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Kissing

17.11.2017

Vier neue Bowlingbahnen kommen nach Kissing

Bowling wird auch in Kissing angeboten. Dort wollen die Betreiber die Anlage erweitern.
Bild: Ingo Wagner/dpa (Symbol)

Das Landratsamt überstimmt den Bauausschuss. Nun darf der Betreiber an Industriestraße erweitern.

Die Besitzer des Instroke Bowling & Billard an der Industriestraße in Kissing möchten vier neue Bowlingbahnen einbauen. In einer vergangenen Sitzung hatte sich der Bauausschuss aber gegen die Erweiterung ausgesprochen. Das Gremium ist nicht überzeugt, dass der Betreiber genug Parkplätze zur Verfügung stellt und hatte daher einen entsprechenden Nachweis gefordert.

Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde eine Stellplatzsatzung für Bauvorhaben erlassen. Damit sollte gewährleistet werden, dass weniger Autos am Straßenrand parken. Die Satzung sieht auch vor, dass Plätze abgelöst werden können. Im Falle des Bowlingcenters ist der Bauausschuss aber nun vom Landratsamt überstimmt worden. „Die Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens erfolgte zu Unrecht“, schreibt die übergeordnete behörde. Für das Projekt, das auch die Errichtung eines Freisitzes umfasst, wurden laut dem Landratsamt genug Stellplätze eingeplant. Der Bauausschuss stimmte daher dem Vorhaben ohne Diskussion zu.

Die Stellplatzsatzung spielte auch bei einem weiteren Projekt eine Rolle. Ein Investor möchte die ehemalige Bäckerei in der Lilienstraße 2 in ein Mehrfamilienhaus umbauen. Das Problem: Die Bayerische Bauordnung sieht vor, dass in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die im Erdgeschoss barrierefrei erreichbar sein muss. Zur Realisierung muss an der Lilienstraße ein Stellplatz einer Rampe weichen. Nach den Vorgaben der Satzung wären für das Vorhaben acht Parkplätze herzustellen. In der geänderten Planzeichnung weist der Bauherr aber nur sieben nach. Aufgrund der geringen Größe des Grundstücks steht für die Erfüllung nicht genug Platz zur Verfügung. Daher schlug die Verwaltung vor, dass der Bauherr den Stellplatz für 8000 Euro ablöst.

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Bürgermeister Manfred Wolf sagte, dass das Landratsamt das Einvernehmen ersetzt, wenn die Gemeinde nicht zustimmt. Johann Oberhuber von der SPD kritisierte: „Da machen wir eine Stellplatzsatzung und dann können wir sie wegwerfen.“ Laut Bauamtsleiter Alfred Schatz ist die Verordnung wichtig, um in solchen Fällen das Geld für die Ablösung zu bekommen. Der Bauausschuss stimmte dem Vorgehen einstimmig zu.

Bauvorhaben Das Gremium brachte noch zwei weitere Bauvorhaben auf den Weg. Das Autohaus in der Gebrüder-Frisch-Straße darf eine neue Kfz–Prüfhalle bauen. Der Bauausschuss stimmte der Überschreitung der Baugrenze im Osten von zwei Metern zu und erteilte eine Ausnahme für die Errichtung einer Betriebsleiterwohnung. Diese ist für den Sohn vorgesehen, der das Geschäft übernehmen will. Des Weiteren darf eine Frau den Keller ihres Hauses in der Gartenstraße in Zukunft für eine Zierfischzucht nutzen. Bauliche Veränderungen werden nicht vorgenommen.

Bauamt Gemeinderat Michael Eder (CSU) fragte, ob Ergebnisse im Hinblick auf die Aussegnungshalle vorliegen. Die ist in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Zurzeit wird von einem Experten ein Baugutachten erstellt. Auf Grundlage dessen soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Bauamtschef Schatz sagte, dass noch nichts Konkretes vorliegt. Er bat um Verständnis dafür, dass er sich zurzeit nur auf aktuelle Vorhaben konzentrieren könne. Aufgrund von Krankheiten seien wichtige Mitarbeiter in seiner Abteilung ausgefallen.

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