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Mering

21.12.2020

Umfrage zum Brunnen am Marktplatz in Mering startet jetzt

Wie es mit dem Brunnen am Marktplatz weitergehen soll - dazu werden derzeit die Meringer Bürger befragt.
Bild: Gönül Frey

Plus Als Blickfang hat Künstler Josef Zankl den Marktplatzbrunnen geschaffen. Jetzt steht eine teure Sanierung an. Ob diese stattfindet - das bestimmen auch die Meringer Bürger mit.

Seit 17 Jahren ziert der Brunnen mit den großen wasserüberströmten Glasscheiben den Meringer Marktplatz. Ob das noch lange so bleiben wird, ist ungewiss. Die Wartungskosten für die Anlage steigen stetig, eine umfassende Sanierung stünde an, deren Kosten die Verwaltung auf stolze 120.000 Euro schätzt. Eine schwierige Entscheidung für den Marktgemeinderat, der nun die Bürger mit einbezieht. Im Auftrag der Kommune hat der Verein Mering Digital eine Umfrage zur Zukunft des Marktplatzbrunnens im Internet veröffentlicht. Die bisherige Resonanz überraschte Merings Bürgermeister Florian Mayer.

Brunnen am Marktplatz in Mering: Abstimmung über künftige Maßnahmen

Unter www.mering-digital.de können alle Interessierten abstimmen, wie es ihrer Ansicht nach mit dem Brunnen weitergehen soll. Sowohl die umfassende Sanierung als auch ein Abriss werden als Alternative genannt. Darüber hinaus wird auch abgefragt, wie die Meringer den Marktplatz insgesamt empfinden. Außerdem gibt es die Option, eigene Vorschläge und Anmerkungen zu dem Thema anzubringen.

Die Teilnehmer haben zudem nicht nur die Möglichkeit, den Brunnen in seiner heutigen Erscheinungsform zu bewerten. Gezeigt wird auch ein älteres Foto aus der Zeit, als die farbige Beleuchtung noch funktionierte. Wie berichtet, ist der Brunnen nachts ursprünglich mit bunten Strahlen angeleuchtet worden. Als die Birnchen kaputtgingen, wurden diese jedoch nicht ersetzt. Für Schöpfer Josef Zankl ist dies ein Indiz dafür, dass sein Werk von Anfang an nicht richtig wertgeschätzt wurde.

Marktgemeinderat in Mering hält Abriss des Brunnens für möglich

Wie er im Meringer Gemeinderat ausführte, sei er auf Wunsch bereit, seinen Brunnen zum Abriss freizugeben. Er verwehrt sich jedoch dagegen, dass die Anlage in irgendeiner Weise verändert oder umgebaut wird. Von der Internet-Umfrage erhofft sich die Kommune Entscheidungshilfe in der schwierigen Frage, wie es nun weitergehen soll. Zugleich ist das Ganze ein Testlauf für neue Formen der Bürgerbeteiligung.

Aufs Erste scheint der Versuch vielversprechend. Wie Bürgermeister Florian Mayer in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete, haben schon am ersten Tag rund 300 Personen daran teilgenommen. Die Umfrage läuft insgesamt vier Wochen lang.

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