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Mering

18.07.2010

Viele gute Wünsche und ein Pfarrer-Mountainbike

Dieses Fahrrad als Gemeinschaftsgeschenk an Pfarrer Johannes Schaufler zum Abschied hält garantiert mehr aus als den Donau-Radwandeweg am neuen Wirkungsort Gundelfingen. Fotos: Maria Driever, Heike John
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Dieses Fahrrad als Gemeinschaftsgeschenk an Pfarrer Johannes Schaufler zum Abschied hält garantiert mehr aus als den Donau-Radwandeweg am neuen Wirkungsort Gundelfingen. Fotos: Maria Driever, Heike John

Am Sonntag wurde Pfarrer Johannes Schaufler nach 14 Jahren in Mering verabschiedet und mit ihm das halbe Pfarrteam. Sowohl Gemeindereferentin Jutta Koller als auch Schwester Verena Bürki folgen Schaufler nach Gundelfingen. Von Maria Driever

Mering. Festlich, fröhlich und gleichzeitig mit Bedauern, dankbar im Rückblick und mit guten Wünschen für den Neuanfang - so wurde am Sonntag Pfarrer Johannes Schaufler nach 14 Jahren in Mering verabschiedet und mit ihm das halbe Pfarrteam. Sowohl Gemeindereferentin Jutta Koller, die 22 Jahre in St. Michael gearbeitet hat, als auch Schwester Verena Bürki, die den Pfarrhaushalt führte und viele seelsorgliche Besuche leistete, folgen Schaufler nach Gundelfingen. Nach 19 Jahren geht außerdem Mesner Leonhard Abold verdient in den Ruhestand; seine Frau Johanna hatte ihn über die Jahre bei allen Arbeiten rund um den Kirchturm unterstützt.

Natürlich ließen es sich die Meringer nicht nehmen, ihren Pfarrer und sein Team mit allem Drum und Dran zu verabschieden. Ein großer Festzug samt Kolpingblaskapelle führte zur Kirche. Bürgermeister und Marktgemeinderäte waren ebenso dabei wie die Fahnenabordnungen vieler Vereine und beeindruckend viele Ministranten. Drinnen sangen der Kirchenchor, die Gruppe Choradi und die Kirchenmäuse; festlicher Blumenschmuck unterstrich die Wertschätzung. Sein Lebensmotto „Alles hat seine Zeit“ stellte Pfarrer Johannes Schaufler an den Anfang seiner Predigt. Das Miteinander in der Pfarrgemeinde verglich er mit dem Zusammenspiel beim Fußball. Mit langem Applaus dankten ihm die Kirchenbesucher.

Nach dem Gottesdienst ging’s hinüber zum Papst-Johannes-Haus. Wie gibt man einer solch vielfältigen und lebendigen Pfarrgemeinde und Gemeinde an einem solchen Tag die Möglichkeit, sich gebührend zu verabschieden, ohne dass Dankesworte und Geschenke die Geduld aller Gäste überstrapazieren? Anneliese Herter vom Pfarrgemeinderat, und Diakon Tino Zanini hatten im Voraus planerisch alle Hände voll zu tun.

Viele gute Wünsche und ein Pfarrer-Mountainbike

Eine gute Idee war es, sich jeweils auf einen Sprecher für die nicht-kirchlichen und auf einen für die kirchlichen Vereine zu einigen. Ebenso gut war die Idee, statt einzelner Geschenke mitunter zusammenzulegen. Zumindest bei Pfarrer Schaufler war die Frage „Was kann er brauchen?“ nicht allzu schwer zu beantworten. Wer soviel (und so schnell) Rad fährt, muss mit einem Mountainbike rechnen. Unter anderem hat sich die Marktgemeinde bei diesem Radl-Geschenk mit eingeklinkt. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler dankte Pfarrer Schaufler für die Zusammenarbeit und lobte seinen Umgang mit den Menschen und Einrichtungen in Mering: „Sie haben immer den richtigen Ton getroffen“.

Nicht nur die Meringer selbst, auch Auswärtige waren zur Verabschiedung gekommen, darunter etliche Priester, die entweder aus Mering stammen oder hier ihre Kaplans- oder Diakonszeit verbracht haben wie Thomas Wagner, Thomas Hagen, Albert Wolf und Benedikt Gruber. Mit dabei war auch Pfarrerin Carola Wagner von evangelischer Seite. über die Frage, wie man ein gutes Ende der Verabschiedungsrunde finden würde, brauchte sich übrigens keiner den Kopf zerbrechen:

Nahtlos ging es über ins allgemeine Pfarrfest - Schupfnudeln und Getränke warteten bereits.

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