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Versäumnisse kosten Mering viel Geld

Versäumnisse kosten Mering viel Geld
Kommentar Von Gönül Frey
24.10.2019

Plus Schon vor drei Jahren war klar, dass die Grundschule eine Erweiterung braucht. Doch die Planungen haben noch nicht einmal begonnen.

Der Markt Mering ist die am stärksten wachsende Kommune im ohnehin boomenden Landkreis Aichach-Friedberg. Keine Frage: Es ist eine gewaltige Herausforderung, mit der Infrastruktur Schritt zu halten. Doch über die Jahre fällt schon auf, dass Mering immer wieder unnötig in Zugzwang gerät.

So gab es im Frühjahr Absagen im dreistelligen Bereich an Eltern, die auf einen Kindergarten oder Krippenplatz warteten. Der Bedarf mag in dieser Höhe nicht ganz abschätzbar gewesen sein. Doch prinzipiell hätte man damit rechnen können, dass die Zahl der Kinder deutlich zunimmt: nach dem Bezug des Baugebiets an der Bürgermeister-Heinrich-Straße, dem Oberfeld I und der regen Tätigkeit der Bauträger, die in Mering stetig kleine Einfamilienhäuser in großen Grundstücken durch Wohnblöcke ersetzen.

Die Kapazitäten in den kommunalen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Grundschulen fehlen also nicht so plötzlich und völlig unerwartet, wie es der Bürgermeister gerne darstellt. Oft zeichnet sich, wie auch jetzt im Fall der Ambérieu-Grundschule, der Erweiterungsbedarf schon seit Jahren ab. Die CSU hat bereits 2016 angemahnt, mit den Planungen für die Schulerweiterung zu beginnen.

Versäumnisse kosten Mering viel Geld

Doch das ist nicht geschehen. Nun muss Mering wieder einmal improvisieren. 1,8 Millionen Euro kostet die Übergangslösung – und die eigentliche Schulerweiterung muss trotzdem noch gebaut und bezahlt werden. Diese teure Flickschusterei kann sich die klamme Kommune eigentlich nicht leisten. Mit einer vorausschauenderen Planung könnte sich Mering nicht nur Ungemach, sondern auch einiges an Geld sparen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Teure Übergangslösung für Meringer Ambérieu-Schule

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