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Fußball

08.10.2018

Wenig Verständnis für Kritik an Kovac

Sehr skeptisch blickte Bayern-Trainer Niko Kovac beim 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach drein. Der Kroate steht nach vier sieglosen Spielen in der Kritik – zu Unrecht, wie die Trainer aus dem Altlandkreis Friedberg finden.
Bild: Witters

Trainer aus der Region bescheinigen dem Bayern-Coach eine gute Arbeit und sind der Ansicht, dass bei den Münchnern auch andere in der Pflicht wären.

Egal welche Sportsendung man am Wochenende auch verfolgte – ein Thema war omnipräsent: Die Krise des FC Bayern und die Frage, ob denn Niko Kovac noch der richtige Mann für das Starensemble von der Säbener Straße sei. Wir wollten von Trainern aus der Region wissen, was ihnen zu dieser Diskussion einfällt und was sie überhaupt davon halten.

„Das ist für mich lächerlich. Bis vor zwei Wochen hat Niko Kovac alles richtig gemacht und jetzt macht er angeblich alles falsch. Ich denke, jeder der was vom Fußball versteht, wird das ähnlich sehen“, meinte Merings Trainer Gerhard Kitzler. Natürlich gerate ein Trainer im Profifußball schneller in die Kritik als im Amateurbereich. „Und beim FC Bayern geht’s noch ein bisschen schneller. Sicher, Fußball ist Ergebnissport, aber ich denke, Kovac macht das schon richtig“, so der MSV-Coach weiter.

„Solche Probleme hätte ich auch gerne“, sagte Stätzlings Trainer Alex Bartl mit einem Schmunzeln. „Ich denke, in der ganzen Sache haben sich auch die Bayern-Bosse nicht gut verhalten. Bis vor zwei Wochen war alles super und richtig – wie kann sich das denn so schnell ändern“, fragte er. Der Trainer sei das schwächste Glied in der Kette, und das werde natürlich auch von den „Kleinen“ adaptiert. „Ich finde es außerdem überhaupt nicht schlecht, wenn die Bundesliga einmal wieder ein bisschen spannender wird“, so Bartl weiter.

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Auch Kissings Coach David Bulik findet es seltsam, dass erst alles super gewesen und nun alles schlecht sei. „Ich kann es aber nachvollziehen, schön spielen reicht nicht. Vielleicht hat die erste Länderspielpause die Münchner aus dem Tritt gebracht“, mutmaßte Bulik. „Mir tut Kovac leid, das hat er nicht verdient, zumal er einen guten Job macht. Die Chefs haben ihn etwas im Regen stehen lassen und die müssten ihn doch stattdessen voll unterstützen“, so der Kissinger.

Für Friedbergs Trainer Ali Dabestani hat die Krise auch andere Ursachen. „Vielleicht sind einige Spieler schon zu satt und haben nur die Champions-League im Kopf“, meinte er. Vor allem nach vorne geht es zu behäbig und da müsse der Trainer eingreifen.

Allerdings habe jeder bei Bayern gewusst, dass es ein Übergangsjahr sei und in diesem brauche der Coach auch die volle Unterstützung von oben – vor allem von Uli Hoeneß. „Es muss sich aber bald was ändern. Auch wenn Kovac kaum etwas für die Lage kann, wenn die Erfolge ausbleiben, werden die üblichen Mechanismen greifen, ist sich Dabestani sicher.

Dasings Trainer Jürgen Schmid sieht die Vorstandsetage mit Hoeneß und Rummenigge in der Pflicht. „Die Stärke eines Trainers wird auch davon beeinflusst, wie gut alle zusammenarbeiten. Und ich denke, da hätten Hoeneß und Rummenigge ihren jungen Trainer mehr aus der Schusslinie nehmen müssen“, sagte Schmid. „Vielleicht hat man nach den ersten Spielen auch schon zu früh gejubelt. Kovac kann ja nichts dafür, dass der Kader nun vielleicht zu klein ist – eventuell hat er ja den Mut, jetzt den einen oder anderen aus der Jugendakademie zu bringen. Auch dazu braucht er die Unterstützung von oben“, so Schmid. Der Dasinger sieht die ganze Sache sowieso nicht so dramatisch. „Es haben sich doch alle gewünscht, dass es wieder mal spannend wird“, meinte er.

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