenehme Gegner und wir haben lange Probleme gehabt. Aber dann haben wir auch auf einem schlechten Platz spielerisch überzeugt und hätten am Ende vielleicht sogar noch ein bisschen höher gewinnen können“, erklärte der Trainer. Fünf Punkte sind es noch zum TV Erkheim und dem zweiten Platz, nicht viel, wie der Kissinger Coach findet. „Wir wollen aus den letzten drei Spielen vor der Winterpause nach Möglichkeit die volle Punktzahl holen – und dann schauen wir mal, wie weit wir noch weg sind“, so Bulik.

Eher nach unten richten sich die Blicke dagegen momentan beim BC Rinnenthal, der sich nach dem 0:2 gegen Langenmosen im Niemandsland der Kreisliga Ost befindet. „Wer keine Tore schießt, der kann kein Spiel gewinnen“, meinte Trainer Vincent Aumiller. „Wenn wir dann wenigstens zu Null spielen würden, aber wir leisten uns dann haarsträubende Fehler, die letztlich den Ausschlag geben“, so der Trainer weiter. Die Gegner seien „nicht besser als wir, sondern cleverer“, merkte der 31-Jährige an. Fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen zeigen den Trend des BCR an, der nun nach oben ebenso fünf Punkte Abstand hat, wie zum Abstiegsplatz. „Nach oben brauchen wir nicht mehr schauen, wir haben drei Spiele lang nicht mehr getroffen und gegen drei Teams verloren, die vor uns stehen. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht noch unten reinrutschen“, erklärte Aumiller.

In der Kreisklasse Aichach setzt sich der Zweikampf an der Spitze fort: Sowohl der TSV Friedberg als auch der TSV Dasing gaben sich keine Blöße und gewannen ihre Spiele. Die Friedberger revanchierten sich mit einem 4:0 gegen den TSV Inchenhofen für die bisher einzige Saisonniederlage. Dasing ließ beim 3:1 in Stotzard nichts anbrennen. „Ich bin sehr zufrieden“, meinte Friedbergs Trainer Damir Mackovic. Nach anfänglichen Problemen habe sein Team gut gespielt und vor allem nach dem Seitenwechsel alles im Griff gehabt. Inchenhofen hat als Dritter nun schon zwölf Punkte Rückstand auf den TSV, nur Dasing sitzt den Friedbergern weiter im Nacken. Das Team von Jürgen Schmid zeigte in Stotzard die reifere Spielanlage und nahm verdient die Punkte mit. Für den SV Ried wird es dagegen immer dunkler im Tabellenkeller. Nach der 0:6-Abfuhr in Sielenbach fehlen dem Team von Trainer Franz Meisetschläger schon acht Punkte zum rettenden Ufer.

Ähnlich duster sieht es in der Augsburger Gruppe für den SV Mering II aus. Der wurde vom TSV Pfersee auf eigenem Platz gleich mit 0:7 abgefieselt und ist nach wie vor Schlusslicht – acht Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. Aufsteiger Merching holte mit dem 4:3 bei Gold-Blau wichtige Punkte, Ottmaring siegte 5:1 gegen den Türk JKV, während Kissing II dem Tabellenzweiten Firnhaberau mit 1:4 unterlag.

In der A-Klasse Aichach enteilt das Spitzenduo langsam den Verfolgern: Der SV Wulfertshausen gewann das Derby in Laimering mit 3:1 und bleibt damit weiter einen Punkt vor Weilach, das den Tabellendritten Tandern mit 2:1 besiegte. Bereits zehn bzw. neun Punkte beträgt der Vorsprung des Spitzenduos auf den dritten Platz. Für die Sportfreunde Friedberg gab es im 13. Spiel eine Premiere: Das 3:3 gegen Rinnenthal II war ihr erstes Unentschieden der Saison.

In den B-Klassen steuern etliche Teams auf Kurs Aufstieg. Eurasburg ist nach dem 2:1 gegen die DJK Hochzoll II Tabellenführer der Gruppe Südost, der TSV Friedberg II festigte Platz eins in der Gruppe Aichach 2 mit einem 4:0 gegen Inchenhofen II – und auch hier ist Dasing II nach dem 3:1 bei Stotzard II der ärgste Verfolger der Herzogstädter.

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