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Verkehr

30.06.2017

Was den Landrat an Friedberg ziemlich ärgert

Ärger gibt es um die Sanierung der ehemaligen  AIC 25 von Friedberg nach Derching.
Bild: Peter Stöbich

Klaus Metzger weist den Vorwurf des Friedberger Bürgermeisters Roland Eichmann zurück: Die Straßenübergabe der AIC 25 sei fair gewesen.

 Landrat Klaus Metzger ist sauer. Das war deutlich zu hören und so was lässt er im Kreistag nur ganz selten durchblicken. Am Ende der jüngsten Sitzung des Bauausschusses nahm er jetzt Stellung zu einer Aussage des Friedberger Bürgermeisters Roland Eichmann in einer Informationsveranstaltung zum Ausbau der ehemaligen Kreisstraße AIC 25 zwischen Friedberg und dem Stadtteil Derching. Weil der Landkreis der Stadt 2008 eine kaputte Straße überlassen habe, müsse jetzt dringend etwas unternommen werden, so Eichmann beim Termin in Stätzling.

Er habe sich zunächst erkundigt, ob das Zitat wirklich so gefallen sei, so Metzger in der Sitzung. Auch wenn das nicht in seine Amtszeit fällt, will Metzger das jetzt auf keinen Fall auf dem Landkreis und den Mitgliedern des Bauausschusses, die damals involviert waren, sitzen lassen. Das Wittelsbacher Land habe niemanden „übervorteilt“. Die Abstufung der Kreisstraße sei damals fair zwischen Stadt und Landkreis abgewickelt worden, verteidigte der Landrat indirekt seinen Vorgänger Christian Knauer.

Ausbau stößt in Friedberg auf Widerstand

Der Ausbau der jetzt städtischen viereinhalb Kilometer langen Verbindungsstraße stößt bei den Bürgern in den Friedberger Stadtteilen auf Widerstand: Zu laut, zu schnell, zu teuer – sagen die. Zu alt, zu kaputt, zu gefährlich – so begründet die Stadtverwaltung das Fünf-Millionen-Projekt.

Weit mehr Zuhörer als bei jeder Bürgerversammlung waren nach Stätzling gekommen, um ihre Bedenken und Kritik vorzutragen. Letztere war mit Pfuirufen und lautstarken Unmutsbekundungen zeitweise so heftig, dass Eichmann die erbosten Anlieger mehrmals zur Ordnung rufen musste. Wichtiger als die Kosten ist vielen Anwohnern die derzeitige Tonnage-Beschränkung für Laster: Um Zuschüsse zu bekommen, muss die von der Regierung von Schwaben lediglich geduldete Beschränkung gleich nach dem ersten Bauabschnitt aufgehoben werden. Landrat Metzger ging in der Sitzung nicht auf das Projekt und die Kritik der Bürger ein, sondern nur auf die Schuldzuweisung von Eichmann für den Zustand der Straße. Mit dem Bau des Autobahnzubringers AIC 25 neu wurde das Straßenstück AIC 25 alt zwischen Derching und Friedberg durch die Regierung abgestuft.

Begehung im Jahr 2009

Der Kreis musste dabei als früherer Baulastträger sicherstellen, dass die Strecke den Anforderungen der niedrigeren Straßenklasse entspricht. Im Jahr 2009 fand dazu dann eine gemeinsame Begehung der Beteiligten mit Regierung und Bauamt statt. Ergebnis sei eine Verständigung gewesen, sagt Metzger. Darin sei vereinbart worden, welche Baumaßnahmen der Kreis noch übernehmen muss und eine Ausgleichszahlung von rund 120000 Euro an die Stadt.

Der Bauausschuss des Landkreises und auch die Stadt Friedberg hätten dann Ende 2009 diesen von Gutachtern (Regierung, Bauamt) vorgeschlagenen Betrag anerkannt, betonte Metzger. Der Ausbauzustand der Straße könne bei der vergleichsweise geringen Höhe der Ausgleichszahlung wohl nicht so schlecht gewesen sein wie von Eichmann moniert.

Wofür hat Friedberg das Geld verwendet?

Andererseits wisse er auch nicht, ob dieses Geld auch für die Verbesserung der Straße verwendet worden sei, spielte der Landrat den Ball in der Sitzung wieder zurück nach Friedberg.

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