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Merching

15.09.2020

Wie Merching zu schnellerem Internet kommen möchte

An einem Glasfaser-Pilotprojekt könnte Merching teilnehmen.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolfoto)

Plus Während des Corona-Lockdows waren schnelle Internetverbindungen Gold wert. Merching möchte nun einen Ausbau anpacken - wenn die Bürger mitmachen.

Gerade die vergangenen Monate rund um den Corona-Lockdown machten es deutlich: Eine gute Internetversorgung wird im täglichen Leben immer wichtiger. Die Gemeinde Merching könnte nun an einem Glasfaser-Pilotprojekt teilnehmen, bei dem Merching und die zugehörigen Ortsteile bis Ende 2021 auf einmal auf den neuesten Stand der Technik gebracht würden.

Voraussetzung für die schnelle Abwicklung und die vergünstigten Tarife wäre die Teilnahme von mindestens 35 Prozent der Haushalte der Gemeinde Merching, die sich im Vorfeld bis spätestens Ende November 2020 verbindlich registrieren. Merching sei aufgrund seiner Größe, der direkten Lage zum LEW-Ausbaugebiet und nicht zuletzt aufgrund der Offenheit der Gemeindeverwaltung für dieses Projekt ausgewählt worden.

Glasfaser: Schnelle Umsetzung für Merching wäre möglich

Dieses Angebot stellten Michael Weng, Bayernwerk, und Stefan Ziegler, LEW, die in diesem Projekt als Netzanbieter kooperieren, dem Merchinger Rat detailliert vor.

Dazu würde das Bayernwerk mit dem neuen flächendeckendem Glasfasernetz alle Grundstücke der Gemeinde direkt erschließen und LEW TelNet dies mit einem Internetangebot koppeln. Durch die direkte Glasfaseranbindung stehen je nach abgeschlossenem Tarif Übertragungskapazitäten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung. Dies entspricht etwa der 10- bis 20-fachen Übertragungsgeschwindigkeit über die bestehende Telefonleitung, die im Moment vorwiegend noch ohne lückenloses Glasfasernetz vom Verteilerpunkt zum Haus besteht.

Bild: Christina Riedmann-Pooch

Lediglich der Ortsteil Brunnen mit Putzmühle ist bisher über das M-Net mit Steindorf und Schmiechen seit 2019 an das Glasfasernetz angekoppelt. Sollte sich die Gemeinde mit mindestens 35 Prozent der Haushalte für das Netz entscheiden, würde das Angebot, das für alle Ortsteile gilt, beinhalten, dass die Glasfaseranbindung bis an jedes Haus reicht. Dies hätte den Vorteil, dass keine Engpässe im Internet entstehen können. Diejenigen, die im Moment keinen Anschluss wollen, bekommen das Kabel bis an die Grundstücksgrenze verlegt.

Merching: Glasfaser bis zu jedem Grundstück

Da das Angebot als Pilotprojekt laufe, wären keine Förderanträge nötig, die Tarife können, sofern sie im Rahmen des Pilotprojekts gebucht werden, günstig gehalten werden. Spezielle Angebote für Vereine werden zudem angeboten. Die Anschlussgebühr für die Glasfaseranbindung entfällt weitgehend. Die Anbieter sicherten zu, die Glasfaseranbindung bis zu jedem Merchinger Grundstück zu verlegen, sodass Unentschlossene nachrüsten könnten, ohne dass wieder die Straße aufgerissen werden müsste. Ohnehin werde man versuchen, die Kabel möglichst unter den Gehwegen durchzuschießen, um unnötige Erdarbeiten zu vermeiden.

Einstimmig sind die Merchinger Räte für das Projekt

Darin sieht Bürgermeister Helmut Luichtl einen großen Vorteil. Mit dem Ausbau würde ab kommendem Frühjahr in Merching begonnen werden, spätestens im Herbst 2021 wäre die Aktion beendet. Allerdings hätten die beiden Anbieter damit für eine Zeit das Monopol im Ort, was allerdings kein Nachteil sein muss, erinnerte er. Details in der Umsetzung müssten zwar noch geklärt werden, aber auch der Rat sprach sich einstimmig für eine Unterstützung des Projektes aus.

Infoveranstaltungen finden am 13. und 28. Oktober, ab 19 Uhr in der Merchinger Mehrzweckhalle statt, gemäß Corona-Schutzmaßnahmen begrenzt. Ein mobiles Büro steht ab 1. Oktober Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr vor der Mehrzweckhalle Merching zur Verfügung.

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